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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Botanischer Garten Salzburg!

By On 23:28
Wie in Graz findet auch im Botanischen Garten Salzburg eine Pflanzenraritätenbörse von Arche Noah statt. Obwohl das Wetter nicht besonders war, sind wir dieses Jahr im April hingefahren. Ich bin aber standhaft geblieben und habe keine weiteren Pflanzen gekauft - konnte ich doch kaum mein selbstvorgezogenes Gemüse in unserem Gärtchen unterbringen. 


Der Botanische Garten ist dem Gelände der Naturwissenschaftlichen Fakultät angeschlossen und befindet sich im Stadteil Nonntal.


Leider blühten zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch nicht ganz so viele Pflanzen.


Im Schilfbecken waren einige Frösche versteckt und lieferten sich richtige Konzerte. Ein Schauspiel, welches die Tümpel rund um den Wallersee auch gerne bieten.



Durch den Botanischen Garten fließt ein kleiner Bach, welcher mehrmals perfekt in Szene gesetzt wird und super in das Konzept eingebunden ist.


Obwohl es immer wieder mal geregnet hat, war die Pflanzenbörse gut besucht. Es war daher schwierig Motive zu finden, wo nicht gerade wer durch das Bild latscht.




Ein richtiger Hingucker waren die bereits blühenden Rhododendren und Azaleen.


Zum Schluss gibt es noch einen Blick auf die Festung Hohen Salzburg.


Bis bald und baba!

Samstag, 25. Juni 2016

Buchtipp: Der neue Rosen-Garten! Wundervolle Sorten und die schönsten Begleitstauden

By On 16:15

Rosen - eine späte Liebe

Bislang, muss ich ehrlich zugeben, habe ich mir aus Rosen nicht viel gemacht. Die meisten Rosenstöcke, die ich kenne bzw. kannte, fristeten ein eher liebloses Dasein in einer Gartenecke und waren nicht in das Gesamtbild integriert. Für mich stellt aber genau diese Integration ein absolutes Muss dar. Seit wir vor drei Jahren nun unser Haus gekauft haben und mit ihm eine Reihe an Rosen, wurde mein Interesse geweckt. Leider konnten wir bis auf eine Pflanze den Altbestand aufgrund diverser Umbauarbeiten nicht erhalten. Wir haben zwar versucht einige Rosen durch ein Umpflanzen zu "retten", mussten aber bald mit Bedauern feststellen, alte, eingewachsene Rosen mögen ein Umpflanzen überhaupt nicht und kümmern nur noch vor sich hin.

Rose Jacques Cartier in Kombination mit einer rosa Magerite
*Jacques Cartier mit bunten Magariten

Rose Sweet Pretty
*Sweet Pretty?

Inzwischen haben wir so gut wie alle Rosen ersetzt. Eingezogen sind unter anderem die Sorten de Resht, Speelwark, Jacques Cartier, Arthur Bell und Eliza. Eine Noname Rose aus dem Baumarkt sieht zudem der Züchtung Sweet Pretty zum Verwechseln ähnlich. Ob es aber nun wirklich dieselben sind, kann ich als Laie aber nicht beurteilen.

rosa Magerite

Rose de Resht in Kombination mit purpurfarbenen Nelken
*Rose de Resht mit verschiedenen Nelken

Rosen brauchen einen Hofstaat aus Stauden

Ein Rosenbeet ohne andere Stauden oder Blumenzwiebeln kam allerdings für mich, wie schon erwähnt, nie in Frage. So machte ich mich bereits vor zwei Jahren auf die Suche nach passenden Begleitpflanzen. Ich entschied mich damals für Glockenblumen, Storchenschnäbel und Frauenmantel. Im Grunde blieb diese Kombination bis heute erhalten, lediglich ersetzte ich die Sorte der Storchenschnäbel gegen welche mit längerer Blütezeit. Doch ich wollte einfach noch ein bisschen mehr, denn so ganz perfekt war das Rosenbeet nicht. Aber woher die Inspiration nehmen?

Storchenschnabel

Storchenschnabel

Der neue Rosen-Garten

Vom BLV-Verlag wurde mir das Buch "Der neue Rosen-Garten - Partnerpflanzen und Beetgestaltungen" von Viktoria von dem Bussche und Ursula Gräfen für eine Rezension zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür. Die wunderschönen, ausdrucksstarken Bilder in diesem fantastischen Band stammen allesamt von Ferdinand Graf von Luckner.

Der neue Rosen-Garten

Das Buch greift in der Geschichte weit zurück und beginnt mit der frühen Kultivierung der Rose durch die Perser. Sachte, begleitet von Zitaten Antoine de Saint-Exuperys Kleinem Prinzen, wird die Entwicklung der Königin der Blumen bis in die heutige Zeit dargelegt. Aufgegriffen werden dabei auch sämtliche wichtigen Züchter und deren Einfluss auf moderne Rosen.

rosa Magerite vor Rankgerüst

Rose de Resht
*Rose de Resht

Mein persönliches Highlight war das Kapitel über die Beetgestaltung. Zu Rosen in verschiedensten Farbtönen, von purpur über weiß, gelb bis kräftigem rot, erhält man zahlreiche Vorschläge für Begleitpflanzen (Stauden und Sommerblumen). Ideen sind jedoch nicht nur auf dieses Kapitel beschränkt, alle Bilder im Buch sind genau beschrieben und dies nicht nur hinsichtlich der Rosensorte, sondern auch einschließlich ihrer jeweiligen Begleiter.

Rose Arthur Bell
*Arthur Bell

Ich kann den Autorinnen nur beipflichten, ein Rosenbeet erwacht erst mit dem passenden Beiwerk zum Leben. Eine Gabe, die die beiden, allen voran Ursula Gräfen, perfekt beherrschen. Das Buch lädt von der ersten bis zur letzten Seite zum Schwelgen und Träumen ein.

Rosa Magerite mit Rosenkäfer

Pimp das Rosenbeet

Und mein eigenes Rosenbeet? Dieses wurde auch gepimpt. Einerseits haben wir es um ein gutes Stück vergrößert und andererseits wurde das Spektrum der Begleitpflanzen erweitert. Eingezogen sind  Nelkenwurzen der Sorte "Prinses Juliana" mit extra langer Blütenzeit und ein hoher Ehrenpreis.  Insbesondere die zarten Geum (= Nelkenwurzen)  schweben einfach herrlich luftig tanzend zwischen den Rosenblüten. Bei der Fülle an Möglichkeiten konnt ich mich kaum noch entscheiden.

Rose Sweet Pretty
*Sweet Pretty?

"Der neue Rosen-Garten - Partnerpflanzen & Beetgestaltungen", BLV-Verlag, Viktoria Freifrau von dem Bussche, Ursula Gräfen, Fotos Ferdinand Graf von Luckner, ISBN 978-3-8354-1434-1, 144 Seiten, € 49,99 (DE) / € 51,40 (A). Derzeit im Shop des BLV-Verlages um € 25 erhältlich.

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar.

Bis bald und baba!

PS: Heute und morgen ist die letzte Möglichkeit hier für meinen Garten zu voten :)

Dienstag, 21. Juni 2016

Urlaub vor der Haustüre - Salzburg und das Seenland!

By On 06:30
Dieses Wochenende hatten wir lieben Besuch aus der Steiermark und diesen nutzten wir natürlich um mal wieder ein bisschen Salzburg zu erkunden. Für Österreich-Touristen ist ja Salzburg ein absolutes Muss, doch wenn man in der Nähe wohnt, behandelt man die Sehenswürdigkeiten vorort ein wenig stiefmütterlich.

Mozartplatz Blick auf Salzburger Dom bei Dämmerung

Wir entschieden uns für eine Nachtwächterführung. Diese beginnt jeden Freitag um 21 Uhr bei der Infostelle am Mozartplatz. Obwohl es regnete, war die Führung ausgebucht. Es waren etwa 50 Leute anwesend. Trotz der großen Gruppe konnte man problemlos den Auführungen des Nachtwächters  folgen. Zu viel Text möchte ich jetzt aber gar nicht schreiben, denn ich habe Euch ein paar Bilder mitgebracht.

Salzburger Dom bei Dämmerung
*) Dom

Festung Hohensalzburg im Abendlicht
*) Festung

Vielleicht eines noch: die Führung dauert ca. 1,5 Stunden und führt durch zahlreiche kleine Gässchen in der Altstadt. Zudem erfährt man auch etwas über die Aufteilung der Stadt in einen "weltlichen" und "geistlichen" Bereich im Mittelalter. Ein Highlight waren die vielen Redewendungen, die auf diese "finstere" Zeit zurückgehen.

Salzburger Türme im Abendlicht

Papagenoplatz am Abend
*) Mitte: Papagenoplatz; links Krottengasse


Interessant war auch zu erfahren, dass sich direkt hinter dem Domkapitel das heute zum Teil noch aktive Rotlichtviertel erstreckt(e) (Herrengasse). Früher soll es anscheinend  sogar eine direkte Verbindung gegeben haben.

Kapitelplatz mit Blick auf Stift Sankt Peter am Abend
*) Stift St. Peter

Skyline mit Festung Hohensalzburg bei Nacht
 *) Blick auf den Rudolfskai und die Festung

Am nächsten Tag wollten wir unbedingt segeln gehen. Doch der Wetterbericht wechselte mehrmals. Mal Regen, mal Sonne, mal Gewitter. Nachdem zu Mittag immerhin noch die Sonne schien, riskierten wir es. Heuer war es unsere erste Ausfahrt mit Daria.

Wallersee


Der Wasserspiegel des Wallersees ist nach wie vor relativ hoch. Kein Wunder, denn es hat nahezu jeden Tag geregnet. Zwar ist nicht der erwartete Starkregen gekommen, aber die Menge hat trotzdem gereicht. Daria konnte so zumindest einfach ins Wasser geslippt werden. Das Herausziehen gestaltete sich allerdings schwieriger, denn da hat es schon wieder geregnet...



Hielt sich der Wind anfangs in Grenzen, erreichten wir am Ende an die vier Knoten.



Der Regen war alsbald vorüber und so konnten wir den Abend in der Tiefensteinklamm in der Nähe von Weng bzw. Schleedorf ausklingen lassen. Die Tiefensteinklamm ist zu Recht ein Salzburger Naturdenkmal. Wir waren begeistert und werden wohl wieder mal hinfahren. Die Klamm ist relativ leicht mit dem Auto und anschließend zu Fuß zu erreichen. Die Gehzeit beträgt nur etwa 20 Minuten.

Tiefensteinklamm

Kaskade Tiefensteinklamm

Der Platz rund um die Klamm wirkt verwunschen und mystisch. Uns erinnerte es ein wenig an den Herren der Ringe. Allerdings hatten wir nicht erwartet, so einen Ort quasi vor der Haustüre zu haben.

Kaskade Tiefensteinklamm

Tiefensteinklamm

Tiefensteinklamm

Kaskade Tiefensteinklamm

Man könnte fast meinen Gollum kommt gleich um die Ecke und sucht seinen Schatz :)

Tiefensteinklamm

Der große Stein wäre ja perfekt für ihn :)

Wasserfall Tiefensteinklamm

Tiefensteinklamm

Irgendwann mussten wir dann aber doch wieder heimgehen. Ebenso muss dieser Post einmal enden. Er ist ohnehin recht lang geworden. Vielen Dank für's Durchhalten. Vielleicht kennt jemand von Euch ein gutes Resize-Tool, welches die Qualität der Bilder so gut wie möglich beibehält. Mein Werkzeug enttäuscht mich ein wenig, die Bilder verlieren viel von ihrer Brillanz und wirken zum Teil recht flau. Bislang konnte ich aber noch kein anderes, leicht bedienbares Tool finden.

Ach ja, das Gewinnspiel läuft noch bis 26.06. - bis dahin könnt hier noch einmal am Tag für meinen Garten voten. Vielen herzlichen Dank, dass Ihr mich jetzt schon so fleißig unterstützt habt.

Bis bald und baba!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Superfood aus dem Garten!

By On 21:08
Ist Euch der Begriff Superfood auch schon des Öfteren in letzter Zeit untergekommen? Mir persönlich vorwiegend im Zusammenhang mit vegetarischen bzw. veganem Essen. Worum es sich dabei eigentlich genau handelt, habe ich jetzt mal recherchiert. Laut Wikipedia werden als Superfood jene Nahrungsmittel bezeichnet, denen ganz besondere Eigenschaften, teils sogar medizinischer Natur,  nachgesagt werden. Superfood zeichnet sich zudem gegenüber anderen Pflanzen mit einem höherem Nährwer aus. Der Begriff selbst stammt aus der Werbung respektive dem Marketingbereich. Wie dem auch sein mag, Superfood liegt derzeit voll im Trend.


Aber woher bezieht man Superfood am Besten? Ist Superfood aus dem Supermarkt wirklich so gesund? Würde der Garten nicht viel die bekömmlicheren Schätze anbieten? Gerade diesem Aspekt ist Wolfgang Funke in seinem Buch "Super Food aus dem Garten - Ganz einfach selbst anbauen", erschienen im BLV-Verlag, nachgegangen. Ich muss sagen, ich bin ganz seiner Meinung, wirklich gesunde Zutaten kommen (vorwiegend, wenn möglich) aus dem eigenen Garten. Zudem ist die CO2-Bilanz der eigenen Ernte kaum zu toppen. Es gibt doch nichts Schöneres als Gemüse per pedes in die Küche und anschließend in den Kochtopf zu befördern.


Das Buch hat mich insofern neugierig gemacht, da ich mich bislang mit dem konkreten Nährwert selbstangebauten Obst- und Gemüsesorten eher wenig beschäftigt habe. Für mich war es einfach ausreichend zu wissen, die Leckerein sind vor der Haustüre gewachsen und wurden von uns mit Liebe gepflegt.


 Aber zurück zum Büchlein von Hrn. Funke. Dieses ist in drei große Kapitel unterteilt: Obst- und Beeren, Grünzeug (= verschiedenes Gemüse) sowie Exoten. Die einzelnen Früchte bzw. Pflanzen werden unterschiedlich detailliert vorgestellt, doch es finden sich stets Angaben betreffend Anbau im Garten, Ernte und Verwendung (teilweise mit Rezeptvorschlag) als auch Nährwertangaben und  gesundheitsfördernder Wirkungen, die dem jeweiligen Gewächs zugeschrieben werden.


Herausgepickt habe ich mir für's Erste jene Pflanzen, die auch tatsächlich in meinem Garten wachsen und das sind jede Menge: Äpfel, Marillen, Zitronen, Kiwi (leider noch keine geerntet), Heidelbeeren, Basilikum, Marillen, Weintrauben, Hagebutten (neu), Oregano und Petersilie. Das bei lediglich 350m² verfügbarer Gartenfläche. Natürlich vergisst der Autor auch nicht auf bekanntes Superfood wie Goji-Beeren, Chiasamen usw., aber diese finden sich in meinem Garten (noch) nicht.


Mein persönliches Superfood schlechthin ist die Zitrone, auch wenn ich den Bedarf nicht komplett aus eigener Ernte decken kann. Ein Tag beginnt mit einer Tasse Zitronentee und der Abend klingt mit einer heißen Zitronenlimonade aus. Zitronensaft gemischt mit Wasser soll den Säure-Base-Haushalt des Körpers regulieren und des Weiteren sollen Zitronen eine antimikrobielle Wirkung gegen bakterille Infekte haben. Klingt doch sehr gesund, oder nicht?


Und ach ja, dann wäre noch das Basilikum, wovon insgesamt 12 Stück auf meinen Fensterbänken wachsen. Dieses Kraut wirkt antibakteriell und schützt vor Infektionen. Zudem hilft es bei Stress. Hmm, Äpfel .... So, jetzt höre ich aber auf. Die Liste ließe sich noch laaange fortsetzen.

"Superfood aus dem Garten - Ganz einfach selbst anbauen", Wolfgang Funke, BLV-Verlag, ISBN-978-3-8354-1531-7, € 12,99 (DE) / € 13,40 (A).

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar.

PS: Nachdem das Gewinnspiel schön langsam in die Endphase kommt, möchte ich Euch bitte fleißig hier für meinen Garten zu voten. :)

Bis bald und baba!