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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Dienstag, 22. März 2011

Efeu, die Geisel des Gärtners oder die Gestaltung eines Schattenbeetes!

Lange haben wir überlegt,  aber nun haben  wir uns doch dazu entschieden den Efeu hinter unserem Gemüsebeet zu entfernen. Anfangs gingen wir noch von etwa zwei, höchstens drei Tagen Arbeit aus,  dies mussten wir jedoch  schnell relativieren. Mittlerweile sind wir mit dem Projekt Efeu-Entfernung schon seit etwa einer Woche beschäftigt und konnten gerade einmal einen kleinen Teilbereich fertigstellen. Aber am Besten erzähle ich Euch die Geschichte von Anfang an.
Unseren Gemüsegarten haben wir vergangenes Jahr an einer bis dorthin eher unbenutzten Stelle des Gartens angelegt. Gleich ein paar Schritte hinter dem Beet findet sich ein massiver und recht hoher Holzzaun, welcher mehr Schatten spendet als es uns oft lieb ist.
Jedenfalls fand der Efeu im Schatten des Zaunes sowie der Bäume und der Sträucher ideale Bedingungen für seine Invasion im Garten. Still und leise, ja fast unbemerkt, konnte er Stückchen für Stückchen Wiese für sich gewinnen und machte daneben jeder Pflanze, die sich ihm in den Weg stellte den Garaus. Etliche Sträucher und eine Rose hatten den Kampf gegen das immergrüne Monster verloren und ihre Überreste mussten nun entfernt werden. Doch wo anfangen, wenn der ganze Boden mit Efeu-Ranken bedeckt ist? Ja, man nicht einmal mehr der Rechen gute Dienste leisten kann, weil er sich ständig verheddert?
Die ersten paar Tage glichen einer Sisyphusarbeit - für jede Ranke, die wir händisch ausrissen oder mit einer Hacke durchtrennten, fanden sich versteckt unter der Erde sicher zwei, drei weitere. Bis jetzt haben wir locker zehn Scheibtruhen voll mit Efeu und Gestrüpp auf den Komposthaufen gekarrt.
Gott sei Dank sind wir heute Abend so weit gekommen, dass Jakob schon die ersten Fuhren frischer Erde am "Tatort" ausbringen konnte und ich morgen, wenn es passt, mit der Gestaltung des Schattenbeetes beginnen kann. Ein Traum wird es wohl bleiben den Efeu wirklich rückstandslos zu entfernen...

Efeu, auch Hedera genannt, braucht laut meinem schlauen Gartenbuch etwa ein Jahr zum Anwachsen und breitet sich danach rasant aus. Zu Gute kommt ihm dabei, dass ihm weder Wind noch Wetter etwas ausmachen. Auch Frost verträgt er sehr gut - zu Ausfällen kommt es daher eher selten. Im Herbst soll er sogar  blühen, obwohl mir dies bis jetzt noch nie aufgefallen ist. Allerdings kann ich nun aus eigener Erfahrung die durch den Saft des Efeus hervorgerufenen Hautreizungen bestätigen.

Kommentare:

  1. Hallo Kathrin!
    Bei uns geht es mit dem Efeu, seitdem er in diesen langen kalten Wintern immer sehr zurückfriert. Dann schafft er kaum noch bodenkriechende Triebe...
    VG
    Elke

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  2. Liebe Kathrin,
    er kann auf dem Kompost weiterwachsen...
    Da habt Ihr aber ordentlich geschuftet. Aber so ein Schattenstaudenbeet macht viel Freude!
    Bin schon gespannt auf die Bilder.
    Viele Grüße
    Renate

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  3. Hallo Kathrin,
    der Efeu blüht erst, wenn er schon etwas älter ist. Die Blüte ist recht unscheinbar, fällt dann aber trotzdem auf, weil sie so viele Bienen anzieht. Ich mag Efeu sehr und hab schon eine kleine Sammlung. Überwiegend langsamwachsende Sorten, die ganz gesittet in Töpfen wachsen. Im Beet finde ich ihn auch etwas lästig.
    LG Martina

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  4. Keine Frage natürlich ist der Efeu an sich schön, doch in freier Wildbahn kann er ziemlich lästig werden. Ihn in Töpfen zu halten ist eine gute Idee.

    Liebe Renate, unser Komposter ist ohnehin mit Efeu bewachsen, also ist das nicht so schlimm, wenn er dort weiterwächst, wobei ich aber glaube, dass er unter der dicken Laubdecke erstickt.

    lg kathrin

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  5. hallo kathrin,
    ich kann mir vorstellen, wie du grade gegen den efeu kämpfst.
    ich mag efeu gerne ansehen, aber, wenn man ihn wo nicht will...
    wir haben rund ums haus efeu, weil die nachbarn damit ihre zäune begrünt hatten und am haus ist er inzwischen auch schon extremst.
    als wir unsere auffahrt bekamen, habe ich die wurzeln von einigen efeus gesehen,armdick! da habe ich gedacht, den werd ich nie los.

    am haus zippel ich nur rum.. und halt ihn gesittet. aber hinten im garten habe ich den kampf gegen ihn schon ganz gut im griff. meine blumen soll er nciht überwuchern.
    ich muss nur schauen, dass er vom zaun nicht zu sehr rüberkommt.
    blüten gibts bei uns auch und im moment haben einige efeus sogar sowas, wie beeren.
    ja, ich kann mir vorstellen, was für einen kampf ihr da führt....
    lg
    alke

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  6. Oh Alke, Du verstehst mich. Bei uns haben auch die meisten Nachbarn Efeu an ihren Zäunen und an manchen Stellen ist er durchgewachsen. Efeu ist so lange ok, so lange er nicht Wiese, Blumen und Sträucher verdrängt.

    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

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  7. Efeu ist nicht gleich Efeu, manche Arten/Sorten sind absolut winterfest und werden mit den Jahren eine Pest ;-). Ich kann auch ein Lied davon singen.
    Allerdings lieb ich auch diesen alles verschlingenden den Efeu: in der Kiefer ( unser Hausbaum) ist er mit den Jahren nach oben geklettert, hat die Altersform erreicht ( er blüht, er fruchtet, er hat eine andere Blattform) und ist Niststätte für diverse Vögel.
    Ein panaschierter Efeu , der eine Pergola begrünen sollte, hat wohl diesen Winter nicht überlebt. Und dann habe noch den aufrecht und langsam wachsenden Hedera helix 'congesta', einer meiner Favoriten bei den Efeus.
    LG
    Sisah

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  8. Wenn er wohin passt, ist Efeu wirklich schön anzusehen, aber mir wäre er über kurz oder lang in den Gemüsegarten hinein gewachsen und das finde ich dann doch nicht mehr so erbauend. Außerdem haben wir noch so viele Stellen im Garten, die mit Efeu überwachsen sind.

    lg kathrin

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