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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet praxisbezogene Gartentipps für Blumen und Gemüse, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Mittwoch, 27. April 2016

Buchtipp: Gärtnern im Quadrat - Eine perfekte Anleitung!

By On 22:28

Warten auf den Frühling

In den letzten Tagen wurde ja von den Wetterfröschen mehrmals angekündigt, dass eine schwere Kaltfront über Österreich hinweg ziehen wird. Am Samstag wollte ich es noch nicht so recht glauben, es war zwar nicht schön, aber auch noch nicht so kalt. Doch am Sonntag traf uns das prohphezeite Tief mit voller Wucht. Es gab über den Tag verteilt sicher drei, vier dichte Schneeschauer begleitet von viel Nebel. Zum Schluss blieb sogar noch ein wenig Schnee liegen. Grauslig. Die Gemüsepflanzen, die die Tage davor schon draußen waren, stehen nun wieder feinsäuberlich in ihren Kisten unter künstlicher Beleuchtung im Keller. Jakob hat mir dafür extra zwei passende Pflanzenlampen gebaut. Bis Donnerstag wird sich an der Wetterlage wohl nicht viel ändern.

Zitronenbaum im Schnee

Gärtnern im Quadrat - bitte auf die Mischkultur nicht vergessen

Der Sonntag war daher perfekt für ein gutes Buch. Im Lehnstuhl machte ich es mir also mit einer heißen Tasse Tee vor dem prasselnden Kaminfeuer gemütlich. Gegen das Wetter kann man ohnehin nichts machen. Das Buch der Wahl war "Gärtnern im Quadrat - Das Praxisbuch" von Anne-Marie Nageleisen, erschienen im Ulmer-Verlag. Die Idee "Gärtnern im Quadrat" fasziniert mich schon länger. Vor allem deswegen, weil grundsätzlich das Konzept der Mischkulur angewendet wird, aber die Ausmaße des Beetes, für mich persönlich, wesentlich überschaubarer sind als jene beim klassischen Gärtnern in Reihen. Kurz Gärtnern im Quadrat bedeutet die Anlage von Beeten, die bestmöglich 9 Quadrate im Ausmaß von 40x40cm beherbergen. Die einzelnen Quadrate können unterschiedlich bepflanzt werden, wobei jedoch darauf geachtet werden sollte, dass Pflanzen aus derselben Familie nicht direkt nebeneinander stehen, um aufgrund der dadurch geschaffenen Präsenz Schädlinge anzulocken.


Gärtnern im Quadrat - das Praxisbuch, Ulmer-Verlag

Gärtnern im Quadrat - die Umsetzung im eigenen Garten

Mir selbst stehen im Gemüsegarten nach der Vergrößerung nun 15 Quadrate zur Verfügung, die ich nach Herzenslaune begrünen kann. Das Buch empfiehlt natürlich eine durchmischte Pflanzung von Kräutern, Blumen und Gemüse. Nachdem mein Garten allerdings nicht so aufgebaut ist (separate Kräuterschnecke und Hochbeete) bzw. die Voraussetzungen andere sind als in milderen Klimaten (viel Regen - Tomaten und Paprika brauchen unbedingt ein Dach, Schnecken), werde ich persönlich das im Buch vorgestellte Konzept wohl nicht ganz umsetzen können. Die Tomaten kommen, wie üblich, in ihre Häuschen und die Paprika in das überdachte Hochbeet. Zucchini, Gurken und Kürbisse als auch Borretsch werden auch heuer wieder in das normale Hochbeet (kein Schneckenzaun und keine Überdachung) gepflanzt. Somit bleibt nicht mehr ganz so viel verschiedenes Gemüse übrig, welches in den Quadraten verteilt werden könnte. In erster Linie denke ich an: Ruccola, Erbsen, Mangold, Bohnen (die müssen einfach sein) und Erdbeerspinat (wird heuer zum ersten Mal getestet). Leider stehe ich nun vor dem Dilema, dass fast alle diese Pflanzen derselben Familie angehören. Hach, das wird noch richtig schwierig werden mit der Planung.

Gemüsepflanzen in der Grow-Box

Jedenfalls bin ich erstaunt, wie viel Gemüse in 15 Quadraten untergebracht werden kann, denn das Buch gibt detaillierte Vorschläge, wie viele Pflanzen einer Sorte in ein Quadrat unter Einhaltung des optimalen Pflanzabstandes passen. Gerade über diese Anleitung bin ich sehr froh, denn bis jetzt, habe ich beim Aussäen und Anpflanzen von Gemüse ein eher schlechtes Augenmaß bewiesen - entweder standen die Pflanzen am Ende zu dicht oder zu dünn. Dieses Mal klappt es bestimmt besser. Überhaupt, weil die einzelnen Gemüseportraits im Buch super hinsichtlich Standort im Beet und Wuchseigenschaften perfekt beschrieben sind.

Gemüsebeet für 15 Quadrate

So, eigentlich wollte ich Euch im Zuge der Vorstellung Buches meinen überarbeiteten Gemüse im Quadrat-Style vorstellen, doch leider hat mir Petrus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er ist nicht ganz fertig geworden. Die Quadrate fehlen noch. Aber das wird nachgeholt.

"Gärtnern im Quadrat - Das Praxisbuch", Anne-Marie Nageleisen, Ulmer-Verlag, ISBN-978-3-8001-
384-3, 191 Seiten, € 19,90 (DE)/€ 20,50 (A).

Bis bald und baba!

Montag, 25. April 2016

Abendstimmung!

By On 21:38
Das Wetter schlägt derzeit eigenartige Kapriolen. Seit gestern hat es mehrmals geschneit, gewindet, gestürmt, gedonnert und geregnet. Dazwischen hat immer wieder einmal die Sonne gescheint. Die Temperaturen sind in den Keller gefallen und es gab Frost. 

Gestern Abend gab es ein wenig, wenn zwar nur kurzzeitig, Entspannung, welche wir für einen Spaziergang an den See nutzten.


Der See lag so ruhig da wie nur selten. In diesem Moment trübte keine noch so zarte Brise den Wasserspiegel.


Ein bisschen Schnee blieb auch hier liegen, wenn auch nur für wenige Stunden. 


Bis weit in die Woche sollte dieses Tief anhalten. Leider! Zu gerne hätte ich schon im Garten gewerkelt und meine Beete fertig gestaltet.


Auch wäre es schön das Boot bald auszuwintern. 


Lassen wir uns überraschen...

Bis bald und baba!

Sonntag, 24. April 2016

Gewächshaus und Gemüsegarten - Teil 1!

By On 22:13
Wie ich Euch ja schon mal erzählt habe, habe ich zu Weihnachten ein richtiges Gewächshaus aus Hohlkammerplatten geschenkt bekommen. Gekauft haben wir es ca. Ende Jänner und mit Anfang April war es endlich soweit, dass mit den Arbeiten begonnen werden konnte. 

 (* Ausgangslage)

Das neue Gewächshaus hat in etwa eine Grundfläche von 2x2m und ist somit deutlich größer als das Folienhaus, welches ich bislang hatte. Aus diesem Grund musste der ganze Garten auseinander genommen werden. Der Schneckenzaun und die Rasenkante sind neu zu verlegen als auch der kleine Gemüsegarten hinter dem Glashaus ist zu adaptieren. 



Da sich unser Grundstück durch Moor-bzw. Torfboden auszeichnet, kann nicht einfach betoniert und aufgestellt werden, sondern es sind einige Vorarbeiten notwendig, damit das Fundament auch einige Zeit hält und nicht schon nach dem nächsten Regen oder gar dem Winter schief und gerissen ist. Dies würde zwangsläufig dazu führen, dass die Schiebetür klemmt oder das Lamellenfenster nicht mehr richtig funktioniert. Also musste sich Jakob etwas einfallen lassen.

Jakob griff auf dasselbe Konzept wie bei unserer Terrasse zurück. Diese wurde mit Holzpfählen gesichert. Durch die entstehende Mantelreibung der in den Boden gerammten Pfeiler wird das Absinken der Aufbauten verhindert. Im kleineren Rahmen wurde das nun auch beim Gewächshaus gemacht. Über 20 ca. 1 m lange Stempen wurden von Jakob mit dem Vorschlaghammer ins Erdreich getrieben. Die Erschütterung war im ganzen Garten zu spüren - ganz so als stünde man auf Wackelpudding. 


Im nächsten Schritt wurde ein Teil des Erdreichs entfernt und durch Kies ersetzt, damit darauf Vlies und Platten in der Waage verlegt werden können. Auf ein Betonieren des Fundaments verzichten wir völlig, da bestimmt in ein paar Jahren Ausbesserungsarbeiten notwendig sind. Es wird daher nur auf den Waschebtonplatten angeschraubt.


So nun war erst einmal der Boden planiert und gefestigt.


Im nächsten Schritt konnten Vlies, Kies und Platten verlegt werden.

 

Das nächste Mal zeige ich Euch wie es weiter ging mit unserem Gewächshaus.

Mein Give-Away ("Red Hot Chili Garden") hat Manuela vom Blog "Es war einmal" gewonnen.

Bis bald und baba!

Montag, 18. April 2016

Sonnenbeet!

By On 23:08
Eigentlich wollte ich Euch diesen Post schon letztes Jahr zeigen, aber irgendwie ist daraus nichts geworden. Jedenfalls möchte ich Euch nun ein paar Einblicke in das schon so oft erwähnte Sonnenbeet geben. Wir haben es in der Rundung vorm Haus angelegt und es hat von allen Beeten im Garten, abgesehen vom Rosenbeet, die meiste Sonne, daher auch der Name. Entsprechend dem Standort möchte ich dort vorwiegend Pflanzen ansiedeln, die volle Sonne lieben.


Das erste Bild ist noch vor dem Ausreißen der veralteten Buchsbaumhecke entstanden.  Die Form des Beetes wurde in Grundzügen beibehalten, allerdings wurde es wesentlich vergrößert.


Bei der Formgebung gerade beim Anschluss an den Zaun war ich mir anfangs nicht ganz schlüssig. Immerhin sollte sich das Beet, später, wenn es fertig ist, harmonisch in den Garten einfügen.



Nach einiger Zeit herumtüfteln haben wir uns am Ende für einen relativ geradlinigen Anschluss an das Zaunprofil entschlossen. Alles andere hätte viel zu überladen gewirkt und sich zudem auch mit den übrigen Beetformen im Garten geschlagen.



Damit die Beeteinfassung länger hält, wurde sie von Jakob einbetoniert. Das hat er inzwischen bei allen fertig geplanten Rabatten so gemacht.


Hier ein Gesamtüberblick über das noch gänzlich unbepflanzte Beet.



Danach kam der wirklich schwierige Teil - die ganzen Pflanzen mussten einen passenden Platz im Beet finden. Strukturgebend sind Flieder, Forsythie und Pfeiffenputzergras sowie eine englische Rose im vorderen Teil des Beetes. Die Pfeiffenputzergräser unterteilen das Beet in verschiedene Bereiche: Sonnenhüte, Islandmohn und Klatschmohn sowie Kornblumen. Die größeren Lücken werden mit Einjährigen, insbesondere Cosmeen gefüllt. Fehlende Storchenschnäbel, Margeriten und Lavendel wurden bereits aufgefüllt. Auch meine Christrosen haben im Beet zwischen den Sträuchern Platz gefunden.




Damit die Erde nicht durch den Regen auf die Straße hinaus gewaschen wird, habe ich dort verschiedene Bodendecker gesetzt: Nelken, Storchenschnabel und Blaukissen.


Der letzte Stand ist nun dieser - es fehlen noch ein paar Lavendel sowie natürlich die einjährigen Sommerblumen wie Cosmeen.



Nachdem mein Glücksengel heute schon zu müde war, um den Gewinner vom Giveaway zu ziehen, werden wir das im Laufe der Woche nachholen. Jedenfalls vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Bis bald und baba!

Donnerstag, 14. April 2016

Blühendes Österreich - Gartenmesse Wels!

By On 22:54

Die schönste Gartenmesse Österreichs

Wie schon beim letzten Post erwähnt, war ich bei zwei Gartenmessen - Stuttgart und Blühendes Österreich. Sie findet seit mehreren Jahren am Messegelände Wels statt und ist nach eigenen Angaben die größte Veranstaltung dieser Art in Österreich. Passend für die Alpenrepublik ist das Testimonial Nr. 1 dafür Karl Ploberger. Heuer fanden sich 450 Aussteller bei der Messe aus 10 Nationen ein - es war ein neuer Rekord(*Quelle Presse Messe Wels).



Ein umfangreiches Angebot

Es war nun bereits unser vierter Besuch auf der Messe. Dieses Mal habe ich sogar eine Einladung erhalten. Im Vergleich Stuttgart und Wels muss ich ehrlich sagen, dass die Blühende Österreich eine Gartenmesse ist wie es sich ein Pflanzenliebhaber vorstellt. Es gibt eine Vielzahl an Ständen, welche Stauden, Tomaten, Gemüse jeder Art, Kräuter, Orchideen, Blumenzwiebel, Rosen, Zitruspflanzen und, und, und verkaufen. Auch wer Raritäten sucht wird fündig. Daneben spielen natürlich auch Themen wie Gartengestaltung, Deko und Schaugärten eine Rolle. Es werden jährlich die neuesten Trends aufgegriffen  und perfekt in Szene gesetzt. Daneben kommen auch Vorträge von Experten nicht zu kurz. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass kein Interessensbereich im Zusammenhang mit Garten und Balkon ausgelassen wird.



Günstige Stauden und zahlreiche andere Pflanzen

Ich bin ja immer restlos begeistert von der Staudengärtnerei am Freigelände, die zuverlässig zahlreiche Stauden um € 1,50 anbietet. Bislang war ich auch mit der Qualität immer zufrieden. Es ist alles gut gewachsen, außer die Schnecken haben dem Grünzeug (einmal waren es Lupinien) den Garaus gemacht. Auch bei dieses Mal konnte ich einfach nicht daran vorbei gehen und habe etwa 13 Stauden erstanden. Die meisten sind mittlerweile schon eingepflanzt. Insbesondere im Sonnenbeet und im großen Beet in der Mitte des Gartens. Sobald unser grünes Refugium wieder herzeigbar ist, bekommt Ihr natürlich einen ausgiebigen Einblick.


Doch bei Stauden ist es dieses Mal nicht geblieben, wir haben auch Rosen (2 Stück Rotes Meer) und 3 Ilex-Kugeln (Buchsbaumersatz) für die Neugestaltung des Miniteichs mitgebracht. Ach, ich sag's Euch wir mussten sogar einmal zurück zum Auto um abzuladen, weil es so viel geworden ist.



Leider sind die Bilder nicht ganz so gut geworden. Ich hatte nur meine kleine Kompaktkamera dabei und welche teilweise unscharfe Bilder produziert hat. Dieses Problem hatte sie schon einmal, funktionierte aber dann wieder einwandfrei. Ich hoffe, die Fotos gefallen Euch trotzdem.



Neben der Gartenmesse findet parallel auch eine Urlaub- und Campingmesse statt. Auch diese ist einen Besuch wert. Die Süße Sissi ist übrigens das Gemüse des Jahres in Österreich. Wie man sieht handelt es sich hierbei um eine gelbe Cocktailtomate. Allerdings war der Preis für ein Pflänzchen sehr stolz.

Vielen Dank für die Einladung - ich habe den Besuch genossen.

Bis bald und baba!

Montag, 11. April 2016

Frühlingserwachen - Tulpen, Narzissen und Co als Fotomodelle!

By On 23:09
Heute möchte ich Euch eigentlich nur ein paar Bilder aus dem Garten zeigen, ohne viel Text. Der Garten befindet sich ja gerade im Umbruch und daher gibt es nicht so viele unversehrte Stellen, die man herzeigen könnte.


Dies sind übrigens die einzigen Tulpen, die heuer wieder blühen. Im Herbst kam in das Beet jene Erde, die von den Tomatentöpfen übrigen geblieben ist. Diese wurden im Laufe der Saison mit viel Kalium gedüngt. Das hilft anscheinend wirklich. Ein bisschen hat sich allerdings die Farbe der Tulpen geändert. Bei der ersten Blüte hatten sie noch einen pinken Rand, wenn ich mich recht erinnere.


Die Dichternarzissen, welche ursprünglich rund um den Miniteich wuchsen, wurden umgesiedelt. Ich habe mich nämlich nun doch durchgerungen dieses Beet neu zu gestalten. Nicht den Teich an sich, sondern das Rundherum. Schon länger war ich damit nicht mehr zufrieden, vor allem, weil die ausgewählten Pflanzen nicht so wuchsen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das Beet sah die meiste Zeit über sehr zerzaust aus.



Gänseblümchen finden sich derzeit überall im Garten. Sie dürfen gerne wachsen. Ich empfinde sie nicht als Unkraut.


Stiefmütterchen müssen auch jedes Jahr sein. Allerdings leben nicht mehr viele von ihnen. Eine Lausplage! (ja, Ihr habt richtig gelesen) hat einem Großteil den Garaus gemacht. Nun sind die Läuse gerade dabei sich auf die Erdbeerpflanzen auszubreiten. Weiß Gott, woher die gekommen sind. Im April hatte ich mit denen allerdings noch nie zu kämpfen.


Nektarine, Marille und Weinbergpfirisch sind fast schon verblüht. Heuer ist meines Erachtens die Blüte eher recht kurz ausgefallen. Vielleicht lag es an den teilweise recht warmen Tagen.


Im Sonnenbeet (darüber werde ich noch berichten) blüht seit ein paar Tagen die Forsythie. Sie hat zum ersten Mal richtig viele Blüten.



In den nächsten Tagen habe ich Euch noch einiges zu erzählen. Unter anderem waren wir noch auf einer Gartenmesse und ich habe noch ein Buch zum Vorstellen.



Falls jemand noch Lust hat bei meinem Giveaway mitzumachen (es läuft noch bis zum 17.11.2016) kann gerne hier ein Kommentar hinterlassen. Zu gewinnen gibt es ein Buch über die Chili-Anzucht.

Bis bald und baba!