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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Samstag, 26. Juli 2014

Alte Nutzpflanzen!

By On 18:23
Hier bin ich wieder! Sorry, für die Blogpause, aber in letzter Zeit konnte ich einfach nicht so ganz wie ich wollte. Nun sollte es aber wieder bergauf gehen - hoffentlich! Zurückmelden möchte ich mich mit einem sehr interessanten Buch, welches im BLV-Verlag erschienen ist. 

mit Klatschmohn lässt sich eine intensiv rote Mohntinte herstellen

Auch, wenn es dieser Blog nicht ganz vermuten lässt, bin ich eine große Geschichteliebhaberin kombiniert mit einem Faible für alles Grüne und Blühende, als diese bin ich beim Lesen des Buches "Alte Nutzpflanzen wieder entdeckt - Traditionelles Wissen für den Alltag" von Gertrud Scherf voll auf meine Kosten gekommen. Beschrieben werden, wie der Titel schon verrät, alte Nutzpflanzen, also Pflanzen die zum Färben von Stoffen, für die Wäschepflege (z.B. mit Hilfe von Rosskastanien), zum Herstellen von Besen oder einfach für den Ersatz bestimmter Lebensmittel gepflanzt wurden, weil diese etwa wegen Kriegswirren nicht mehr zur Verfügung standen oder in der Nachkriegszeit nicht mehr erschwinglich waren (z.B. Kaffeeersatz). Darüber hinaus werden jedoch auch lang erprobte Pflanzen zur Abwehr von Schädlingen als auch Pflanzen, die früher bei spielenden Kindern beliebt waren, vorgestellt.


Ich bin immer wieder erstaunt über die Tatsache wie viele Redewendungen, ohne einen Gedanken auf deren Ursprung zu verschwenden, wir verwenden, die auf Handwerkstätigkeiten im Mittelalter zurückzuführen sind. Dieses Buch bietet eine Fülle davon. Wer zum Beispiel ausführlich wissen möchte, worauf das Sprichwort "blaumachen" zurückgeht, kann sich mit der Literatur von Fr. Scherf schlauer machen.

Mancher Orts erhielten sogar ganze Landstriche den Namen jener Nutzpflanze, die dort angebaut wurde. In Kärnten in der Nähe von Friesach bzw. Gurk und Althofen gibt es das Krappfeld. Ich wusste zwar, dass es sich dabei um Pflanze handelte, die vorwiegend zum Rotfärben von Kleidung angebaut wurde, mehr aber auch nicht. Neu war mir, dass Krapp oder auch Färberröte genannt, früher auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt wurde, aber aufgrund seiner Inhaltsstoffe heute nicht mehr zugelassen ist.

Must-Have zur Herstellung von Gänseblümchenketten :)

Die Pflanzenportraits enthalten neben einer botanischen Beschreibung der Pflanze, Angaben zum Vorkommen, der Verwendung im Haushalt, Handwerk und Kinderspiel, als auch Informationen zu Heilzwecken sowie zu Geschichte, Mythos und Magie. Zudem enthält jeder Steckbrief Bilder und Warnhinweise, sei es weil es giftige Doppelgänger gibt, die nur schwer zu unterscheiden sind oder schlicht und einfach weil die Pflanze selbst giftig ist.

Das Buch schließt mit einer Vielzahl an praktischen Anleitungen ab, in welchen ausführlich erklärt wird, wie man mit Hilfe traditioneller Techniken und unter Einsatz der vorgestellten Pflanzen, z.B. Ostereier oder Wolle färben kann. Interessant ist auch die Beschreibung zur Herstellung von brauner bzw. blauer Tinte, welche anschließend mit Gänsekiel, Glas- oder Stahlfedern benutzt werden kann. 

Tee

Wer im Haushalt gerne auf alternative bzw. biologische Produkte umsteigen möchte oder einfach wie ich Interesse an Geschichte hat, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen! Die Autorin freut sich übrigens, wenn sie weitere Informationen zu alten Nutzpflanzen erhält, um dieses alte Wissen konservieren zu können.

Bis bald und baba!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Aus dem Gemüsegarten!

By On 23:50
Schön langsam kommt der Gemüsegarten in Schwung, der erste Zucchino ist bereits geerntet. Heuer müssen wir allerdings wirklich darauf achten, dass wir beim Essen am Ball bleiben, denn ansonsten wachsen uns die beiden Pflanzen genauso wieder über den Kopf wie letztes. Ein Teil der letztjährigen Ernte wartet nämlich noch immer im Tiefkühler auf seinen Einsatz.


Die Tomaten blühen üppig vor sich hin und haben auch schon einige Früchte angesetzt. Ein paar Pflanzen haben allerdings in letzter Zeit zu kränkeln begonnen und zeigen welke Blätter. Es wirkt ein wenig so, als hätte ich sie zu oft gegossen, was ich aber ausschließen kann.




Zwar werden dieses Jahr die Zucchini- und Gurkenpflanzen weitestgehend von den Schnecken verschont, allerdings werden sie jetzt von Ameisen angenagt. Ein recht großes Nest habe ich nun auch beim zweiten Hochbeet gefunden - wahrscheinlich liegt es am doch allzu milden Winter, dass alle diese Tierchen überlebt haben. Ich werde eine Bekämpfung mit Natron probieren. Vielleicht hilft es ja!


Heuer haben so viele Paprikapflanzen gefruchtet wie noch nie. Es liegt bestimmt an der tollen Überdachung, die Jakob gebaut hat. Zum ersten Mal haben z.B. die Blockpaprika Früchte angesetzt und auch die Chili sind übervoll. Doch so gut die Pflanzen auch wachsen, die Läuse sind auch hier zu einem massiven Problem geworden.


Es haben sich zwar schon einige Marienkäfer angesiedelt, doch bis die das Problem bei dieser Witterung in den Griff kriegen, wird es wohl noch dauern.




Diese Schwebfliege machte es sich auf einem Paprikablatt gemütlich. Leider waren zum Zeitpunkt der Aufnahme die Lichtverhältnisse nicht sonderlich gut - es war ziemlich bewölkt.


Beim Wein handelt es sich zwar um kein Gemüse, aber ich möchte Euch trotzdem ein Bild zeigen. Ich finde es nämlich einen Wahnsinn, welchen Umfang die Trauben in den letzten drei Wochen zugelegt haben, obwohl das Wetter häufig eher mäßig und kühl war.


Die Kartoffeln haben inzwischen zu blühen begonnen. An manchen Stellen werden sie jedoch hemmungslos vom Kürbis überwuchert, so dass wir diesen frechen Kerl stutzen mussten.



Kapuzinererbsen


Die Feuerbohnen werden wohl demnächst aufblühen. Die Fruchtstände haben sich relativ schnell in den letzten Tagen entwickelt. Merkbar mit Zunahme der Temperaturen.


Explodiert sind die Himbeeren. Bislang sind sie in Töpfen gewachsen, nun im Freiland geben sie richtig Gas. Anscheinend passt der Standort perfekt. Früchte haben wir auch schon einige geerntet - für Marmelade hat es aber noch nicht gereicht.


Schön, dass Ihr mich bei meinem Gartenrundgang begleitet habt, bis bald und baba!

Sonntag, 13. Juli 2014

Eingangsbereich - Teil 5 und Insekten im Garten!

By On 23:00
Nachdem ich im Moment etwas gehandicapt bin und als Hilfsarbeiterin für Jakob ausfalle, aber trotzdem nicht nur drinnen sitzen möchte, vertrieb ich mir diesen sonnigen Nachmittag auf der Terrasse. Ich musste gar nicht lange warten, bis ich Besuch bekam - dieses meiner Meinung nach "Kleines Wiesenvögelchen" sonnte sich rechte lange an der Hausmauer. Die Flügel öffnen wollte es allerdings nicht für mich.


Nicht weit vom Schmetterling entfernt, traf ich diesen Gesellen. Er lebt zwischen den Erdbeerpflanzen, welche den Stamm des Nektarinenbäumchens beschatten.


Diese wunderschöne Libelle ist im Eingangsbereich auf den neu verlegten Fliesen gestrandet. Sie lebte zwar noch als ich die Bilder gemachte habe, machte aber keinen sonderlich guten Eindruck, da sie mich ganz nahe an sich heran ließ und keine Anstalten machte, davon zu fliegen. Ungewöhnlich für ein ansonsten sehr scheues Insekt.




Später habe ich sie zum Miniteich gebracht, dort habe ich sie allerdings etwa eine Stunde später noch immer gesehen. Vielleicht kann von Euch jemand die Art bestimmen?

Jakob hat inzwischen fleißig am Eingangsbereich weitergewerkelt. Er hatte ja bereits gestern damit angefangen, alle eingesunkenen Stellen ausbessern. Damit hat er heute weitergemacht als auch gleich den Buckel zu den Stufen hin ausgeglichen.


Der letzte Rest vom Geotextil wurde auch verbraucht.


Am Abend war Jakob schließlich soweit gekommen, dass nur noch jene Pflastersteine ausgespart waren, die vor dem Einbau noch zurecht geschnitten werden müssen.


Zum Vergleich - so sah es noch vor ein paar Tagen aus. Leider ist auf dem Bild der Buckel nicht so gut zu sehen.


Gute Nacht und baba!

Samstag, 12. Juli 2014

Eingangsbereich - Teil 4!

By On 23:47
Heute gibt es mal wieder ein paar Bilder vom Eingangsbereich. Die Arbeiten sind mittlerweile recht weit fortgeschritten. Der Großteil des Ganges ist sogar bereits verfliest. Nun kommt aber der kniffelige Teil an die Reihe. Für das Verfliesen der drei runden Stufen, muss Jakob einen Plan im Autocad (techn. Zeichenprogramm) zeichnen, damit anschließend der jeweilige Zuschnitt im richtigen Winkel erfolgen kann und vor allem die Fugen korrekt fortgeführt werden.

Aber bevor ich Euch alles erzähle, zeige ich Euch noch schnell diese Bilder von den Cosmeen und dem Sonnenhut in der Abendsonne!


Doch von vorne, nachdem der Gang fertig nivelliert war, wurden die ersten Fliesen verlegt. Es war eine ziemliche Tüftelei bis mit der eigentlichen Arbeit angefangen werden konnte. Denn es musste zuerst Grundsätzliches überlegt werden. Wo sollen später die Fugen verlaufen? Wie soll geschnitten werden, damit möglichst wenig Verschnitt anfällt?


Inzwischen konnte auch die Schalung von den Stufen entfernt werden, da diese nun soweit ausgehärtet ist, dass sie in sich stabil ist. Seine volle Aushärtung wird der Beton aber allerdings erst in ein paar Wochen erreicht haben. Begehbar ist er jedoch schon!



Nachdem die Schalung entfernt war, ging es gleich weiter bei den Pflastersteinen. Sie wurden so weit herausgenommen, dass der störende Buckel demnächst ausgeglichen werden kann. Das Aushubmaterial verwendete Jakob dazu, den Weg neben der Garage anzugleichen. Irgendwann möchten wir nämlich auch dort einen passablen Weg verlegen.



Währenddessen machte unser Profi beim Verfliesen große Fortschritte. Der Gang ist so gut wie fertig. 


Ganz besonders toll finde ich die neue Treppenlösung hinterm Haus. Wie ich meine, wesentlich eleganter als vorher. Zum Vergleich anbei ein Bild vom ursprünglichen Zustand.



Bei dieser Dachrinne wird die Ursi-Rose (vielen Dank noch einmal :)) ihren zukünftigen Platz finden. Sie soll gemeinsam mit der anderen Kletterrose die Garage verschönern. Aber wie Ihr seht, hat Jakob nicht nur an dieser Stelle das Pflaster geöffnet sondern, gleich an allen Stellen, die in den letzten Jahren eingesunken sind. Die Pflasterung wird komplett überarbeitet.


Zum Abschluss noch ein Bild, wie ein Plan im Autocad aussieht. Er wird am Ende noch mit den genauen Maßen ergänzt werden - dies erledigt dann das Programm selbst. Nach diesem Muster müssen schließlich die Fliesen geschnitten werden, damit es eine perfekte Rundung gibt.


So, jetzt wünsche ich Euch eine gute Nacht! Baba!

Montag, 7. Juli 2014

Eingangsbereich - Teil 3 und Vielfalt im Garten!

By On 22:37
Bis vor wenigen Stunden war uns der Sommer noch hold - Sonnenschein und Temperaturen über 25°C. Doch schon letzte Nacht kündigte ein heftiger Sturm den nahenden Wetterumschwung an. Zwar war der Spuk in der Früh wieder vorbei, doch jetzt hat es sich nach einem Gewitter richtig eingeregnet. Die letzten Sonnenstunden habe ich für einen ausgiebigen Gartenspaziergang genützt.

Der Sonnenhut steht kurz vor der Blüte. Dieses Exemplar ist im Gegensatz zu seinen Kollegen Gott sei Dank weitgehend von den Schnecken vorschon geblieben.


Die Cosmeen eröffnen langsam aber sicher auch ihr Blütenfeuerwerk - sie müssen sich gegen die vielen Winden im Blumenbeet durchsetzen - eine schwierige Aufgabe! Falls jemand Abhilfe gegen Winden weiß, nur her mit der Information, denn schön langsam machen mich diese Schlingpflanzen wahnsinnig.



Das Blumenbeet bietet derzeit viele Hingucker: Sonnenröschen, Goldmohn, Klatschmohn, Glockenblumen....


Eine der umgepflanzten, gemeinsam mit dem Haus gekauften Rosen, hat nun an ihrem neuen Standort die erste Blüte geöffnet. Mir gefällt das kräftige Pink sehr gut und ich hoffe daher schwer, dass alle drei alten Rosen gut anwachsen und nächstes Jahr richtig durchstarten - im Moment sieht es leider noch nicht danach aus.


Der Klatschmohn, welchen ich letztes Jahr mit in den Garten gebracht habe, sät sich fleißig selbst aus und erscheint nun an den verschiedensten Stellen im Blumenbeet.


Vor einiger Zeit habe ich das Blumenbeet um zwei Ehrenpreispflänzchen bereichert - diese Pflanzen erweisen sich als eine beliebte Bienenweide. Vielleicht werde ich den Bestand noch ein wenig aufstocken, denn immerhin verschonen selbst die Schnecken diese Gewächse.



Die Balkonblumen trotzten bislang recht gut den häufigen Schlechtwetterphasen. Mehr Probleme bereiten ihnen schon mehr die vielen Läuse, die sich aufgrund der stark wechselnden Wetterlagen rasant vermehren, so dass die Marienkäferlarven und das gesamte andere nützliche Getier mit dem Vertilgen dieser Sauger gar nicht nachkommen.


Doch nicht nur den Garten haben wir am Sonntag genossen, sondern auch fleißig an unserer Stiege weitergewerkelt. Jakob hat mittlerweile die zweite Stufe aus Beton gegossen.


Damit ist es aber nicht getan. Da der gesamte Eingangsbereich ein Gefälle von bis zu 4 cm aufweist, musste an manchen Stellen noch einiges weggestemmt und andererseits alle Unebenheiten durch eine Nivelliermasse ausgeglichen werden. Diese ist extrem dünnflüssig und kaum in Schach zu halten. Sie wird jedoch anschließend das Verfliesen wesentlich erleichtern.


Morgen wird eifrig weiter nivelliert und wenn alles glatt läuft bereits die ersten Fliesen verlegt!

Gute Nacht und baba!