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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Mittwoch, 29. September 2010

Ein Kurzbesuch in Italien!

Letztes Wochenende starteten wir gemeinsam mit Ursula und Michael Richtung Italien. Unser Hauptquartier befand sich wie immer in Aquileia. Leider hatte der Wetterfrosch schon im Laufe der vergangenen Woche nichts Gutes prophezeit - ein Italientief hatte sich angekündigt und sollte vor allem eines mit sich bringen - Regen! Trotz der schlechten Aussicht wollten wir uns nicht entmutigen lassen und gar auf ein schönes Wochenende verzichten.
Jakob konnte relativ früh aus dem Büro raus und so fuhren wir bereits um 15 Uhr in Graz weg. Vorher gab es noch einen kurzen Zwischenstopp bei Deichmann, weil ich mir noch unbedingt etwas besorgen musste. Gott sei Dank war das Verkehrsaufkommen nicht übermäßig, so verloren wir durch diesen Abstecher nicht wirklich viel Zeit.
Die Wetteronkel und -tanten haben nicht immer recht, aber dieses Mal stimmte ihre Prognose haarscharf. Kaum erreichten wir das Kanaltal wurde das Wetter signifikant schlechter, regnerisch und kühl. In Udine regnete es bereits in Strömen, so dass Jakob gezwungen war das Tempo zu drosseln, weil er kaum noch etwas sah. In Aquileia war es vorerst wieder ein wenig besser, doch dieser Umstand sollte nicht allzu lange andauern.
Nachdem wir unsere Sachen in der Wohnung verstaut hatten, fuhren wir zur, unserer Meinung nach, besten Pizzeria rund um Grado. Sie liegt kurz vor dem Damm, wenn man aus Richtung Aquileia bzw Cervignano kommt. Sie ist eigentlich das einzige Lokal dort. Wenn ich mir den Namen gemerkt hätte, würde ich ihn jetzt verraten, aber dem ist leider nicht so, obwohl ich schon x-Male dort war. Die Pizzen und sowie das restliche Essen sind einfach empfehlenswert und das Lokal verfügt über ein sehr nettes Ambiente. Aber zurück zum Wetter, schon bei der Ankunft in der Pizzeria hatte es heftig zu regnen begonnen, während des Essens wechselte sich ein Gewitter nach dem anderen ab und der Regen wurde immer heftiger. Die Fenster lassen einen direkt auf die Lagune von Grado blicken und bei jedem Blitz wurde diese gespenstisch mit einem blau-violetten Licht erleuchtet.


An einen anschließenden Spaziergang in Grado war ohnehin nicht mehr zu denken, also fuhren wir zurück in die Wohnung. Ursula hatte vorgeschlagen ein paar Spiele mitzunehmen, falls das Wetter doch nicht mitspielt. Es war eine super Idee. Wir einigten uns auf DKT (Monopoly auf österreichisch) - eine Ausgabe aus Schillingzeiten! Die Partie konnten wir an dem Abend zwar nicht beenden, aber es zeichnete sich doch ein eindeutiger Trend ab, Jakob konnte sich in Wien mit vielen Häusern etablieren und das ist ja bekanntlich ein teures Pflaster.

Nächsten Morgen (Samstag) stand Padua am Programm. Das Wetter in Aquileia war noch immer schlecht und der heftige Regen hatte sogar die ganze Nacht lang angedauert - ohne Unterbrechung. In der Marina stand  das Wasser auch schon recht hoch. Padua wollten wir aber einfach nicht saußen lassen und entschlossen uns nach einem Frühstück im Mosaiko (tolle Konditorei) dorthin aufzubrechen. Von Aquileia bis nach Padua braucht man mit dem Auto etwa 1,5h, wenn man die Autobahn benützt. Die Maut schlägt sich mit 7,90 Euro pro Strecke zu Buche.
Die Auswirkungen der letzten Nacht waren im Umland deutlich zu sehen: abgebrochene Böschungen, Wein-Plantagen und Felder unter Wasser. Allerdings wurde das Wetter immer besser je weiter wir nach Süden kamen und in Padua selbst schien die Sonne - hier war die Schlechtwetterwalze eindeutig schon vorbeigezogen. Vorgenommen hatten wir uns nichts Besonderes, wir wollten einfach ein wenig durch die Stadt schlendern und ein paar Sehenswürdigkeiten ansehen, wobei die drei großen Kirchen sowie die Markthalle im Zentrum der Stadt im Vordergrund standen.
Übrigens ist am Samstag in vielen italienischen Städten Markttag  und viele, viele Standler bieten auf den einzelnen Plätzen der Stadt ihre Ware feil. Der größte Markt befindet sich auf einem halbrunden, großen Platz, welcher einem Amphitheater gleicht (Prato della Valle). Die Auswahl lässt keine Wünsche offen und im Gegensatz zu unseren Märkten kann man dort wirklich einkaufen, weil es nicht nur Tschantsch und Plunder gibt.

Rathaus


Bacchiglione (Fluß)


Stadtansichten






Rathaus


Markthalle und Markt (Palazzo della Ragione)


















Domplatz



Basilika der hl. Justinia (Prato della Valle)


Prato della Valle




Platz neben Basilika des hl. Antonius


Heimfahrt


Am Abend ging es wieder zurück nach Aquileia. Bei diesem Ausflug haben wir eines gelernt, wenn man Nachts etwas aus der Apotheke braucht, darf man sich nicht auf die Notdienstangaben der örtlichen Apotheke in Aquileia verlassen. Der Grund hierfür liegt darin, dass Aquileia noch zum Bezirk Udine gehört und somit nur Apotheken mit Nachtdienst aus dieser Region angeführt werden. Grado, welches ja nur ein paar Minuten entfernt ist, wird nicht angezeigt, obwohl immer eine der zwei vorhandenen Apotheken offen hat, weil es bereits zur Region Gorizia (Görz) gehört.

Der Sonntag begann wieder mit einem ausgiebigen Frühstück in der Konditorei Mosaiko, danach ging es nach Grado zum Flanieren und zum Strandspaziergang. Mit dem Wetter hatten wir wieder richtig Glück, denn in Grado war das Wetter wesentlich besser als in Aquileia, obwohl die beiden Orte nur 10km auseinander liegen.

Hafen von Grado


Ein ungleicher Kampf





Strand















Zum Abschluss noch ein gutes Essen


Kommentare:

  1. Hallo Kathrin,

    du hast ganz tolle Fotos gemacht, besonders die vom Strand finde ich bemerkenswert! Auch dein Bericht ist sehr abwechslungsreich und sorgfältig geschrieben. Sehr lesenswert.

    Weißt du, wir sind in diesem Jahr seit langer Zeit mal wieder in die Toskana gefahren und hatten solches Glück, denn eine Woche später muss das Wetter schauderhaft gewesen sein und es gab sogar Tote wegen der Erdrutsche.

    Wir haben einen sizilianischen Hintergrund und sind daher oft auf Sizilien, waren aber auch öfter in Californien, Washington, Oregon, Nevada, Alaska. Das Schönste, das ich je sah, das war Alaska! Aber auch Australien, das ich mit meiner Tochter besucht habe, hat mich beeindruckt.

    Was ich aber auch gerne mal besuchen würde, das wäre die Mongolei und auch Spanien.

    Ich wünsche dir noch viele schöne Reisen und uns davon Berichte!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  2. Hallo Brigitte!

    In der Mongolei waren wir 3 Jahren - dieses Land muss man einfach gesehen haben, es ist gigantisch. Man kann es schwer in Worte fassen, da wir Menschen aus Mitteleuropa es nicht gewohnt sind, auf einer Strecke von mehreren Kilometern keine Anzeichen von Zivilisation im Sinne von unseren Städten und Dörfern zu finden. Aber dafür gibt es reichlich wunderschöne Natur!

    Die Toskana ist wirklich schön, wir möchten unbedingt wieder einmal dort hin fahren. Aber ich kann mir das gut vorstellen, wie es zugehen muss, wenn das Wetter nicht mitspielt.

    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

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