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Vielfältig wie Österreichs Natur ist auch dieser Blog. Unser Garten ist Quelle hochwertiger Lebensmittel für die Küche und Oase der Ruhe. Dieser Food-, Familien- und Gartenblog bietet Dir Rezepte, Buchvorstellungen, Gartentipps. Gegärtnert wird im Freiland und im Topf für die gesamte Familie.

Sonntag, 29. April 2012

Urlaubsstimmung!

By On 22:45
Bitte entschuldigt, in den letzten Tagen war es ein bisschen ruhig im Blog und zum Kommentieren bin ich auch nicht gekommen, der Grund - Daria! Daria ist unser Lis-Jollenkreuzer und wir haben ihn letzte Woche von Graz an den Wallersee überstellt. Die Fahrt dauerte lange, verlief aber Gott sei Dank ohne Probleme.

Am Wochenende gab es wunderschönes Wetter inklusive sommerliche 30°C - Urlaub zu Hause bekam damit für uns eine neue Dimension!

hier wird das Boot für den Transport flott gemacht


am Wochenende war es dann soweit - Daria wurde zum ersten Mal dieses Jahr aufgetakelt und über eine Slip-Rampe zu Wasser gelassen


klar zur Ausfahrt



Wind gab es am Samstag genug


durch das Fenster sind noch gut die verschneiten Berge zu erkennen (Untersberg, Gaisberg)






zu meiner großen Überraschung finden sich im Wallersee auch viele Muscheln

diese Frösche veranstalten ein richtiges Quarkkonzert, ob sie wohl alle erfolgreich waren?

Dienstag, 24. April 2012

Fortschritte!

By On 20:45
So lange ist es doch noch gar nicht her, da habe ich Euch die Blüten meiner Obstbäume gezeigt und zeigen sich bereits die ersten Früchte. Frost gab es in Graz Gott sei Dank keinen mehr, damit auch keinen Schaden, aber die Hauptstadt der Steiermark ist ohnehin von sehr mildem Wetter verwöhnt.

zuerst möchte ich Euch diese Violen zeigen, sie sind allesamt Nachkömmlinge von Pflanzen aus 2011, zum Teil haben sie sich unverändert ausgesät, zum anderen sind neue Variationen entstanden, wie zum Beispiel das gelbe Stiefmütterchen - ich werde sie mit nach Salzburg nehmen und im neuen Blumenbeet auspflanzen


die Himbeeren stehen kurz vor der Blüte, ich bin schon gespannt auf die die gelbe Sorte, die ich mir letztes Jahr gekauft habe


ein bisschen Sorgen macht mir heuer der Wein - die rote Sorte (hier im Bild) gedeiht wunderbar und zeigt auch schon ganz kleine Blütenansätze, hingegen hinkt die weiße sehr hinten nach und zeigt erst Ansätze von Laub  


Frostschäden gibt es vorwiegend an meinen Heidelbeeren - der anfänglich sehr milde Winter ließ die Pflanze vorzeitig austreiben, dann aber kam aber der Frost ließ etliche Blüten erfrieren


große Erwartungen weckt hingegen die Kiwi, nachdem sie bald aufgrund eines Befalls mit Deckelschildläusen eingegangen wäre, überrascht sie dieses Jahr mit Blüten in nahezu jeder Blattachse, bleibt nur noch abzuwarten, ob sie auch wirklich Kiwis tragen wird - es handelt sich übrigens um die Sorte "Jenny", welche selbstbefruchtend sein soll


meine Säulenapfelbäume sind heuer so gut bestückt, dass ich die Äpfel zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt ausdünnen muss


die "Große Schwarze Knorpelkirsche" hat sich im Topf eingelebt und überschüttet uns wieder mit Früchten - die kleinere, selbstbefruchtende Sorte hängt noch ein bisschen nach, trägt aber bereits mehr als letztes Jahr


die Ernte bei der Marille scheint ebenfalls vielversprechend zu sein


vergangenes Wochenende habe ich auch meine Zitruspflanzen ausgewintert und zum Teil umgetopft - meiner Clementine, die ansonsten gute über den Winter gekommen ist und ebenso wie die Zitronenbäumchen erstmals nach zwei Jahren wieder Blüten ansetzt, hat das überhaupt nicht gefallen - sie lässt nun alle Blätter hängen, ich hoffe sie erholt sich bald wieder


ach ja und die Ribisel sind auch am Blühen

Montag, 23. April 2012

Der Miniteich wird neu angelegt!

By On 22:23
Inzwischen haben wir auch den Miniteich übersiedelt, welcher den Winter unbeschadet überstanden hat. Für den Transport mussten wir ihn komplett ausräumen - Steine, Wasser und Pflanzen. Angelegt hatte ich ihn bereits im Frühjahr 2010, also vor zwei Jahren, eine Revitalisierung war daher dringend notwendig. Aufgrund der vielen Buchen und Linden im Grazer Garten landeten viele Blätter, Bucheckern und Samen von den Linden im Teich, Material, das verrottet und bei wärmeren Temperaturen die Bildung von Algen im kleinen Biotop fördert. Der Umzug bot eine gute Möglichkeit den Teich gründlich von zu viel toten Pflanzenresten zu reinigen und auch die Steine neu anzuordnen.
Verluste gab es Gott sei Dank nur wenige - im Sumpfbeet ist ein Zwergrohrkolben eingegangen und die Schizostylus, um welche es mir doch sehr leid tut, weil sie im Herbst wunderschön blühte.

zuerst habe ich die ganzen Steine aus dem Mörteleimer entfernt und diesen danach so gut es ging von alten Pflanzenresten gereinigt


zurück blieben nur die kleinen Kieselsteine am Grund und etwas Teicherde 


hier habe ich die Steine wieder angeordnet und zwar so, dass die Mauer so stabil wie möglich steht - für den Abschluss verwendet man am Besten flache Steine - auf die Betonziegel kommt, sobald die Temperaturen (die Temperatur muss durchgängig über 4°C liegen, damit man sie einsetzen kann) passen, die Teichpumpe



hier sind die Pflanzen schon wieder eingezogen


vorerst sieht das Ensemble rund um den Miniteich und die Sumpfbeete so aus, den letzten Schliff gibt es sobald die Zwiebelblumen verpflanzt werden können


diese Schönheit (Schizostylus - Mrs Hegarty) ist leider nicht durch den Winter gekommen


wenn man diese Bilder sieht, wird es wohl noch dauern bis ich die Teichpumpe wieder einsetzen kann



diese Schnecken lassen sich durch nichts aus dem Miniteich vertreiben

Sonntag, 22. April 2012

Von Kräuter- und Erdbeertürmen - eine Anleitung!

By On 11:13
Wir lieben Erdbeeren. Aber sie brauchen Platz und davon haben wir nicht unendlich viel. Lange habe ich daher überlegt was ich für den Garten basteln könnte, das viel Raum für meine Erdbeerenpflanzen schafft, aber im gleichen Zug selbst wenig davon beansprucht. Nach einigem hin und her habe ich mich wieder für einen Erdbeerturm entschieden, allerdings in einer bisschen abgewandelten Form als mein bisheriges Exemplar.

Ein Erdbeerturm auf maximal zwei bis drei Ebenen

Der Aufbau meines alten Erdbeerturms in Form einer Säule aus Töpfen (die Abzugslöcher der Töpfe sind hier genau mittig übereinander angeordnet) hatte den entscheidenden Nachteil, dass die Sonne nicht alle Pflanzen gleichmäßig erreichte, es gab kurz gesagt eine Sonnen- und eine Schattenseite. Bedingt wurde dies natürlich auch durch den Standort in der Nähe der Hausmauer. Denn die Sonne hatte nie die Möglichkeit den Erdbeerturm zu umrunden. Das Wachstum der Pflanzen war dadurch sehr zweigeteilt und nicht wirklich zufriedenstellend. Ein weiteres, aber entscheidendes Problem war, dass viele Erdbeerpflanzen nicht überlebten. Entweder weil der Topf ohnehin zu klein war oder die bepflanzbare Fläche durch die Säulenform überhaupt auf ein Minimum reduziert war. Die Erdbeeren wurden ab der mittleren Topfebene eher in den Erdbeerturm hineingequetscht als liebevoll eingesetzt. Dies ist keine gute Basis für eine dauerhafte Bepflanzung. Aus diesem Grund sollte man je nach Größe des untersten Topfes für den Erdbeerturm insgesamt maximal zwei oder drei Topfebenen vorsehen und ihn in Form einer Treppe (die verfügbaren Etagen werden somit größer) aufbauen.

Erdbeerturm mit drei Ebenen - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Der oberste Topf bei diesem Erdbeerturm ist auf Dauer zu klein. Die bepflanzbare Fläche im mittleren Topf ist ebenfalls viel zu klein. Aufgrund des säulenartigen Aufbaus bekommen die Erdbeeren auf der Hinterseite keine Sonne ab.

Der Aufbau des Kräuter- und Erdbeerturms in Treppenform

Wenn man einen Erdbeerturm in Form einer Treppe aufbaut, bietet dies gleich mehrere Vorteile: es entstehenden dadurch Etagen, welche den Pflanzen ausreichend Platz bieten und es entsteht ein tolles Mikroklima. Die Tontöpfe erwärmen sich zudem und strahlen diese Wärme auch wieder ab. Wichtig beim Aufbau ist die Drainageschicht. Sie muss für jeden Topf berücksichtigt werden. Ich habe dafür Tonscherben und Blähton verwendet. Tonscherben sind allerdings schwerer als Blähton. Dies sollte man berücksichtigen, wenn man einen Erdbeerturm am Balkon aufstellen möchte. Ohne eine gute Drainageschicht entsteht aber relativ schnell Staunässe, da das Wasser nicht gut abfließen kann. Staunässe ruiniert die Pflanzen und den Topf. Sie gilt es auf jedenfall zu verhindern.

Wer möchte, kann über der Drainageschicht aus Ton oder Blähton noch ein Vlies ausbringen, damit sich die Drainage nicht mit der Erde vermischt. Dies hilft allerdings nur bedingt, da die Wurzeln der Erdbeeren innerhalb einer Saison das Vlies durchwurzeln und in weiterer Folge ein Umpflanzen ohne Sauerei ohnehin nicht mehr möglich ist. Ich habe darauf verzichtet.

Anleitung Aufbau Erdbeerturm - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Dieser Erdbeerturm hat eine perfekte Größe für eine dauerhafte Bepflanzung.

Drainage für Erdbeerturm - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Vor dem Auffüllen mit Erde wird die Drainage aus Tonscherben oder Blähton eingefüllt.

Diesen Fehler solltest Du beim Bau Deines Erdbeerturms nicht machen:

Die nachfolgenden Bilder zeigen recht anschaulich, wie man es nicht machen sollte, denn die obersten drei Töpfe sind hier einfach zu viel. Die einzelnen Etagen werden dadurch einfach zu klein und bieten den Erdbeerpflanzen nicht mehr ausreichend Lebensraum, um einen heißen Sommer oder kalten Winter zu überstehen. Manchmal ist weniger einfach mehr.

fertiger Erdbeerturm - Gartenblog Topfgartenwelt

Erdbeerturm

fertig bepflanzter Erdbeerturm - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Es hat nicht lange gedauert und von diesem hohen Erdbeerturm sind nur die untersten beiden Etagen übrig geblieben.

Ein Erdbeeturm hat die perfekte Größe, wenn:

der unterste Topf zumindest einen Durchmesser von 46 cm aufweist und der kleinere Topf einen Durchmesser von 30 cm hat. Diese Kombination reicht aus, um ohne Probleme 10 bis 12 Erdbeerpflanzen unterzubringen. Wer möchte, kann natürlich anstatt von Tontöpfen auch Plastiktöpfe verwenden, sofern diese über gute Abzugslöcher verfügen. 

Erdbeerturm mit zwei Etagen - Gartenblog Topfgartenwelt
*) perfekte Erdbeertürme mit zwei Etagen in Treppenform

Alternative: Ein Erdbeerturm aus schräng hängenden Töpfen, welche auf einer Stange aufgefädelt sind

Ursprünglich wollte ich eigentlich einen Erdbeerturm bauen, bei welchem die Töpfe schräg auf einer Eisenstange aufgefädelt sind. Man sieht sie so häufig und sie machen optisch einiges her. Aber nun kommt das große ABER. Schräg aufgehängte Töpfe bedeuten für die Pflanzen nahezu dasselbe Dilemma wie zu kleine Etagen oder zu winzige Töpfe. Der akute Platzmangel führt zu einer Nährstoffunterversorgung. Die Erdbeeren gehen ein. Töpfe die schräg stehen, lassen sich zudem kaum durchdringend gießen, da das Wasser bereits weitgehend an der Oberfläche abfließt. Die Pflanzen verdursten.

Davon abgesehen ist bei einem solchen Erdbeerturm einiges an Material und Arbeitsaufwand notwendig, damit dieser am Ende Wind und Wetter stand hält. Meine Variante aus Töpfen, die lediglich ineinander gesteckt werden, ist da schon wesentlich einfacher und billiger umzusetzen.

Vielleicht interessiert Dich auch mein Artikel über die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers, einem fiesen Erdbeerschädling. Falls auf der Suche nach einer Idee für viele Blumen auf wenig Raum bist, wäre eine Gestaltung Knagglig empfehlenswert.

Zum Pinnen:


Einen Erdbeerturm selber bauen ist nicht schwer. Zudem gehört er in jeden Topfgarten. Erdbeeren kann man nämlich super in Töpfe pflanzen. #erdbeerturm #erdbeeren #garten #topfgartenwelt

Bis bald und baba,
Kathrin

Donnerstag, 19. April 2012

Übersiedelung des Gartens - Teil 4!

By On 17:56
Nachdem wir in Graz mittlerweile alles abgebaut haben und nur noch die Bäumchen in den Töpfen übersiedelt werden müssen, geht es in Salzburg an den Aufbau des neuen Gartens. Aufgrund des Wetters, bis jetzt hat es vorwiegend geregnet und die Temperaturen ließen zu wünschen übrig, sind wir leider noch nicht ganz so weit wie wir gerne wären, aber immerhin wird es übersichtlicher.

Eine Ecke im Garten gefiel mir überhaupt nicht, sie wirkte irgendwie tot und zugleich sehr unordentlich. Irgendetwas musste dort verändert werden. Die Umgestaltung wurde ungemein dadurch erleichtert, dass die gepflanzten Sträucher den Winter nicht überlebt hatten und wir deswegen die Erlaubnis erhielten sie zu entfernen.


Beim Entfernen der Pflanzen, insgesamt gab es davon drei Stück, fiel Jakob auf, dass keiner der Sträucher mehr über intakte Wurzeln verfügte. Entweder sind die Pflanzen im Laufe des strengen Winters erfroren oder  der Dickmaulrüssler hat sein übriges getan, denn der benachbarte Cotoneaster strotzt nur so von Blättern mit Lochfrass. Ein typisches Zeichen für diesen Käfer.

Lochfraß



Nach ein paar Stunden sah das Fleckchen immerhin schon so aus. Begrünt habe ich es mit Pflanzen aus Graz: Chrysanthemen, Ablegern meiner Fetten Henne, Mädchenauge, Stiefmütterchen, Tränendes Herz und einiges mehr.


Die Stiefmütterchen sind Sämlinge meiner letztjährigen Violenpracht rund um den Miniteich. Vielleicht finde ich noch ein paar von ihnen, wenn ich das nächste Mal nach Graz komme. 


das vorläufige Endergebnis


Außerdem konnten wir endlich unsere Hochbeete befüllen und bepflanzen sowie den Gemüsegarten in Schuss bringen. Frische Komposterde erhielten wir gratis bei der alljährlichen Aktion der Stadtgemeinde Anfang April. Doch wer nun meint am Lande wird einem der Humus auch einfach in den Hänger gekippt, der irrt gewaltig. Wir mussten selbst Hand anlegen und fleißig schaufeln.

hier sind wir schon beim Abladen und Befüllen


In den vergangenen Jahren hatten wir immer das Problem die Kapazität des Gemüsegartens nicht voll nützen zu können. Durch das Tomatenhaus entsteht zwangsläufig ein eine L-Form, die man zwar gut bepflanzen kann, jedoch Schwierigkeiten mit der Erde bekommt, da diese zum Folienhaus hin abrutscht. Weniger Erde zu verwenden, ist auch nicht optimal, da diese den Pflanzen für ein gutes Wachstum fehlt. Aber Jakob ist ein Bastler und hat aus den Resten vom Hochbeet die ultimative Lösung gebaut - eine passende Stützmauer! 

In einer Ecke des Gemüsegartens hat mein Erdbeerturm seinen Platz gefunden. Genaueres über ihn erfahrt ihr in einem späteren Post! Nachdem in Graz sich eher die Schnecken an den leckeren roten Früchten satt fraßen, als das wir etwas von ihnen gehabt hätten, musste gehandelt werden.


Neben Schnittlauch, Liebstöckl und Rhabarber wohnen mittlerweile Schnittsalat, Zuckererbsen und Möhren im Gemüsegarten. Letztere müssen natürlich erst auflaufen - feucht wäre es nun zwar genug, aber die Wärme fehlt.


von nun an darf diese Schnecke im Garten wohnen



im kleinen Hochbeet habe ich viele meiner Blumen untergebracht - im Moment wirkt es etwas unordentlich dies liegt aber daran, dass das Laub von vielen bereits verblühten Frühlingsblumen noch nicht abgeschnitten ist


Da genügend Platz in einem Garten, der nur etwa 60m² misst Mangelware ist, musste ich mir etwas für meine Kräuter überlegen. Zuerst wollte ich einen Kräuterturm bauen, welcher jenem der Erdbeeren entspricht, doch wohin damit? Im Gemüsegarten wäre dann kein Platz mehr für andere Sachen gewesen, aber dann kam mir diese Idee: warum nicht Blumentöpfe mit Hacken verwenden, am Hochbeet aufhängen und damit den Kräutergarten platzsparend in die Vertikale verlegen? Damit die Pflanzen nicht ersaufen, habe ich vorsorglich Löcher hineingebohrt, denn eigentlich handelt es sich bei diesen Exemplaren um Übertöpfe!


Das große Hochbeet wurde noch mit einem Folientunnel für Salat versehen. Im Moment sieht er aber nicht gut aus, da die Nächte viel zu kalt sind.