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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Sonntag, 17. Juli 2016

Buchtipp: Schädlinge in Haus und Garten! Was tun gegen Dickmaulrüssler und Co?

Die Plagen einer Gärtnerin

Ich weiß nicht, wie es Euch ergeht, aber in unserem Garten tummeln sich haufenweise Viecherl, die wir ganz und gar nicht haben möchten. Jedenfalls nicht im teils vorhandenen Ausmaß. Der Garten ist grundsätzlich naturnah gestaltet und bietet Platz für Nützlinge. Dennoch fragen wir uns immer häufiger, wo sind diese? 

Gartenblog Topfgartenwelt Nützlinge im Garten: Biene auf Mädchenauge

Problem 1: Schnecken

Zwar konnten wir das Schneckenproblem im Garten durch zahlreiche Fallen ein wenig eindämmen, dennoch gibt es noch immer genug von diesen schleimigen Biestern. Der Gemüsegarten ist inzwischen durch einen Schneckenzaun gut geschützt, aber aufgrund der manchmal mäßigen Wetterlage (viel Regen und Wind) findet sich oft für die Schnecken die Möglichkeit diese Barriere zu umgehen und an einen voll gedeckten Tisch zu gelangen. Igel leben hier einige, aber die Spanische Wegschnecke verschmähen sie. Ebenso die Vögel. Daher bleibt lediglich Absammeln und Gift übrig.

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge: Schneckenfalle aus Ton gefüllt mit Schneckenkorn kann gezielt im Garten aufgestellt werden

Problem 2: Dickmaulrüssler

Der Rhododendron im Garten war leider schon beim Kauf verseucht mit diesen Insekten. Mittlerweile hat er sich ausgebreitet und auch das Topfobst erobert. Jedes Jahr auf's Neue killt er zudem meine Erdbeerpflänzchen, schädigt meine Marille und frisst die Rosen an. Repellents und Nematoden sollten helfen. Aber wo ansetzen bei diesen vielen Baustellen?

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge: gefurchter Dickmaulrüssler liebt Erdbeeren

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge: gefurchter Dickmaulrüssler auf Erdbeere

Problem 3: Gemüseeule

Bei der Gemüseeule handelt es sich um einen Nachtfalter dessen Raupen irrsinnig gefräßig sind. Bei uns fühlten sie sich am Wohlsten auf den Tomaten- und Mangoldstauden. Die Raupen vernichteten gut und gerne ein Kilo Tomaten. Sie sind recht groß, in unterschiedlichen Nuancen gefärbt und können angesammelt werden. Eine Sisiphusarbeit, da man nie alle erwischt. Auch heuer konnte ich schon wieder die ersten Raupen entdecken.

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge: Raupe der Gemüseeule, welche ganze Tomatenstauden kahl frisst

Problem 4: Gelsen

In Jahren wie diesen nimmt ihre Population total überhand. Es regnet häufig und überall stehen Lacken. Die Lästlinge sind zum Teil auch tagaktiv und können einem den Spass im Garten schnell vergehen lassen. Hausmittel helfen bei der oftmals großen Anzahl nicht mehr viel, auch gängige Repellents geben w.o.

Problem 5: Lilienhähnchen

Der eigentlich hübsche rote Käfer liebt Lilien aller Art, aber auch Lauchgewächse. Mit dem Hähnchen kamen wir erstmals im Salzburger Seenland in Kontakt, in Graz ist es uns nie aufgefallen. Ihnen zum Opfer gefallen sind sämtliche Kaiserkronen. Der Schnittlauch ist mittlerweile wüchsig genug, um trotz Befalls nicht einzugehen. Bei diesen Tierchen hilft ebenfalls nur Absammeln.

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge und Nützlinge: Biene und Lilienhähnchen auf Schnittlauch, Lilienhähnchen befallen sämtlichen Lauch im Garten

Problem 6: Ameisen

Ameisen sind bis zu einem gewissen Grad in Ordnung, doch wenn sie in Massen auftreten, sind sie kaum noch zu tolerieren und schon gar nicht ihre Lausfarmen. Allerdings muss man froh sein, wenn sie sich nicht einen Weg ins Haus bahnen und sich irgendwo in der Küche einnisten. In Graz ist uns das zweimal passiert, einmal bauten sie ein Nest im Überlauf der Abwasch und ein anderes Mal in einem Hohlraum der Kaffeemaschine. Sie sind also nicht sehr wählerisch. Manchmal war die Bekämpfung mit Backpulver erfolgreich, ein anderes Mal mussten spezielle Ameisenköder eingesetzt werden.

Gartenblog Topfgartenwelt Schädlinge: schwarze Blattläuse beim Melken ihrer Lauskolonie

Schädlinge in Haus und Garten - Erkennen, Vorbeugen, Bekämpfen

Die Liste könnte ich noch um einige Beispiele erweitern. Es ist eigentlich unglaublich, mit welchen Tierchen man im Garten in Kontakt kommt. Im Leopold Stocker Verlag ist zu diesem Thema ein überaus interessantes Buch von Hubert Untersteiner erschienen "Schädlinge in Haus und Garten - Erkennen, Vorbeugen, Bekämpfen". Der Autor ist Zoologe und hat viele nützliche Informationen zu Schädlingen und Lästlingen zusammengetragen. Ein paar der im Buch vorkommenden Übeltäter habe ich schon herausgepickt.

Schädlinge in Haus und Garten

Das Nachschlagewerk ist in folgende Kapitel unterteilt: unerwünschte Mitbewohner in Haus bzw. Wohnung, Schädlinge von Garten- und Zimmerpflanzen, Nützlinge erkennen und fördern sowie natürliche Pflanzenschutz- und -pflegemittel (zahlreiche Rezepte für Brühen und Auszüge). Der größte Teil des Buches ist der Beschreibung der Tierchen, aber auch so manchen gängigen Pilzkrankheiten gewidmet. Es werden stets Aussehen, Biologie, Vorkommen, Schadbild sowie Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen beschrieben. Die Texte sind kurz und prägnant gehalten. Zudem gibt es zu fast jeder Beschreibung ein Bild. 

Ein tolles Lexikon um herauszufinden, welches Getier sein Unwesen treibt!

"Schädlinge in Haus und Garten - erkennen, vorbeugen, bekämpfen" 135 Seiten, Hubert Untersteiner, ISBN-978-3-7020-1126-0,  Leopold Stocker Verlag, € 16,90.

Vielen herzlichen Dank für das Rezesionsexemplar.

Baba und bis bald!

Kommentare:

  1. Guten Morgen, Kathrin!
    Gegen Gelsen kann ich dir etwas empfehlen - aber nur wenn du nicht durch den Garten saust, sondern wenn ihr gemütlich auf der Terrasse sitzen wollt, ohne gestochen zu werden.
    Besorg dir ein ThermaCell-Gerät. Das ist so ähnlich wie die Gelsenstecker für innen, aber für Outdoor. Ohne dieses tolle Teil könnten wir hier nie auf der Terrasse sitzen, ohne rundum zerstochen zu werden.
    Falls ihr auch mit Bremsen zu kämpfen habt - da hilft Ballistol stichfrei wirklich gut (zum Teil auch gegen Gelsen). Das gibt es in der Apotheke (meist aber nur auf Bestellung).
    Da ich immer Riesenbeulen bekomme, wenn mich Gelsen und Bremsen stechen, versuche ich so gut wie möglich vorzubeugen. Armbänder habe ich auch schon versucht. Die halfen hier gar nicht.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
    Verena

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  2. Danke, dass ich nun endlich mal einen Dickmaulrüßler sehen durfte. Bislang hatte ich nur von ihm gehört. Schnecken machen auch meinen Hostas zu schaffen, so dass mir so langsam die Lust an den Stauden vergeht. Ein Ameisenmittel habe ich gestern noch für 9,99 Euro gekauft. Ich habe den Eindruck, dass sie unter meinem Klinkerpflaster derart aktiv sind, weil sie Unmengen von Kies hochwühlen, dass ich eines Tages in meinem Garten einbreche und in ein tiefes Loch falle. Mein Sohn ist entsetzt, dass ich Ameisen bekämpfe. Aber der hat auch keinen Klinkerpflaster. Gut, dass es dazu Fachbücher gibt für den Fall der Fälle...
    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße von Edith

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  3. Liebe Katrin,
    das Buch hört sich interessant an. Ich habe auch immer wieder mit Schädlingen zu kämpfen. Die Schnecken sind jedes Jahr aufs Neue gefräßig, dieses Jahr habe ich sehr viele Läuse und Raupen. Mit Gift möchte ich an sie Sache aber nicht heran.
    Deine Bilder sind trotz der Schädlinge super gut.
    Liebe Grüße
    Silke

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  4. Ich könnte noch die Wühlmäuse zufügen, die es hier reichlich gibt. Jetzt weiß ich auch, wie ein Dickmaulrüssler aussieht. Ich hätte ihn wahrscheinlich für eine Zecke gehalten. Aber das ist eben Natur. Ich bin mit manchem Getier auch nicht grad glücklich.

    Schönen Sonntag
    Margrit

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  5. Klar, Schädlinge sind lästig und treten immer wieder auf. Der Einsatz von Gift sollte aber nur das allerletzte Mittel sein. Was ein Biogärtner zu diesem Thema zu sagen hat, schrieb ich in einem vor Jahren verfassten Artikel auf: http://nervenruh.blogspot.de/2004/08/schdlinge.html

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  6. Liebe Kathrin,
    bei den Schnecken kann ich ins Klagelied mit einstimmen (bäh). Ich kann sie nicht mehr sehen. Probleme mit Ameisen habe ich ebenfalls. So einen Dickmaulrüssler habe ich noch nie gesehen (Gott sei Dank). Dieses Lilienhähnchen habe ich einmal an den Schachbrettblumen bemerkt und diese gleich samt dem LH aus dem Garten befördert. Zum Glück ist es nicht zurück gekommen (die Schachbrettblumen leider auch nicht). Jedes Jahr ist auch anders.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  7. Guten Morgen, liebe Kathrin,
    oh ja, es gibt viele Tierchen, die wir nicht im Garten ( und auch im Haus ) haben mächten!
    Dickmaulrüssler, da haben wir auch oft mit zu tun, aber, seit wir im Frühjahr und im Herbst Nematoden giessen, ist es viel besser geworden!
    Schnecken, ja, die haben wir auch, aber dieses Jahr bislang noch in Grenzen ...
    Das Buch ist ein toller Tipp, das werde ich mir auf jeden Fall anschauen!
    Ich wünsche Dir einen guten und schönen Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  8. Ich habe die Sache mit den Schneckenfallen aufgegeben, denn ich hatte den Eindruck, dass sie bloß noch mehr von den Viechern anlocken. Inzwischen bin ich fies und schneide sie mit der Gartenschere durch. Das hätte ich nie von mir gedacht...

    Gegen Mückenstiche hilft Hitze, wusstest du das? Einfach einen Teelöffel in heißes Wasser tunken (oder in den Kaffee *ggg*) und dann auf den Stich drücken. Wiederholen, wenn es wieder anfängt zu jucken. Dabei wird nämlich diese Eiweißverbindung zerstört, die sie uns injizieren, damit das Blut flüssig bleibt. Dieses Zeug verursacht das Jucken. Es gibt inzwischen auch Hitzestifte in der Apotheke zu kaufen. Aber wie gesagt: heißer Teelöffel funktioniert auch. Versuch es mal!

    Grüßle
    Ursel

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  9. Sehr interessant - ein Buch über Schädlinge. Ameisen sollen ja angeblich sehr nützlich sein, nur bitte nicht in meinen Töpfen! Schneckenfallen gibt es hier nicht, nur Schneckenkorn - und damit halte ich sie bestens in Schach, die Schleimer.

    Sigrun

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  10. Liebe Kathrin,
    die letzten nassen Tage haben auch bei uns die Schnecken hervorgelockt. Auch ich sammle sie ein oder schneide sie einfach durch.
    Das nächste Problem sind die Ameisen,die lieben unseren Tulpenbaum. Jedes Jahr, trotz Klebesperre,melken sie die leidigen Blattläuse. Obwohl fleißige Marienkäfer unterwegs sind,tropft es Blattlaussaft auf unserer Köpfe.grr
    Und die Gelsen,ja neben der Salzach gibt es genug.
    Aber das ist halt alles natürlich. Aber dein Buch klingt vielversprechend.
    Hab noch eine feine Woche und alles Liebe,
    Manuela

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  11. Das sind ja ziemlich viele Schädlinge bei dir im Garten. Ich hoffe, du schaffst es mit ihnen fertig zu werden! Liebe Grüße, Kathreen von "Mach mal"

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  12. ja.. die Schädlinge können ganz schön nerven..
    aber es gibt auch einige Tricks wie man sie vertreiben kann oder los wird..

    die Blattlauskolonien an Rosen kann man z.B mit dem Gartenschlauch abspritzen oder mit Brennesseljauche bekämpfen .. (das stärkt auch noch die Rosen )

    http://www.zuhause.de/ameisen-bekaempfen-tipps-gegen-ameisen-im-haus/id_45691058/index

    hier sind ganz viele nützliche Tipps
    hoffentlich ist ein Link erlaubt??
    trotzdem wünsche ich dir viel Freude an deinem Garten
    liebe Grüße
    Rosi

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