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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Dienstag, 24. August 2010

Kurzausflug nach Deutschland (München, Unlingen, Ravensburg, Ulm, Augsburg)

Dieses Wochenende machten wir einen Ausflug nach Deutschland, der Anlass dafür war ein Treffen mit den Wüsen-Pinguinen, welche eine große Party veranstalteten, in Unlingen. Damit uns ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung stand, hatte sich Jakob extra einen Tag freigenommen.

Am Freitag (20.8.2010) fuhren wir über das Ennstal bis nach München. Leider brachen wir in Graz nicht so pünktlich wie geplant auf und erreichten daher erst viel später als erwartet unser Ziel. Schuld daran waren auch der starke Verkehr und die engen Straßen.
Unser Hotel war das Ibis in München Westend. Es liegt günstig in der Nähe der Autobahn und ist ohne viel Sucherei zu erreichen. Auch die U-Bahnstation befindet sich in nächster Umgebung - mit der U4 bzw U5 kann man direkt in das Zentrum fahren, welches sich rund um das Odeon und dem Karlsplatz auch Stachus genannt, befindet.
Die erste Station an diesem Abend war, natürlich wie es sich für jeden richtigen München-Besucher gehört, das Hofbräuhaus. Dieses war gesteckt voll und wir fanden nur mit Mühe einen Platz. Zum Essen gab es dann Schweinsbraten und Spanferkel mit Knödel und Sauerkraut. Jakob versuchte sich auch an einem Maß-Bier, allerdings ist dieses kaum zu schaffen, wenn man nicht geübt ist. Ich kostete nur einen Schluck vom bayrischen Nationaltrank - bin ja doch nicht so der Bierfan. Nach so einem deftigen Essen um etwa halb elf in der Nacht, brauchten wir noch einen Verdauungsspaziergang und dieser führte uns über den Rathausplatz und die Kaufingerstraße.

Hofbräuhaus



Rathaus



Der nächste Morgen (Samstag, 21.8.2010) begann mit einem ausgiebigen Frühstück und anschließender Erkundung der Münchner-Innenstadt. Leider hatten wir dafür nur etwa drei Stunden Zeit, ein bisschen wenig für so eine tolle Stadt. Unser Kurzprogramm beinhaltete einen Besuch des Dallmayer-Feinkostladens - gigantisch was es dort alles zu kaufen gibt: diverse Antipasti, Fleisch, Wurst, Käse, Marmeladen, Früchte und Obst, Torten, Gewürze usw. Die Verkäuferinnen sehen übrigens genauso aus wie in einem alten Fernsehspot des Unternehmens - blaues Kleid und weiße Schürze. Eigentlich wollten wir dort auch einen Kaffee trinken, doch aufgrund des Gedränges und der damit verbundenen Menschenmassen, die sich durch diesen Laden wurschtelte, mussten wir diesen Gedanken bald wieder verwerfen.
Gleich in der Nähe von Dallmayer befindet sich der Manufactum-Laden, in Österreich bekannt durch das Internet und einem Bestellkatalog. Dort gibt es alles und nichts zu kaufen, Computer sind neben Lederschuhen und Taschen zu finden, es gibt dies und jenes für den Garten (Kannen, Wasserhähne aus Messing, Spaten ...) und die Preise sind zum Teil sagenhaft. Eine Packung mit Tomatensamen, welche in etwa sechs verschiedene Sorten beinhaltete, kostete an die 18 Euro - Schock!.
Die nächste Station war der Viktualienmarkt. Dabei handelt es sich um einen Gemüse-, Obst- und Leckereienmarkt, vergleichbar mit dem Naschmarkt in Wien. Allerdings ein wenig größer, glaube ich. Ich musste jedenfalls ganz viele Fotos von den vielen ausgefallenen Spezialitäten machen . Eine Besonderheit des Marktes ist auch der Ort, wo er sich befindet - nämlich auf einem Platz an dem viele Figuren von bayrischen Volksschauspielern aufgestellt sind, zB Karl Valentin und seine Partnerin.
Nach einem Besuch der Liebfrauenkirche gab es eine "Weißwurscht" im Augustinerkeller, welcher über einen typischen bayrischen Biergarten verfügt. Ein bisschen Bummeln durfte natürlich auch nicht fehlen, besonders da München eine echte Modestadt ist. Es gibt richtig viele Schuhgeschäfte und natürlich Bekleidungsläden. Aufgefallen ist mir, dass Ketten, welche es auch in Österreich auch gibt, in Deutschland oftmals über ein viel größeres und manchmal sogar besseres Sortiment verfügen als hier.
Am Nachmittag ging es weiter nach Unlingen, wo uns die Wüsten-Pinguine von der Allgäu-Orient-Rallye bereits erwarteten, aber das möchte ich näher im dortigen Blog ausführen. Die Party war jedenfalls echt toll, genauso wie der Film, den Peter zusammengestellt hatte. Wir haben uns sehr über das Wiedersehen gefreut. Die Feier dauerte für uns bis etwa halb eins in der Nacht, die anderen hielten es bis in der Früh aus, aber der Umstand, dass wir nächsten Tag doch eine weite Autofahrt vor uns hatten, ließ uns "zeitiger" zu Bett gehen.

München-Innenstadt


Viktualienmarkt


Rathaus und Rathausplatz


Liebfrauenkirche


Augustinerkeller


Kaufingerstraße


Stachus/Karlsplatz


Unlingen



Am Sonntag (22.8.2010) nach einem Frühstück mit unseren Freunden ging es nach Ravensburg. Dort besuchten wir Minimundus am Bodensee und schauten uns ein bisschen die Stadt an. Doch die Zeit drängte, von Ulm wollten wir auch noch etwas sehen und spätestens am Abend mussten wir Augsburg erreichen.
Ulm ist eine prächtige Stadt, die sich um einen Münster, eingesäumt von vielen Häusern mit Treppengiebeln, gruppiert. Kaum zu glauben, dass nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich keines der Häuser mehr Stand und neu errichtet wurde. Mittagessen gab es im Gasthaus zu Zill.

Ravensburg


Ulm



Augsburg, welches wir am Montag besichtigten, ist wahnsinnig beeindruckend. Vor allem die Fuggerei ist etwas ganz Besonders. Dabei handelt es sich um die älteste Sozialsiedlung der Welt, welche wie eine Stadt in der Stadt zu verstehen ist. Sie ist umgeben von einer Mauer und Eingangstoren, welche auch heute noch Abends verschlossen werden. Die Kaltmiete beträgt im Jahr den Nennwert eines Rheinthaler Guldens, das sind umgerechnet 88 Cent - Nebenkosten (Strom, Wasser, Telefon) müssen von den Bewohnern selbst getragen werden. Die Hausordnung stammt noch von Jakob Fugger und daran hält man auch heute noch fest. Weiters gibt es einen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen, welcher den Bewohnern der Fuggerei Schutz bieten sollte. Diesen Zweck erfüllte er auch, als es während des Krieges einen verheerenden Bombenangriff auf Augsburg gab. Ein weiteres Highlight war der Goldene Saal im Rathaus, welcher in den 1980er Jahren wieder vollkommen hergestellt wurde. Denn vom Rathaus waren nach dem Krieg nur noch die Außenwände über, der Rest lag in Schutt und Asche. Augsburg war aufgrund der Messerschmitt-Werke für die Alliierten ein strategisch wichtiges Ziel und wurde auch dementsprechend angegriffen.
Zum Abschluss gab es noch einmal Weißwürste und Törtchen zum Mitnehmen von der Konditorei Eber am Rathausplatz. Heimgefahren sind wir allerdings über das Voralpenkreuz. Das ist zwar ein kleiner Umweg, aber es geht zügiger voran, als wenn man ständig im Stau irgendwo im Ennstal steckt.

Augsburg bei Nacht


Fugger Privatbank bzw Wappen


Kloster Sankt Ulrich und Sankt Afra


Rathaus


Stadtansichten


Markt



Fuggerei


Heimfahrt

Allianz Arena in München

Kommentare:

  1. Ganz schön dicht gedrängtes Programm! Und falls ihr mal wieder nach Augsburg kommt, nehmt euch mehr Zeit, dann biete ich euch mich euch als Fremdenführer an. Meldet euch doch einfach. Zu den Fotos: Oben ist die Kirche St. Moritz, darunter der Moritzplatz mit dem Merkurbrunnen. Das erste Foto unter "Stadtansichten" zeigt St. Georg - das Denkmal stand früher an einem Brunnen in der Jakobervorstadt -, das mit Wein bewachsene Haus im Hintergrund, das auch rechts auf dem nächsten Foto zu sehen ist, ist die Kresslesmühle. Das Foto, bevor es auf den Markt geht, zeigt den Rathausplatz mit dem Augustusbrunnen, an dessen vier Ecken die Figuren symbolisch die Augsburger Flüsse darstellen: die Wertach, die Singold, den Brunnenbach und den Lech.
    Gruß aus Schwaben!

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  2. Vielen Dank für Dein Angebot und Deine Ausführungen zu meinen Bildern - habe ich wieder etwas gelernt. Wenn wir wieder einmal nach Augsburg kommen, melden wir uns gerne.

    lg kathrin

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