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Dienstag, 20. Juli 2010

Mehltau als Ursache für keine Früchte an Zucchini, Gurke und Kürbis? Und Spinnmilben an Melanzani und Melonen...

Als ich heute oben genannte Pflanzen genauer anschaute, entdeckte ich auf den Blättern weißliche, runde Flecken - Mehltau. Eigentlich brachte mich ein Post im Gartenforum dazu meine Pflanzen doch mal etwas akripischer zu betrachten als sonst. Im Beitrag ging es darum, dass einer der User des Forums zwar wunderschöne Zucchini-Pflanzen hatte, jedoch keine einzige Frucht zur Reife gelangte, weil sie zuvor schon gelb und matschig abfiel. Obwohl an den Blättern nichts zu erkennen ist, sind die Pflanzen bereits erkrankt - der Pilz verbreitet sich schleichend. Gehen Anfangs nur die Fruchtansätze verloren, zeigt sich das Schadbild bald auch auf den Blättern, tut man nichts, ist die Pflanze hinüber und dafür ist es meines Erachtens Mitte Juli noch ein wenig zu früh.

Ein solches Krankheitsbild ist laut Forum dann typisch, wenn vorallem Mai und Juni, sprich die Frühsommermonate, zu kalt und feucht sind.
Meine Pflanzen leiden hauptsächlich am Echten Mehltau - jener befindet sich auf der Blattoberseite. An einem Blatt konnte ich aber auch Falschen Mehltau ausfindig machen - er sitzt an der Blattunterseite und zeigt sich auf der Blattoberseite durch gelbe Flecken. Laut der Literatur, die ich zur Verfügung habe, tritt Echter Mehltau vorallem dann auf, wenn es sehr trocken ist und das war es in den letzten zwei Wochen bestimmt. Da mir dieses Problem nun bewusst ist, kann ich auch gezielt Gegenmaßnahmen setzen und diese wären das Entfernen von stark betroffenen Blättern sowie das Spritzen mit der Backpulvermischung, damit die Oberflächen der Blätter basisch werden und sich der Pilz verzieht. Leider ist Mehltau, wenn er mal da ist, recht hartneckig und lässt sich nur schwer vertreiben.


Der Grund dafür, dass sich nur sehr wenige weibliche Blüten bilden - ja, dieses Problem habe ich auch -, liegt wahrscheinlich daran, dass die Pflanzen nicht ganz optimal stehen, sie haben leider relativ viel Schatten. Wirklich viel Sonne gibt es nur auf der Terrasse, doch dort ist es über Mittag viel zu heiß und genau diese Hitze konnten die Pflanzen im Vorjahr überhaupt nicht ab.

Da sich der Befall noch in Grenzen hält, kann ich vielleicht noch Schlimmeres verhindern. Bei der Roma-Tomate sieht es ein wenig schlimmer aus, die Blätter sind stärker befallen. Auch sie habe ich vorerst mit der Backpulver-Mischung gespritzt.


Meine Melonen leiden zwar nicht am Mehltau, doch genau wie die Melanzani an Spinnmilben. Diese winzigen Spinnentierchen tauchen genauso wie der Echte Mehltau mit Vorliebe dann auf, wenn es heiß und trocken ist. Hier bin ich mit Schmierseifenlösung ausgerückt, wenn das nicht hilft, greife ich auf das fertige Bio-Spritzmittel zurück und hoffe, dass dieses Mittel den Tierchen den Gar aus macht.
Spinnmilben erkennt man an den winzigen gelben bzw silbrigen Flecken, die an der Blattoberseite entstehen. Sie rühren daher, dass an diesen Stellen das Blatt ausgesaugt wurde und nur noch die "Haut" über ist. An der Unterseite, sitzen geschützt massig kleine Spinnentiere, die auch eifrig dabei sind Gespinste zu weben. Übersieht man es, können sie die ganze Pflanze einspinnen. Sie verschwinden aber wieder, wenn ihnen die Umgebung nicht mehr zusagt, sprich es feuchter wird oder wieder windiger und vorallem kühler.


Meine Opuntie hat ein ganz anderes Problem - an ihr sitzen haufenweise Schildläuse. Lange Zeit konnte ich die weißen Flecken nicht als diesen Schädling ausmachen und dachte immer sie hätte an diesen Stellen einen Sonnenbrand. Aber da die Opuntie eine Zierpflanze ist, werde ich sie mit Combi-Sticks bekämpfen.

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