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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Sonntag, 7. November 2010

Gestaltung und Bau der Sumpfbeete!

Nachdem das Wetter nach wie vor schön und frostfrei ist, konnte mich nichts mehr halten, musste ich einfach mit dem Bau der Sumpfbeete, ich bezeichne sie einfach mal so, loslegen. Zuerst wollte ich nur eines in einem 40l Mörteleimer anlegen, doch diese Größe war in keinem der Baumärkte meiner Umgebung zu finden, so entschloss ich mich für zwei 20l Mörteleimer. Nachträglich betrachtet wäre der 40l Eimer auch viel zu groß gewesen und hätte nicht gut neben den bereits bestehenden Miniteich gepasst. Die zwei leicht höhenversetzt eingegrabenen kleineren Gefäße sehen da schon um einiges besser aus.

Ausgerüstet mit Spaten und Hacke ging es ans Werk. Erst einmal musste ich ein ausreichend tiefes Loch ausheben,  wo die zwei Kübel Platz fanden - puh, das war ganz schön anstregend. Damit sie später auch gerade stehen, kieste ich den Untergrund ein. Anschließend befüllte ich die Eimer, in deren Böden ich Löcher gebohrt hatte, bis etwa zur Hälfte mit groben Blähton, welchen ich von der Teicherde mit einer Schicht Vlies und perforierten Plastik abtrennte. Doch wozu die Drainage? Ganz einfach, es sollte das Wasser ablaufen können, aber langsam, damit sich zwar der gewünschte Effekt (vernässter Boden) einstellt, jedoch "absaufen" sollten die Pflanzen auch nicht, denn gerade die Gewächse, die mir vorschweben (zB Sumpfdotterblume), wollen zwar oft nassen Boden haben, aber nicht ständig.
Ganz wichtig ist es außerdem, genau darauf zu achten, dass kein mit Nährstoffen angereichertes Wasser aus der Sumpfzone in den Teich bzw Miniteich schwappen kann, ansonsten ist die Algenbildung vorprogrammiert.

Die größte Schwierigkeit an der ganzen Sache ist wohl die, dass die Abgrenzung zwischen Sumpf, Feuchtboden, Nassboden und Seichtwasser selbst in der Natur recht unscharf ist, weil immer ein fließender Übergang zwischen diesen verschiedenen Zonen vorliegt. Will man nun etwas Vergleichbares künstlich anlegen, wird es mitunter richtig kompliziert, denn auch in einem solchen Beet sollte später einmal ein Gleichgewicht entstehen.

Laut Wikipedia ist die Sumpfdotterblume, eine von mir gewünschte Pflanze, ein typischer Nässezeiger, welcher sich auf einer 12-stufigen Skala von Ellenberg auf Position 8 befindet und somit für einen oft durchnässten Boden steht. In die gleiche Kategorie fallen Sumpfvergissmeinnicht, Blutweiderich und einige andere Gewächse mit traumhaften Blüten - für diese habe ich hoffentlich heute zwei adäquate Beete gebaut. Aber erst einmal kommt der Winter - wie ich nun den Miniteich und die Beete genau gestalten werde, überlege ich mir dann im Frühling. Eines steht aber jetzt schon fest, für das Rundherum werde ich Flußsteine verwenden und keine Palisade mehr.

erste Schritte


... noch nicht wirklich perfekt


sieht schon viel besser aus


Blähton


Vlies


perforiertes Plastik


Erde


so sieht das Ganze im Moment aus - Pflanzen kommen erst im Frühjahr


Quellen:
Siehe auch: Überwinterung des Miniteiches und Verbesserungen für das nächste Jahr!


Nachtrag

Heute habe ich den Miniteich endgültig eingewintert. Das Wasser werde ich im Kübel belassen, es ist zumindest einen Versuch wert. Ob der Mörteleimer den Frost unbeschadet übersteht oder nicht, wird sich spätestens im Frühjahr zeigen. Im Internet habe ich diesbezüglich nur sehr widersprüchliche Berichte gefunden, die einen schreiben, dass man das Wasser bei in der Erde eingegrabenen Gefäßen bedenkenlos drinnen lassen kann, die anderen jedoch raten selbst in diesem Fall dazu, das Wasser auszuleeren. Bei freistehenden Gefäßen stellt sich diese Frage überhaupt nicht, da das Wasser ohnehin raus muss, wenn man nicht will, dass es zu Frostschäden kommt.
Weiters habe ich noch abgestorbene Pflanzenteile und in den Teich reingefallene Blätter entfernt - eine richtige Aufräumaktion also. Damit nun nichts mehr reinfallen kann, habe ich den gesamten Miniteich mit Vlies abgedeckt.


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