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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Montag, 30. Juni 2014

Obst und Beeren!

Es ist Ende Juni, es ist (meistens) warm, es ist feucht, wir haben nahezu sprichwörtliches Treibhauswetter, wenn nicht gerade ein durchziehendes Tief den Sommer durchkreuzt. Dies macht sich nicht nur beim Gras bemerkbar, sondern auch bei sämtlichen meiner Obstbäumchen und Beerensträuchern. Kennt Ihr das nicht auch? Einige sind so kräftig gewachsen, dass Ihnen ein sommerliches Styling gut tun würde, doch wo ansetzen? Immerhin möchte man schließlich auch nächstes Jahr auch Obst und Beeren ernten, also wäre es nicht gerade förderlich, das Fruchtholz zu ruinieren.


Meine Säulenbäumchen müssen zum Glück so gut wie gar nicht geschnitten werden - sie wachsen sehr langsam und kompakt, doch beim Wein, dem Weinbergpfirsich und der Zwergreneklode sieht das schon ganz anders aus. Insbesondere der Wein ist in den letzten Jahren recht "hacksat" (unförmig) gewachsen, da ich ihn, ich gebe es zu, nie richtig geschnitten habe. Eine große Hilfe war mir daher eines der neuen Bücher vom BLV-Verlag "Das BLV Handbuch Obst - Umfassendes Expertenwissen: Obstgehölze & Beerensträucher" von Martin Stangl. Vielen Dank!
Das Buch ist sehr umfassend und genau, insbesondere das Richtige für jemanden, der große Freude an der Pflege, Vermehrung, Veredelung und Auswahl an diesen langlebigen Pflanzen hat. Jeder Obst- und Beerenart ist ein eigenes Kapitel gewidmet, wo in Kürze die wichtigsten Informationen vermittelt werden. Daran angeschlossen ist jeweils eine ausführliche Sortenbeschreibung, die auch auf einzelne Vor- und Nachteile eingeht, z.B. bestimmte Resistenzen oder Anfälligkeiten.



Mich haben ganz besonders die Kapitel über Pflege und Pflanzenschutz angesprochen, denn Dank der detailliert beschriebenen Schnittanleitung, hat der Wein wieder eine ganz ordentliche Frisur.



Neben diversen Schnitt- und Pflegeanleitungen für sämtliche Obst- und Beerensorten, die auch für Laien ohne weiteres umsetzbar sind, enthält das Buch im Kapitel Pflanzenschutz auch eine auf jede Obst- und Beerenart abgestimmte Übersichtstafel über die gängigsten Schädlinge und Krankheiten . Auch in meinem Garten wurde ich fündig - erschreckend oft:

Schwarze Kirschblattläuse laben sich an meinem Zwergkirschbaum und werden natürlich von den Ameisen gehegt und gepflegt. Daneben versuchte sich auch Monilia-Spitzendürre im Frühling, begünstigt durch das feuchte Wetter, im Baum breit zu machen, ein Rückschnitt bis ins gesunde Holz, wie auch im Buch empfohlen, wirkte wahre Wunder!


Mittlerweile weiß ich auch, dass ich bei meinem Marillenbäumchen nichts falsch gemacht habe, sondern es in der Natur dieses Obstgehölzes liegt einfach abzusterben zu können - von heute auf morgen, ganz ohne Vorwarnung. Außer diesem Bild ist mir daher von meiner Marille nichts mehr geblieben ....


Die Nektarine und der Weinbergpfirsich litten aufgrund ihrer suboptimalen Standorte in den letzten zwei Jahren an der Kräuselkrankheit, welche heuer ganz massiv auftrat und beide Bäumchen ordentlich quälte.


Dieses Buch von Martin Stangl bietet wirklich in jeder Hinsicht eine sehr gute Hilfestellung. Mich wird es jedenfalls von nun an die ganze Saison über begleiten. Erleichtert wird dies auch ungemein durch das Kapitel "Der Obstgarten im Jahreslauf", so dass ich bestimmt keine wichtigen Pflegemaßnahmen mehr verpasse.

Baba und gute Nacht :)

Kommentare:

  1. Liebe Kathrin,
    das muss wirklich ein tolles Buch sein. Aber man muss auch das
    entsprechende Händchen haben, so wie du.
    Dein Garten ist ein kleines Paradies.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Vielen Dank für das Kompliment - der Garten ist noch in der Entstehungsphase, mal sehen, ob er ein Paradies wird.

      lg kathrin

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  2. Hallo Kathrin,
    so ein Buch bräuchte ich auch mal. Bei den Johannis-Beerensträuchern ist das Schneiden ja schon ganz gut gelungen. Auch Himbeeren und Brombeeren finde ich unproblematisch. Aber mit den Bäumen kenne ich mich auch nicht gut aus. Die Kirsche ist schon riesig, aber hatte nur drei Kirschen. Sie braucht dringend mal einen Schnitt. Na, und Läuse am Apfelbaum und verschiedene komisch aussehende Blätter gibt es auch.
    Schade, dass dein Merillenbaum eingegangen ist.

    LG Sigrun

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    1. Liebe Sigrun, ich kam bislang mit dem Schneiden von Sträuchern auch besser zurecht als bei Bäumen und dem Wein. Letzteren habe ich irgendwann einmal bestimmt falsch geschnitten, denn er ist ziemlich wild aus der Form gelaufen. Beim Weinbergpfirsich habe ich heuer im Februar recht herumprobiert, die Krone sieht ganz ok aus, aber ob es richtig war, weiß ich nicht. Ich werde mich in Zukunft an die Schnittanleitungen des Buches halten.

      lg kathrin

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