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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Sonntag, 4. Juli 2010

Aquileia - 20.6. bis 22.6.2008

Lange haben wir geredet und endlich war es soweit - Jakob hatte mir versprochen einen Einführungskurs ins Segeln zu geben. Termin war mehr oder weniger gut gewählt, da wir vergessen hatten, dass am 20. Juni der USI-Kleeblattlauf stattfindet, also blieb uns nichts anderes übrig, ein bisschen vom Lauf erschöpft, nach Aquileia zu düsen.

Am Samstag Mittag legten wir in der Marina ab, Ziel war die Lagune von Grado. Nach ersten Startschwierigkeiten kam ich mit unserem Beiboot (Mariechen) gut voran und segelte einigermaßen flott durch die Lagune. Am Abend wollten wir im Stadthaften von Grado anlegen, mussten aber leider feststellen, dass der Hafen gesperrt war, da eine Siegerehrung wegen einer Regatta stattfand. Nun gut, wieder zurück mit Marie in die Marina von Aquileia und mit dem Auto nach Grado - es war eine Menge los und dadurch relativ schwer einen Parkplatz für den Bus zu finden.
Die Plätze waren gerammelt voll mit Menschen, jeder wollte noch einen Blick auf die große Public-Viewing-Leinwand erhaschen. Wir zogen es doch lieber vor uns eine richtige italienische Pizza zu gönnen. Allerdings taten mir die Hummer leid, die in der Glasvitrine sitzen mussten (lebend!) und bloß darauf warteten bis ein Gast sie für seine Mahlzeit auserkor.
Die Nacht verbrachten wir am Schiff und nächsten Tag sollte Lektion 2 des 2-tägigen Segelkurses stattfinden. Diesmal waren wir bereits zu Mittag in der Lagune und machten auch gleich Mariechen klar. Nur auf zwei Dinge hatten wir bzw Jakob (der Experte) vergessen, die Strömung ging in die falsche Richtung und es gab kaum Wind. So dauerte es nicht lange bis Mariechen (ein 2,5m langes von Jakob selber gebasteltes Segelbooterl) weit ab vom gewählten Kurs war und auf den Gatsch zu steuerte. In letzter Sekunde konnten wir noch einen der Pfosten fassen, die den Weg für die Schiffe durch das Wasser markieren, um das Auflaufen an seichten Stellen zu verhindern. Nun gut schnell war das Tau festgebunden, aber was nun? Marie, das Mutterschiff war in "weiter Ferne" und losbinden hätte bedeutet irgendwo auf einer Sandbank, bewachsen mit Unmengen an Seegras zu landen.
Es blieb uns nichts anderes übrig als abzuwarten - in der brütenden Mittagshitze mitten am Meer, ohne Wasser :( Doch wenigstens für Unterhaltung war gesorgt: gleich gegenüber ankerte eine Motoryacht mit einem Pärchen mittleren Alters beide waren anscheinend Anhänger der Freikörperkultur und somit der Überzeugung nur nahtlose Bräune ist wahre Bräune!
Nach einer Stunde des Wartens und Gerede über Piraten, die Schiffe ausrauben, ließ die Strömung endlich nach und es kam etwas Wind auf, für uns bedeutete dies, der Weg zu Marie ist frei! Relativ flott konnten wir dann zu Marie aufkreuzen - Schiff war ok, nichts fehlte, kein fremder an Bord, keine Piraten - schnellstens Essen und Trinken und die Welt ist wieder in Ordnung.
Am Nachmittag gab es noch einen kurzen Sprung ins kühle Nass, dass Meer hatte bereits eine Temperatur von 27 Grad - herrlich, wenn man endlich mal drin ist.

Fotos auf Picasa

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