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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Samstag, 1. Januar 2011

Berlin!

27.12.2010
Heute am Vormittag starteten wir mit der AirBerlin nach – ratet mal – Berlin. Es handelt sich dabei um unsere gemeinsame Sponsionsreise. Vor zwei Jahren hatte ich Jakob einen Gutschein zu seinem Studienabschluss für diese Fluglinie geschenkt und heuer habe ich als Ergänzung das Hotel aussuchen dürfen.
Unser Flug ging pünktlich um 10.45 Uhr von Graz nach Berlin. War das Wetter in Graz sonnig und wolkenlos, erwarteten uns in der Hauptstadt Deutschlands Schneefall und wesentlich eisigere Temperaturen als zu Hause. Nachdem wir endlich unser Gepäck am Flughafen Tegel in Empfang nehmen konnten, machten wir unser auf die Suche nach unserem Hotel. Eine Angestellte am Airport erklärte uns, dass wir mit der Buslinie 128 bis zur Station Osloer Straße fahren und von dort aus mit der U-Bahn 6 weiterfahren sollten bis zur Residenzstraße. Gesagt, getan.
Etwa eine Stunde später checkten wir im Ibis Hotel Airport Tegel ein. Wie immer bietet diese Hotelkette ein perfektes Quartier für eine Stadtbesichtigung – günstig, sauber und an einem zentralen Punkt gelegen.
Natürlich wollten wir unsere Berlin-Besichtigung nicht hungrig beginnen, doch wo sollten wir etwas Essen gehen? Zuerst fuhren wir mit der U-Bahn in die Innenstadt – Berlin Alexanderplatz – und entschieden uns kurzer Hand für einen McDonalds, wir hatten keine Lust viel herumzusuchen und auf die Schnelle konnten wir dort nichts Einladendes finden.

Die erste Station unserer Berlin-Tour war die Museumsinsel, auf welcher sich auch das bekannte Pergamon-Museum befindet. Dieses war als Fixpunkt schon lange eingeplant gewesen - der Grund: in den letzten zwei, drei Jahren waren wir doch einige Male in der Türkei unterwegs, heuer sogar in Syrien und Jordanien und in diesem Museum finden sich viele Ausstellungstücke – große und kleine – genau aus diesen Gebieten. Unter anderem kann man dort den Pergamon-Altar insbesondere das Fries besichtigen, seine Reste wurden in der Akropolis des heutigen Pergama abgetragen und kamen nach Deutschland. Teile einer Wüstenfestung (Mschatta-Fasade), ca. 20 km von Amman, Jordanien, entfernt, gehören ebenso zu den Highlights wie das Ischtartor aus dem antiken Babylon.

Gegen Nachmittag wurde der Schneefall wieder dichter. Berlin sah so verschneit richtig weihnachtlich aus. So ließen wir es uns nicht nehmen, nach dem Museumsbesuch noch einen kurzen Rundgang in der Innenstadt zu machen sowie einige „Nachtfotos“ aufzunehmen. Unsere Ziele waren der  Reichtstag und das Brandenburgertor.  Den Abend ließen wir schließlich in einem netten italienischen Lokal – Vapiano – ausklingen.

Start in Graz Thalerhof



Berlin Tegel



vereiste Spree



Unter den Linden


Brandenburger Tor


Reichstag 
wegen Terrorgefahr ist die Kuppel noch immer gesperrt



"unsere" U-Bahn-Station Residenzstraße


... antiquiertes Design



28.12.2010
Geschneit hat es heute nicht mehr, dafür fiel die Temperatur über Nacht weit unter null – es hatte um die minus 12°C  – kein Scherz.
Unsere erste Station war der Botanische Garten in Dahlem. Um dahin zu kommen mussten wir zuerst mit der U8 bis zum Bahnhof Gesundbrunnen fahren und von dort aus weiter mit der S1 bis zur Haltestelle Botanischer Garten, allein die Fahrt mit der U-Bahn dauerte eine dreiviertel Stunde. Solche Entfernungen innerhalb der Stadt zurückzulegen sind wir aus Graz überhaupt nicht gewohnt. Würde man zu Hause sich für dieselbe Zeit in den Zug setzen, wäre man schnell in einem ganz anderen Teil der Steiermark.
Der Botanische Garten ist ein echtes Juwel, er erstreckt sich über ein riesiges Areal und beherbergt neue und alte Gewächshäuser sowie ein botanisches Museum. Nun das Freigelände im Winter kann man sich das Freigelände ohnehin sparen, da es schlicht und einfach nichts zu sehen gibt, zudem lagen die Pflanzen unter einer dichten Schneedecke verborgen. Umso vielfältiger präsentierten sich dafür die Gewächshäuser. Das Glashaus in dem die mediterranen Pflanzen untergebracht sind, besichtigt man am Besten gleich als erstes, da es nicht in den Rundgang wie die übrigen Gewächshäuser integriert wurde. Allerdings blühte jetzt im Dezember dort eher wenig. Umso interessanter waren aber die einzelnen Tropenhäuser. Ein Haus ist ganz und gar den Camelien, Azaleen und Rhododendren gewidmet und ein echtes Muss für Liebhaber dieser Pflanzen. Ein anderes wiederum den Kakteen – großen, kleinen, dicken und dünnen. Es ist schier unglaublich welchen Artenreichtum die Natur hervorzubringen vermag.
Kurz gesagt der Botanische Garten ist wirklich sehenswert, allerdings sollte man genug Zeit einplanen. Wir waren dort bis zum frühen Nachmittag unterwegs.
Bei der Rückfahrt in die Stadt  hatten wir allerdings weniger Glück. Aufgrund des Schneechaos kam es zu zahlreichen Ausfällen bei den ohnehin nur noch im Notbetrieb verkehrenden S-Bahnen. So standen wir fast eine halbe Stunde in der Kälte (es hatte doch an die – 10 Grad Celsius) bis endlich ein Zug einrollte und uns bis zum Potsdamer Platz brachte.

Der Potsdamer Platz hat rein historisch viel zu bieten. Quer über diesen Platz verlief die ehemalige Grenze der DDR und somit die Mauer, deren Reste noch stellenweise zu finden sind und heute eine richtige Touristenattraktion darstellen – wir haben uns natürlich auch mit der Mauer im Hintergrund fotographiert. Doch bevor wir uns wieder ans Sightseeing machten, mussten wir uns bei heißem Kaffee und Tee aufwärmen. Wir hatten schon gestern die Kette „Dunkin’ Donut“ entdeckt, welche wir bereits aus Barcelona kannten und konnten auch dieses Mal nicht der großen Auswahl an verschiedenem Germgebäck wiederstehen, auch, wenn diese in Spanien noch etwas umfassender war. Nach der Stärkung nahmen wir das Sony-Center etwas genauer unter die Lupe, es befindet sich auf jenem Areal wo einmal das Grand Hotel Esplanade stand. Der Kaisersaal dieses Jugendstilbaues wurde teilweise in den neuen Gebäudekomplex integriert. Viel ist davon jedoch nicht mehr erhalten, die Bomben leisteten ganze Arbeit. Das heutige Luxushotel am Potsdamer Platz ist das Ritz Carlton – ein Megaschuppen!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in den Potsdamer Arkaden einem der großen oder jedenfalls größeren Einkaufszentren der Stadt. Dort war es wenigstens warm, gefroren hatten wir schon genug. Am Abend trafen wir uns mit Kerstin, einer Bekannten aus Graz, die eigentlich eine waschechte Berlinerin ist, aber vier Jahre in der Steiermark lebte. Sie entführte uns in die Skybar Solaris, von welcher aus man über die gesamte Stadt blicken kann. Von ihr erfahren wir auch, warum der Schnee nur platt gewalzt wird und nicht mehr weggeschoben – in Berlin liegt schon seit vier Wochen Schnee und der Stadt sind die Mittel ausgegangen um mit dem Schnee noch zu Rande zu kommen. Interessant! Uns haben die verschneiten Straßen jedenfalls gut gefallen, nur blöd, wenn es doch zu tauen beginnt, dann gibt es Matsch ohne Ende.
Zum Essen fahren wir nach Kreuzberg. Es gibt Falafel in einem urtürkischen Tschecherl namens „1001 Falafel“. Abschließend ging es noch in eine namenlose aber dafür „kiezige“, tretenvolle Bar in der gleichen Straße.

Botanischer Garten Dahlem






Sony Center - Potsdamer Platz



Reste der Mauer am Potsdamer Platz







Reste des Kaisersaals 
befand sich im ehemaligen Hotel Esplanade


Potsdamer Arkaden



Weltzeituhr am Alexanderplatz


Blick über das nächtliche Berlin von der Skybar aus


in der "kiezigen" Bar in Kreuzberg... Afri Cola und...


...Tannenzäpfle Bier






29.12.2010
Ohne dicken Schal, Haube und Handschuhe brauchte man auch heute das Hotel gar nicht verlassen. Es war wieder einmal saukalt – etwa – 10°C. Unser heutiges Ziel war das Deutsche Technische Museum in Berlin. Es blieb auch unser einziges, denn es ist so umfassend, dass man darin locker den ganzen Tag verbringen kann ohne sich zu langweilen. Eine ganze Abteilung ist dem deutschen Eisenbanhwesen gewidmet – vom Anfang an bis zum heutigen Tage, auch eine alte Dampflock der Graz-Köflach-Bahn hat sich unter die Ausstellungsstücke geschlichen, sie versah bis in die 1960er Jahre hinein brav ihren Dienst. Ein besonderes Kleinod ist aber wohl der Reisewagon von Kaiser Wilhelm II., leider ist er noch nicht vollständig restauriert, aber die bisherige Arbeit lässt bereits die Pracht und den Luxus dieses einzigartigen Stücks erahnen.
Besonders erstaunt war ich darüber, wie früh bereits die Elektrifzierung der Bahn begonnen hat, dieser Umstand war mir noch nie so richtig bewusst. Die erste elektrische Lock wurde von Siemens Ende des 19. Jahrhundert gebaut. Bis der elektrische Antrieb zum Standard wurde dauerte es natürlich noch länger.
Die wohl größten Probleme lagen aber nicht darin, die Fortbewegung mit dem Zug schneller zu machen, die 200 km/h Marke war relativ bald geknackt, doch die Dampfrosse konnten nicht effizient bremsen, so kam es immer wieder zu schrecklichen Unfällen. Der Durchbruch gelang schließlich einem deutschen Erfinder und Ingenieur, welcher alte Ideen aufgriff und ausfeilte. Leider habe ich den Namen des guten Herrn vergessen und kann Euch daher nicht mehr erzählen.
Interessant waren jedoch auch die Sammlungen über die Fotographie und Videotechnik, sowie über die Luftfahrt - so haben wir gelernt, dass die erste Flugbegleitung in einem richtigen Verkehrsflugzeug schon 1927 eingesetzt wurde – sowie das Schiffswesen. Besonders beeindruckt haben mich die vielen detaillierten Schiffsmodelle aus den verschiedensten Epochen.
Natürlich macht so ein Tag im Museum hungrig – wie gut, dass es auch ein Restaurant dort gab. Der Verkaufschlager schien die Curry-Wurst mit Pommes Frites zu sein. Wir schlossen uns der Masse an und bestellten uns auch so eine Wurst. Wahrscheinlich war es nicht die beste Adresse um diese Berliner Delikatesse zu probieren, denn so richtig überzeugen konnte uns dieses Essen nicht.
Allerdings scheint es in Berlin überhaupt schwierig zu sein, gutes Essen zu finden. Kann man hier in Graz bzw überhaupt in Österreich zwischen einer Vielzahl von Beiseln mit „Hausmannskost“ auswählen, fehlt diese Komponente offenbar völlig in Berlin – Bratwurst kombiniert mir Grünkohl angeboten auf einem Weihnachtsmarkt, ist nämlich nicht gerade so der Renner. Berlin ist anders. Anders als zum Beispiel München dort kann man sich vor gutem Essen nicht retten und muss aufpassen, dass man sich nicht „überfrisst“. Nun ja, am Ende fanden wir eine wirklich tolle Slow-Food-Kette namens „Vapiano“ – „Geh langsam“, aus Ermangelung an anderen Lokalen aßen wir dreimal dort.

Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter zum Kurfürstendamm. Eigentlich wollten wir ins KaDeWe (Kaufhaus des Westens), schlugen aber anfangs die falsche Richtung ein und liefen somit ein wenig länger in der beißenden Kälte herum.
Das KaDeWe ist wirklich ein Highlight in Berlin – man muss es gesehen haben. Gerade der Feinkostabteilung im 6. Stock sollte man einen Besuch abstatten. Dort gibt es alles was das Herz begehrt, angefangen bei den feinsten Garnelen und köstlichem Hummer, süßen Torten, Brötchen und und und. Eigentlich ist das ganze Stockwerk wie ein kleiner Supermarkt eingerichtet, unterteilt in verschiedene Themenecken – Marmeladen und Honig, eingelegtes Gemüse, Fisch, Fleisch, Milchprodukte und sogar Zeitungen.
Wir gönnten uns eine leckere Torte!

Curry Wurst im Technischen Museum


Schokoladekuchen und Topfentorte im KaDeWe


Bummel am Kurfürstendamm


Kaufhaus des Westens




Essen im Vapiano





30.12.2010
Unser letzter Tag in Berlin! Die letzten Tage waren doch recht anstrengend gewesen und wir waren mittlerweile schon etwas kulturmüde, nachdem wir uns jeden Tag ein Museum angeschaut haben. Zum Bummeln war es allerdings viel zu kalt und so beschlossen wir, noch das DDR-Museum zu besuchen. Jedoch einen Tag vor Silvester begann sich die Stadt zu füllen und dieser Umstand machte auch vor den Museen nicht halt.
Das DDR-Museum ist zweifelsfrei recht spannend und umfangreich gestaltet, wie versprochen ein Museum zum Anfassen. Trotzdem kann es auch nur eine bestimmte Menge an Leuten fassen, damit man auch wirklich etwas davon hat. Diese Menge war jedoch hoffnungslos überschritten, man wurde nur noch durchgeschoben und durchgewutzelt, man konnte sich nichts mehr in Ruhe ansehen.
Im Madame Tussauds verteilten sich die Leute etwas besser und so war es problemlos möglich Fotos mit Nicolas Sarkozy, dem Papst, Britney Spears und Lady Gaga zu machen. Bei letzteren beiden war ich total verwundert wie klein diese Frauen sind, selbst, wenn sie hohe Schuhe tragen und wie dünn sie sind!!! Jakob posierte gemeinsam mit Nicole Kidman und Shrek.

 Alexanderplatz


Fernsehturm


Rote Rathaus



Wasserpalast


Ampelmännchen


Dom


DDR-Museum


Mützenverkäufer vor dem Berliner Dom


hier stand einmal der Palast der Republik oder auch Erichs Lampenladen genannt


Fernsehturm verschwindet im Nebel


Jakob als Lady Gaga im Madame Tussauds




31.12.2010
Heimflug!





... in Graz war das Wetter nicht viel besser


Kommentare:

  1. Danke für das Lob für meine Bilder,
    ich bin ja überrascht , wer alles so meinen Blog liest,
    und Eure Reisensind ja nicht zu toppen, schöne Bilder aus Berlin zeigt ihr, da kommen Erinnerungen an Berlin vor vielen Jahren , als die Grenzen noch zu waren... Frauke

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  2. Vielen Dank für Deinen Besuch. Der Garten und das Reisen sind meine großen Hobbies :) In Berlin gibt es aber so viel zu sehen, dass 3,5 Tage dafür einfach nicht ausreichen, nicht einmal annähernd.

    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

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  3. Das wäre wirklich mal wieder eine Reise, die ich gerne machen würde. Ich kenne es auch - 1965, Abschlussfahrt der Realschule.

    Aber deine tollen Aufnahmen und Zeilen könnten appetitanregend sein!

    Lieben Gruss von der Donau bei Ulm, Brigitte

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  4. Vor dieser Reise war ich auch schon mal in Berlin, war ebenfalls ein Schulausflug (5. Klasse Gymnasium). Das war so ziemlich die beste Reise, die wir mit der Schule gemacht haben. Wir sind damals mit dem Bus von der Obersteiermark nach Berlin gefahren :)

    lg kathrin

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