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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Montag, 13. Oktober 2014

Kellertank!

Der nachfolgende Post ist über ein den Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen entstanden, da die Arbeiten nicht alle am Stück erledigt werden konnten. Seit etwa eineinhalb Monaten ist der Tank im Einsatz und wir sind begeistert! Vor allem, sparten wir seit dessen Fertigstellung schon eine Menge an Wasser ein. Aber von Anfang an .....

Vor einigen Wochen, wenn nicht schon Monaten, habe ich Euch erzählt, dass wir einen Kellertank installieren möchten, um die Versorgung mit Gießwasser sicherzustellen und irgendwann einmal die Klospülung daran zu koppeln. Eine kurze Erklärung für alle diejenigen, die sich nun fragen, warum wir uns für einen Kellertank entschieden haben und nicht für einen, welcher im Garten eingegraben wird - wir leben im Seemoos, zu deutsch Moorboden, hätten wir den Tank eingegraben, wäre er wohl schon nach kurzer Zeit nicht mehr zur Gänze in seiner angedachten Position gewesen :)
Im Sommer haben haben wir uns endlich ans Werk gemacht und dabei gleich einmal unabsichtlich den Keller "geflutet", weil bei einem Gewitter der Regendieb nicht auf Winterbetrieb umgestellt wurde. Naja, mussten wir halt ein bisschen auftrocknen :) Viel war es Gott sei Dank ja nicht. Zudem war es eine gute Lehre - man sollte halt nicht das Wasser aufdrehen, wenn man es nicht adäquat auffangen kann :)

Der Tank passte übrigens haarscharf durch die Kellertüre, wäre er auch nur ein bisschen größer gewesen, hätten wir ziemliche Probleme bekommen.


Hier wird gerade der Regendieb montiert!


Damit das System funktioniert und kein weiterer Abfluss notwendig ist, muss die Zu- bzw. Ableitung, ausgehend vom Regendieb waagrecht zum Tank verbaut werden. Das ist ganz wichtig, sonst funktioniert es nicht! Es wurde ein Loch für die Verbindung zwischen Tank und Regendieb und ein weiteres Loch für den Druckschlauch gebohrt. Am nachfolgenden Bild macht Jakob gerade die Bohrungen für die Rohrleitungen. Ziemlich anstrengend, denn es mussten einige Zentimeter Stahlbeton durchbrochen werden.



Von außen sieht die Bohrung nicht so prickelnd aus, aber das ganze wird gut durch die Holzterrasse kaschiert.


Tja, hier passierte das Malheur. Der Regendieb war bereits angeschlossen als das besagte Gewitter über unser schönes Örtchen zog und zumindest kleinräumig unseren Keller flutete. An dieser Stelle sei noch vermerkt, dass Jakob nur Stunden zuvor im Baumarkt noch Witze über ein solches Ereignis machte... :)


Die Druckwasserpumpe schraubte Jakob direkt an der Wand fest. Damit sich das ganze aber nicht losrütteln kann, wurden die Füsschen noch mit zusätzlichen Dämpfern (Kunststoffteile aus dem alten Fiat Panda von der Allgäu-Orient-Rally) versehen. 


Im nächsten Schritt wurden schon mal teilweise die Rohrleitungen vorbereitet. Bevor die zweite Hälfte auf den Tank aufgesetzt wurde, wurde die Dichtung mit der mitgelieferten Schmierseife eingeschmiert. Dies ist wichtig, damit die Dichtringe beider Tankhälften gut ineinander einrasten und eben dicht sind.


Gott sei Dank waren die Tankhälften nicht so schwer. Eine wog in etwa 30 kg - also kein Problem für zwei starke Männer! Schwieriger war es schon die Dichtschellen anzubringen, welche den die beiden Hälften fix zusammenhalten, damit nichts verrutschen kann.


Hier das Prozedere in Nahaufnahme!


Tada, der Tank ist einsatzbereit!


In den ersten Tagen nach dem Aufbau hat es eher wenig geregnet, so dass sich die Messtandsanzeige kaum bewegt hat, aber die nächste Regenfront kam wie das Amen im Gebet und in nicht mal 48h war der Tank voll. Er fasst immerhin 1600 Liter.


Doch nicht nur im Keller sollte es ordentlich aussehen, nein, natürlich auch im Garten. Um der Wasserversorgung auch optisch den letzten Schliff zu geben, betonierte Jakob ein Fundament für eine Wassersäule, welche wir auf Amazon erstanden haben.


Das Loch, welches gebuddelt werden musste, war nicht so groß :) Eine ziemliche Erleichterung!


Fertig! Die Wassersäule wird von hinten (und nicht von unten) gespeist. Dies erleichtert das Auslassen im Spätherbst vor den ersten Frösten erheblich. Jedenfalls kann nun seit einigen Wochen nach Herzenslaune gepritschelt werden.


So, vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit bei diesem langen Post! Das nächste Mal wird die Gewinnern meiner Buchverlosung bekannt gegeben. Heute war es für eine Ziehung leider schon zu spät und am Wochenende war ich unterwegs!

Gute Nacht und baba :)

Kommentare:

  1. Hallo Kathrin!

    Wenig Regen ist in deiner Gegend eh die Ausnahme, also wird der Tank wohl immer gut gefüllt sein! Toller Arbeitsbericht wieder einmal!
    Liebe Grüße
    Verena

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  2. Liebe Kathrin,
    1600 Liter, wow, das ist schon ein gewaltiges Fassungsvolumen! In unserem Keller hätten wir leider keinen Platz für solch ein praktische "Trumm", aber clever finden wir solch einen Tank allemal - vor allem, wenn man dann tatsächlich auch WC-Wasser damit sparen kann!
    Alles Liebe (aus der "Mehr-oder-weniger-Blogpause")
    Traude
    ჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓჱܓ

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  3. Hallo Kathrin,
    das ist eine tolle Sache, die Klospülung kostenlos bedienen zu können.
    Wir haben leider keinen Keller und im Garten ginge es auch nicht, ohne dass ein Bagger über's Haus schweben müsste, daher bin ich schon über die Regentonne froh.
    VG
    Elke

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  4. Genug Regenwasser zum gießen zu haben das ist eine feine Sache. Leitungswasser ist da einfach zu wertvoll und auch nicht so gut. So finde ich, dass Ihr da eine sinnvolle Anschaffung gemacht habt und wünsche Euch viel Freude damit. Ich habe verschiedene Regentonnen die ums Haus verteilt sind
    Grüße von Marie

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  5. Leider haben wir keinen Keller und im Garten wäre es bei unserem Boden auch nur am Anfang mit Bagger gelungen. Damit wir doch noch Wasser auffangen können, muss ich mir mal etwas einfallen lassen. Ich gieße auch sehr ungerne mit Leitungswasser und für den Mini-Teich ist das auch nicht gut.
    Liebe Grüße Sigrun

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  6. Meine Güte, das ist ja mal toll! Und kein übel aussehender Wassertank steht im Garten und trotzdem gesammeltes Regenwasser. Einfach super wie ihr das gelöst hat. Nun, dafür brauchts halt einen etwas grösseren Keller. Damit könnten wir nicht dienen.
    So eine Regentonne ist wirklich unheimlich praktisch und dann noch so "schön" angeschlossen wie die eurige. Wieder einmal Daumen hoch!
    Liebe Grüsse
    Ida

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  7. Vielen Dank für Eure lieben Kommentare :)

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  8. Bin immer wieder schwer beeindruckt von eurer Sachkenntnis und der praktischen Umsetzung all eurer Ideen! Außerdem hab ich im Laufe eurer Um- und Ausbauaktionen viele neue Wörter gelernt ;-), zB Regendieb, ich gebs zu :-) Dafür kenn ich den Fiat Panda, ich fahre auch einen (mit Begeisterung). Könnte man prinzipiell auch die Waschmaschine mit dem Wasser aus dem Tank arbeiten lassen? Das täte mich interessieren.
    Liebe Grüße von einer immer begeisterten Leserin eurer "Baugeschichten" :-)

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    1. Hallo Elisabeth, ja laut dem System könnte man auch eine Waschmaschine an den Tank dranhängen, aber dann bräuchte man bestimmt mehr Tankvolumen als wir haben. Bislang haben wir beobachtet, dass man für einmal ausgiebig Garten gießen in etwa 100-150 Liter Wasser benötigt, wenn dann auch noch die Waschmaschine dran hinge... hmm.

      lg kathrin

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  9. Das schaut ja beeindruckend aus! Sagt,wie groß sind denn Eure Kellertüren, dass das Ding noch durchpasst. ;-) Das ist halt der Vorteil, wenn man in einem Haus wohnt. In meiner Wohnung bin ich was das Thema Wassersparen betrifft bei den Möglichkeiten sehr eingeschränkt.

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    1. Der Tank war in zwei Hälften zerlegt, sonst hätten wir ihn nicht in den Keller gebracht. Die entscheidende Türe ist 80cm breit, eine Tankhälfte nur marginal schmäler. Es war daher wirklich sehr, sehr knapp!

      lg kathrin

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  10. Liebe Kathrin,
    oh Wahnsinn...da habt Ihr ja wieder ein Mammutprojekt gestemmt, aber wenn es dann fertig ist, freut man sich unbändig,gell!!! Mir gefallen auch so Dinge die einen von den städtischen Medien unabhängiger machen, erstens spart es Wasser weil es nun nicht einfach im Boden versickert und zweitens sicher auch eine Menge Geld. Hab ich gleich mal meinem Schatz gezeigt und der war schier begeistert, der ist auch ein guter Heimwerker wie dein Jakob. So nun muß ich erst mal schauen was ich so alles verpasst hab in den letzten Monaten, freu mich aber wieder mehr hier sein zu können. Machs gut und grüß auch deinen Superhandwerker!!!
    Herzlichst Flori

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