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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Gefressige Biester im Garten! Braunfäulevorbeugung! Kranker Apfelbaum!

Nachdem es wieder einmal eine sehr feuchte und doch relativ warme Witterung hat, gedeihen vorallem Pilzkrankheiten und Schnecken gut. Letztere sind heute aus allen Ritzen und Erdhöhlen gekrochen um mich zu ärgern. Die Wiese war voll von diesen Biestern, ja man musste richtig aufpassen, wo man hinstieg, damit man nicht so einen Flatschga am Schlapfen picken hatte. Nach dem Mittagessen hatte ich genug und ging auf die Pirsch - bewaffnet mit einem kleinen Eimer, einer Zange, Einweghandschuhen und einem Plastiksackerl. Auch Schneckenkorn durfte nicht fehlen. Jede einzelne rote spanische Wegschnecke, die ich fand, sammelte ich auf und entsorgte sie samt Schneckenkorn im Sack, welcher anschließend im Restmüll landete. Wie jedes Jahr veranstalten sie mit Vorliebe am Komposthaufen ihre Fressgelage, natürlich könnte ich ihnen dort wie in den Beeten mit "Gift" zu Leibe rücken, doch was würde dann aus den Häuselschnecken werden? Nachdem dort auch so viele Weinbergschnecken leben, brachte ich es nicht übers Herz, sofort auf die Chemiekeule zurückzugreifen.
Wäre es nicht genug, sie überall im Grünen zu finden, verirrten sich einige große Exemplare auch noch auf die Garagen- und Hausmauer, das war einfach zu viel - Tod den Schnecken! Die Schnecke, die sich in meiner Chilli-Pflanze eingenistet hatte, habe ich mittlerweile den Gar aus gemacht, allerdings etwas zu spät, denn seht selbst, eine Frucht und größere Grünteile sind ihr schon zum Opfer gefallen.
Um solche Kapitalschäden im Gemüsebeet zu vermeiden, muss ich es wohl absichern wie Fort Knox - der Schneckenzaun, welchen Jakob zusammengenietet hat, leistet bis jetzt gute Dienste.




Die Braunfäule ist ja wie hinglänglich bekannt ist ein Pilz der besonders bösen Sorte. Bekommt man ihn nicht rechtzeitig in Griff - eine durchaus schwierige Aufgabe, weil meistens aussichtslos - gibt es keine Rettung mehr für Kartoffeln und Tomaten.
In einem Garten-Forum habe ich jedoch folgenden Tip gelesen, man sollte in jener Zeit, wo ein hohes Risiko zur Infektion besteht, die Pflanzen aber noch gesund sind, mit einer Wasser-Backpulver-Mischung spritzen. Backpulver macht die Oberfläche der Blätter basisch und macht es dadurch Pilzen schwerer sich wo anzusiedeln, wo man es so gar nicht will. Vielleicht hilft es, vielleicht auch nicht - wir werden sehen, wenn das Wetter so bleibt wie es ist, kann ein Versuch zumindest nicht Schaden. Vorallem hoffe ich, dass ich damit meine Gewächshaustomaten retten kann, die durch meine Unerfahrenheit im Zusammenhang mit Folienhäusern, über längere Zeit etwas zu feucht-warm gestanden sind.

Tja und nun zum letzten Punkt - mein Apfelbaum (Campanillo-R) hat irgendeine Krankheit bekommen und ich weiß bei Gott nicht welche. Zuerst fingen sich die Blätter komisch verfärben an und wurden blass. Sie sahen irgendwie verbraucht aus, schließlich verlor er seine einzigen drei Mini-Äpfelchen. Heute habe ich ihn, in einem Aufwaschen mit den Tomaten, mit der Backpulver-Wasser-Mischung behandelt, dabei tropfte eine bräunlich-rote Flüssigkeit von den Blättern. Es wirkte als hätte ich damit einen Belag, vielleicht Sporen, weggeschwemmt. Ich vermute ganz stark, dass er sich eine Pilzinfektion durch das feuchte Wetter geholt hat. Aber vielleicht finde ich es noch heraus, was ihm fehlt.



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