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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Heute etwas spät, aber doch noch...

By On 00:26
Eigentlich ist es schon ziemlich spät und _eigentlich_ sollte ich schon im Bett liegen, da ich morgen relativ früh aus den Federn muss. Doch ich kann nicht schlafen gehen, ohne zu dokumentieren, was heute im Garten los war. Zum einen sind die Temperaturen wieder gestiegen und wir haben wieder sommerliches Niveau, zum anderen konnte ich ein weiteres Mal eine ganze Schale voll mit Basilikumblättern ernten, so etwas ist mir bisher noch nie gelungen. Meistens sind mir die Basilikumpflanzen eingangen, bevor ich sie ein zweites Mal beernten konnte. Aber Dank der Düngergaben gedeihen sie nun prächtig und ich erfreue mich gerade des guten Duftes, den die Blätter beim Trocknen im Dörrgerät verströmen.
Hier möchte ich noch einen Tipp zum Ernten von Basilikum anbringen: Beim Basilikum ist es ja so, man hat ein Blattpaar nach dem anderen und oben an der Spitze immer die jüngsten Blättchen. Bei der Ernte sollte man sich immer von oben nach unten arbeiten. Der Grund hierfür liegt darin, dass man durch das laufende Kappen der Spitze, die Pflanze am Blühen hindert und sie somit den guten Geschmack nicht verliert. Neue Blattpaare wachsen links und rechts aus den Blattachsen nach. Das Basilikum wird dadurch immer buschiger. Nur einzelne Blätter irgendwo an der Pflanze sollte man nicht abzupfen.


Weiters habe ich mich doch dazu hinreißen lassen von den Hofer-Tomaten (Giant-Oxheart, Black Plum und Black Cherry) Samen zu nehmen. Es ist zwar nicht die professionelle Art und immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da man ja nicht genau weiß, welche Pflanze man aus solchen Samen erhält, aber ich möchte es einfach probieren.


Und im Garten tummeln sich ein paar Tierchen. So habe ich gestern einen gelben Marienkäufer auf meinem Liebstöckl gefunden:



Gestern ist auch ein winterharter Hibiskus bei mir eingezogen - natürlich auch bei Hofer um ein paar Euro gekauft. Laut Etikett sollte er pink und gefüllt blühen, ob dem wirklich so ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen zeigen. Die Pflanze sieht sehr gesund aus und ich hoffe, sie wächst gut an und ich werde lange Freude daran haben.


Zum Schluss noch ein Bild von meinen Weinbergpfirschen, wo ich die Kerne letzten Herbst in einem Balkonkisterl vergraben habe. Sie haben gekeimt und sind mittlerweile recht große Pflänzchen geworden. Insgesamt habe ich fünf - hoffentlich genug, damit wenigstens einer von ihnen den kommenden Winter überlebt.

Dienstag, 27. Juli 2010

Umzug der Pflanzen von der Nordwest-Seite auf die Terrasse

By On 00:33
Nachdem ich heute bei meinen Kürbispflanzen und einer Zucchini verkümmerte weibliche Blütenansätze entdeckt habe und es auch bei den Gurken nicht besser aussah, ging ich noch einmal im Internet auf Recherche. Da alle bisherigen Veränderungen zu keiner Lösung des Problems führten. Als das Wetter kühler wurde, kamen die ersten weiblichen Blüten und jetzt ein paar Tage später fallen sie schon wieder gelb zu Boden ohne jemals geblüht zu haben. Der Mehltau scheint nach der Spritzung verschwunden zu sein und die Pflanzen wachsen kräftig weiter.
Und genau das ist das Stichwort kräftiges Blattwachstum - das kann auch ein Anzeichen für einen zu schattigen und kühlen Standort sein. In diesem Fall treiben die Pflanzen zwar jede Menge Blattwerk und männliche Blüten, doch es kommt aufgrund der fehlenden weiblichen Komponente nie zu einer Frucht. Meine Pflanzen standen bisher an der Nord-West-Seite des Hauses, wohin nur Abends ein wenig Sonne scheint und das ist wohl für diese sonnenanbetenden Pflanzen viel zu wenig. Der Grund warum, ich sie überhaupt dorthin setzte war jener, dass sie auf der südlich ausgerichteten Terrasse letztes Jahr bei heftiger Sonneneinstrahlung sofort die Blätter hängen ließen und sich vorallem Mehltau massiv ausbreitete, dies lag aber wahrscheinlich hauptsächlich an der Witterung. Weiters waren die Töpfe um vieles kleiner - vielleicht auch ein Grund für die Schwächlichkeit der Pflanzen.

Aus diesem Grund schaffte ich heute auf der Terrasse platz und schleppte die ganzen Töpfe von der Nordwest-Seite auf die Südseite. Mit ein wenig Koordination gelang es mir wirklich alles auf einem sonnigeren Standort unterzubringen. Hoffentlich hilft der Umzug etwas, denn das Wetter wird in den nächsten Tagen wohl nicht so mitspielen. Mit dem Tief Renate, welches derzeit über Österreich hinweg zieht, fallen die Temperaturen in der Nacht unter 10°C, auch tagsüber ist es nicht gerade berauschend. Eigentlich war besseres Wetter angesagt worden.

Gemüse-Raritäten bei Hofer

By On 00:17
Heute gab es bei Hofer Gemüse-Raritäten (Tomaten und Paprika) zu kaufen - eine Schale mit etwa 750g um 3 Euro. Vielleicht werde ich aus den Früchten Samen nehmen, vielleicht aber auch, sie einfach nur probieren und mir die Sorten für nächstes Jahr merken. Am folgenden Bild erst einmal die gesamte Vielfalt:


Ochsenherz (Sorte Giant Oxheart)

Laut der beiliegenden Beschreibung kann die Ochsenherz-Tomate bis zu einem halben Kilo schwer werden. Es handelt sich daher um eine Fleischtomate. Der Grünkragen ist sortentypisch und verschwindet auch nicht bei Vollreife. Weiters ist sie nicht so stark gerippt wie andere Tomaten der Ochsenherz-Familie.


Paradeisfruchtiger Frühroter

Dabei handelt es sich wohl um einen Tomatenpaprika, obwohl er laut Beschreibung rot sein sollte, ist meiner grün.


Black Plum

Diese Sorte weist einen violetten Kragen auf - der bei meinen allerdings nicht so ausgeprägt ist.


Black Cherry

Bei der Black Cherry handelt es sich um eine braune/violette Cocktail-Tomate. Laut der Beschreibung soll sie besonders aromatisch sein.


De Berao

Hierbei handelt es sich um eine Suppentomate. Sie soll kältetolerant sein und recht groß werden - ein echter Himmelsstürmer :)


Sortenbeschreibungen gibt es hier: tomatl.net und tomatenundanderes.at

Sonntag, 25. Juli 2010

Erste Ernte

By On 23:04
Am Wochenende gab es die erste Ernte: ein paar Tomaten, eine rote Chilli und eine rote mini-mini Paprika, welche einfach nicht wachsen wollte.

DIY: Wir bauen eine Erdbeertreppe!

By On 23:00
Aufgrund der vielen Wetterkapriolen dieses und auch des letzten Jahres haben wir beschlossen den Erdbeeren einen sicheren Platz unter dem Dach zu verschaffen. Die Ausführung hat Jakob übernommen. Heuer zur Zeit der Erdbeerblüte schüttete es ununterbrochen und es war saukalt - von meinen in etwa 30 gesetzten Pflanzen ging ein Teil aufgrund des Dauerregens im Mai und Juni ein und ein anderer Teil später wegen der sengenden Hitze im Juli, obwohl wir regelmäßig gegossen haben.
Ein weiteres Problem stellen die Schnecken dar, kaum sind die Früchte erntereif, sind sie auch schon angefressen, Schneckenkorn hilft natürlich, doch vergisst man nur einmal zu streuen, ist es schon wieder vorbei mit der Ernte - außer man möchte das Essen, was die ungeladenen Gäste überließen.
Um kommendes Jahr von diesen Schwierigkeiten etwas verschont zu werden, baute mir Jakob eine 5-stöckige Erdbeertreppe aus Holz, welche 70 cm breit und 90 cm hoch ist. Auf dieser kann ich fünf 80er Balkonkisterln mit Erdbeeren unterbringen.
Eingesetzt habe ich die Ableger von den bisherigen Pflanzen. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob wirklich alle Pflanzen anwachsen werden, denn manche wirken trotz ausreichender Wurzeln nicht so fit. Für jene, die es jetzt schon nicht schaffen, gibt es aber reichlich Ersatz - es bleibt nur zu hoffen, dass sie dann über den Winter kommen.
Damit die Treppe länger hält, wird sie natürlich auch lackiert - genauso wie die anderen beiden Treppen, die Jakob bereits gebaut hat. 

Wie sich die Erdbeertreppe in der Praxis macht, erfährst Du hier.



Wetterumschwung!

By On 22:41
Nachdem schon die ganze Woche lang von den Meteorologen ein Wetterumschwung angekündigt wurde, war es am Freitag zu Mittag soweit. Dicke, schwarze Wolken zogen auf, begleitet von einem heftigen Gewitterwind. In Deutschland hatte es bereits am Vorabend heftige Unwetter gegeben, die der Gluthitze der letzten vier Wochen ein Ende setzten.
In Graz sah es schlimmer aus als im Endeffekt war - Gott sei Dank, denn ein bisschen südlicher gab es so heftige Unwetter mit Hagelstürmen, die die gesamte Ernte zerstörten (der Schaden sollte laut Zeitung an die 4 Mio. Euro betragen), Häuser abdeckten sowie Autos verbeulten. Wir hatten nur ein wenig Regen - weniger als erwartet, der besagte Landregen blieb aus, obwohl es die Wiese, welche wir schon mit dem Rasensprenger am Leben erhalten mussten, bitter nötig gehabt hätte.

Nun, die Temperaturen sind wahrhaftig gesunken, gab es am Freitag zu Mittag noch weit über 30 Grad Celsius - in der Stadt hatte es sicher an die 35-38 Grad Celsius, so waren heute knapp 25 Grad Celsius zu messen. Einen Vorteil hat es, wenn man in die Stadt muss, hat man nicht mehr das Gefühl unter einer Hitzeglocke zu verschwinden, wo die Luft steht und man binnen von Minuten schweißgebadet ist.

Im Topfgarten freuen sich die Gurken, Kürbisse und Zucchini wohl am Meisten über die Abkühlung, ihre Blätter begannen nämlich schon zu verbrennen und dass, obwohl sie keinen vollsonnigen Standort haben. Mittlerweile habe ich auch die langersehnten weiblichen Blüten an diesen Gewächsen entdeckt - vielleicht lag die Fruchtlosigkeit doch am für unsere Breitengrade zu heißen Wetter.

Hat uns die Hitze am Freitag verlassen, so plagt uns jetzt ein übler Fön, der hoffentlich nicht mehr all zu lange anhält.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Geburtstagsausflug in die Toskana!

By On 15:43
Am 16. Juli 2010 fuhren wir gemeinsam mit meiner Mama in die Toskana. Wir hatten ihr diesen Ausflug zum Geburtstag geschenkt. Die einzige Schwierigkeit dabei war, einen Termin zu finden, wo auch Jakob Zeit hatte. Da wir dieses Mal nicht so viel Zeit hatten, aber trotzdem viel anschauen wollten, musste die Reise genauer geplant werden. Vorallem um die Quartiersuche vor Ort auszusparen, hatten wir bereits von zu Hause aus über das Internet ein Hotel gebucht. Nach genauer Recherche über die Vor- und Nachteile der Quartiere in Florenz entschieden wir uns für das relativ neue AC Firenze, welches am Stadtrand angesiedelt war. Der Grund dafür war der gratis Parkplatz, welcher nach etlichen Kommentaren  auf Booking.com zufolge auch wirklich gratis war. Viele andere Hotels warben zwar mit einem solchen, viele Besucher berichteten aber anschließend von einer totalen Abzocke, wo 20 Euro Parkgebühr keine Seltenheit waren. Über das AC Firenze konnte wir aber nur Positives lesen und damit war die Entscheidung schnell gefallen.

Obwohl wir zeitig in der Früh losfuhren, hatte uns die Hitze bald eingeholt. Bereits am mittleren Vormittag krazte das Außentermometer unseres Autos an der 30 Grad Celsius Marke, von der Poebene bis nach Florenz zeigte es sogar 39 Grad Celsius an. Trotz ständigen Lüftens und einschalten der Klimaanlage war es nicht möglich eine angenehme Temperatur zu erreichen. Knapp vor Florenz gab es dann zusätzlich noch einen Stau auf der Autobahn, welcher uns fast eine ganze Stunde kostete. Grund dafür war, dass zwei LKW bei der Nord-Abfahrt zusammengestoßen waren und alles blockierten.
Doch lieber der Reihe nach. Natürlich sind wir von Graz nicht nach Florenz durchgefahren, sondern machten unseren ersten großen Stop in Bologna. Nach einer Stärkung und einem leckeren Eis besichtigten wir die Bibliothek und die beiden schiefen Türme: Torre Garisenda und Asinelli. Meine Mama und ich waren aber nicht so mutig wie Jakob letztes Jahr und beließen es dabei den Turm Asinelli nur von außen zu sehen, das Stiegengebilde im Inneren war uns doch ein wenig zu brutal.
Anschließend machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Altstadt von Bologna. Zum einen flanierten wir durch jene Einkaufsstraße, wo die ganzen Designer ihre Boutiquen haben und zum anderen durch die ganz normale Bummelstraße. Da gerade Saldi war, ging es in den Geschäften ziemlich rund - vorallem beim Zara haben sich die Leute fast zertreten. Auffallend war, dass eine Jeans bei Zara in Italien einen Normalpreis von ca. 25 Euro hat und bei uns sie das Doppelte kostet - das ist nicht fair.
Nachdem unser dreistündiges Parkticket abgelaufen war, fuhren wir weiter nach Florenz. In den Bergen wurde es etwas kühler, doch lange konnten wir diesen Umstand nicht genießen, denn wie bereits oben erwähnt, standen wir dann im Stau.
Unser Hotel in Florenz fand Jakob auf der Stelle ohne sich ein einziges Mal zu verfahren - Gratulation. Den Abend ließen wir bei einer super Pizza im Lokal Bacchus, welches auf dem Weg in die Stadt lag, ausklingen.

Bologna

Piazza Maggiore mit dem Neptun-Brunnen


Sommerkino


Die zwei Türme: Garisenda und Asinelli


Sonstiges



Hinterseite des Doms: San Petronio (5. größte Kirche der Welt, wurde aus finanziellen Gründen wie man sieht nie fertig gebaut)


Stau vor Florenz


Abendessen bei Bacchus


Der nächste Tag (16.7.2010) begann mit einem ausgiebigen Frühstück relativ zeitig, da wir Karten für die Uffizien um 9.30 Uhr vorreserviert hatten und diese eine Viertelstunde vorher abholen mussten. Letztes Jahr hatten wir auf das reservieren vergessen und scheiterten an der elends langen Warteschlange, die wir auch heuer wieder sahen. Mit Reservierung dauerte es keine 10 Minuten und wir waren drinnen. In den Uffizien findet man Gemälde aus allen Epochen und kann so genau mitverfolgen was gerade aktuell war. Besonders beliebt waren von jeher biblische Motive. Gerade an der Darstellung von der Heiligen Maria mit dem Jesuskind sieht man meiner Meinung nach am Besten wie viel Gefühlsausdruck zu malen momentan erlaubt  und welche Mode gerade "in" war, sei es Kleidung an sich oder die Haartracht. Waren es anfangs fast nur steife Gesichter, werden die Bilder im Laufe der Jahrhunderte immer lebendiger und ausdrucksvoller, ein Umstand der aber für niederländische Maler nicht immer zutrifft. Eine besonders beliebte Frisur bei den Damen war ein stark nach hinten versetzter Haaransatz (Gotik, Renaissance), um diesen zu erreichen zupfte man sich die Stirnhaare aus - eine schlimme Vorstellung - auweh. Natürlich übertrug sich dieser Trend auch auf die Heilige Maria.
Die Renaissance war wieder viel offener und neben biblischen Motiven malte man wieder Szenen aus der griechischen und römischen Mythologie. Am beliebtesten waren wohl neckische Darstellungen von Leda und Venus.
Wir waren ziemlich froh, dass wir die Uffizien so früh besuchten, denn die Reisegruppen wurden, je später es wurde, immer zahlreicher. So war das berühmte Bild der Geburt der Venus von Botticelli schon von einer riesigen Gruppe umringt und man konnte es kaum noch in Ruhe bewundern.
Nach den Uffizien gab es erstmal eine Jause in einer kleinen Bar, deren Gastgarten auf einem etwa einem Meter breiten Gehsteig Platz fand. Meine Mama und ich wollten danach ein bisschen Shoppen gehen, Jakob war an Handtaschen nicht ganz so interessiert und zog es vor sich im Hotel ein bisschen zu erholen. Ich war ja letztes Jahr schon restlos begeistert von der großen Vielfalt an Taschen in allen Preislagen, die es in und um Florenz herum zu kaufen gab. Dieses Mal fanden wir auch noch die richtige Straße (in der Nähe der Kirche Santa Croce) wo ein Geschäft nach dem anderen war und zusätzlich noch ein Markt. Es war einfach herrlich.
Gegen 16 Uhr trafen wir uns wieder mit Jakob am Domplatz. Die Temperatur war etwas angenehmer geworden und so riskierten wir es uns für eine Dombesichtigung anzustellen. Gott sei Dank ging es in der Schlange zügig vorwärts. Ist der Dom außen unvorstellbar prächtig verziert, ist er in seinem Inneren wider erwarten sehr schlicht.
Danach machten wir noch eine Fahrt mit dem Sightseeing-Bus durch Florenz. Eine größere Pause legten wir beim David-Denkmal (Piazzale Michelangelo) ein. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt, wobei der Palazzo Vecchio und der Dom alles andere überragen.
Den Abend ließen wir mit einem guten Essen (es gab Nudeln) und einem anschließenden Spritzer Aperol ausklingen. Als wir schon nach Hause gehen wollten, ertönte aus einer Seitengasse des großen Platzes, wo wir unseren Spritz tranken (Piazza della Republica), ganz laut der Donauwalzer. Ein Pantomime führte gerade seine Slapstick-Show auf, in der die größte Rolle den Zuschauern zu kam. Kaum waren wir da, suchte er sich auch schon meine Mama aus um ihm zu assistieren.

Florenz

Uffizien und Blick aus den Uffizien auf Florenz und Ponte Vecchio


Im Hintergrund der Palazzo Vecchio


Der Taschenmarkt am Mercato Centrale


Dom


Piazzale Michelangelo



Arno


Santa Croce (hier ist zum Beispiel Dante Alighieri begraben)


Palazzo Pitti (hier lebten die Medici)


Abendessen


Am Ponte Vecchio


Das bronzene Schwein am Mercato Centrale - das Berühren bringt natürlich Glück (die Geschichte zum Schwein)


Der Pantomime


Am 17.7.2010 stand San Gimignano am Programm. Wir brachen gleich nach dem Frühstück auf, um diesen etwa eine Autostunde von Florenz entfernten Ort zu erreichen. Heute war es bedeutend kühler, das Termometer stieg nur noch auf ca. 32 Grad Celsius.
San Gimignano ist immer wieder aufs Neue faszinierend. Die Stadt hat ihr mittelalterliches Flair nie verloren - ja man fühlt sich sogar in eine andere Zeit versetzt. Schon von Weitem sieht man die vielen Geschlechtertürme, von welchen wir auch einen besichtigten. Der Ausblick über die Landschaft der Toskana ist unbeschreiblich, der Aufstieg für mich aber auch. Es war wieder einmal eine schwere Überwindung meiner Höhenangst.
Natürlich flanierten wir auch durch die vielen kleinen Geschäfte und genossen das Eis eines Eis-Weltmeisters (Gelateria di Piazza). Diese Eisdiele befindet sich direkt an der Piazza della Cisterna, dem Zentrum der Ortschaft. Wenn man schon einmal dort ist, muss man dieses Eis unbedingt probieren. Es war bis jetzt das Beste, welches ich je gegessen habe. Geschmacklich und von der Konsistenz her einfach unschlagbar. Die Auswahl ist gigantisch, kaum eine Variation, die es nicht gibt.
Aber nicht nur normale Touristen wie wir besuchen diesen Laden, nein auch die Prominenz. So waren zum Beispiel Sarah Wiener und viele andere zu Gast. Die zahlreichen Autogramme finden sich an der Wand der kleinen Eisdiele.
Zurück in Florenz spazierten wir über den Ponte Vecchio und bestaunten den Schmuck in den Vitrinen der dort ansässigen Juweliere. Zum Teil finden sich überhaupt keine Auspreisungen mehr. In der Mitte der Brücke, welche als einzige den zweiten Weltkrieg überstanden hat, ist der Ausblick zum Arno frei. Besonders malerisch ist das Ambiente, wenn gerade die Sonne untergeht und im Hintergrund ein Straßenmusiker für Stimmung sorgt.
Eines war besonders auffallend in Florenz gibt es nur Straßenmusiker, die wirklich etwas können, in Graz sind solche Künstler zur Seltenheit geworden. Vielfach sind es nur noch Personen, denen man am liebsten Geld geben würde, damit sie endlich aufhören zu singen, da sie keinen einzigen richtigen Ton treffen. Auch ist es kein Problem mit einem Verstärker auftreten und die Gastgärten müssen nicht um 22 Uhr dicht machen.

San Gimignano


Piazza della Cisterna


Ausbeute


Kulinarisches


Sonntag, 18.7.2010 - heute ging es wieder zurück nach Hause. Zuvor eilten wir noch kurz in die Altstadt von Florenz, denn ich wollte unbedingt noch eine graue Tasche kaufen. Gestern war bereits alles geschlossen und in San Gimignano gab es einfach keine und ohne wollte ich nicht heim fahren. Dieses Mal hielten wir in Padua. Eigentlich wollten wir Pizzaessen gehen, doch so rund um 15 Uhr beginnen die ganzen Restaurants zu schließen und öffnen erst wieder am Abend.
Bereits bei der Abfahrt in Florenz zogen dicke Gewitterwolken auf, auch die Poebene war bedeckt und in Padua war es nicht anders. Die Temperaturen hatten einen Normalwert erreicht und das Fahren war nicht mehr so anstrengend wie am Donnerstag bei Gluthitze.
Leider hatten wir in Padua ein bisschen wenig Zeit, aber auch eine Stunde mehr, hätte uns nicht erlaubt, die Stadt genauer zu erkunden. Der Dom war geschlossen sowie auch die meisten Geschäfte. Auch die Markthalle mit all ihren kleinen Läden, in denen vorwiegend Schmankerln verkauft werden, hatte dicht. Im Café Cavour verwöhnten wir uns mit Tramenzinni und kunstvoll verzierten Cremetörtchen. Leider war das Bestellsystem und die Bedienung umständlich und kompliziert. Die Speisen waren an der Bar zu bestellen, man bekam eine Nummer, welche am Tisch von der Kellnerin wieder mitgenommen wurde und irgendwann erhielt man auch das Gewünschte, wenn auch ein paar Mal nachgefragt wurde, ob man das wirklich wollte.

Padua


Observatorium


Von Padua aus ging es zügig zurück nach Österreich. Etwa um halb neun am Abend erreichten wir wieder Graz.