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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Mittwoch, 19. August 2015

Tomaten einwecken/einrexen!

Ich habe Euch bestimmt schon mal erzählt, dass 32 Tomatenpflanzen in meinem Garten gedeihen. Die Sortenwahl verläuft quer durch die Bank - frühe und späte Sorten, gesprenkelte, gestreifte, gelbe, rote sowie fast schwarze Früchte lassen sich im Moment ernten. Die Gemüseeule hat zwar einiges an Schaden angerichtet (vor allem im freistehenden Foliengewächshaus), aber im Großen und Ganzen darf ich mich nicht beklagen.


Letztes Jahr haben wir das gesamte, gekochte Tomatensugo im Tiefkühlschrank eingefroren. Doch das Fassungsvermögen des Eiskastens ist beschränkt. Ein gar nicht zu unterschätzendes Problem, wenn es eine größere Menge an zu verarbeitenden Gemüse gibt und dieses dann den gesamten Platz beansprucht und für nichts anderes mehr rein passt. Heuer sollte daher alles a n d e r s werden. Zeitig habe ich mich daher im Internet über das einrexen bzw. einwecken im Backofen schlau gemacht. Eine altbewährete Konservierungsmethode, die schon meine Uroma, wenn auch in etwas abgewandelter Form ohne Backofen, anwandte. 


Das Prinzip des Einrexens ist eigentlich ganz einfach, aber auch wieder kompliziert, wenn man es noch nie zuvor gemacht hat. Zum Einkochen benötigt man als erstes spezielle Gläser, hitzebeständige Gummiringe und Klammern. Gut dieses Zubehör kann leicht im Internet oder im nächsten Supermarkt erstanden werden. Hier besteht noch keine Schwierigkeit, ebenfalls nicht bei der Vorbereitung des Einkochgutes. Die große Unbekannte war, zumindest für mich, das Zusammenspiel von Temperatur und Einkochdauer. Diesbezüglich waren einfach so viele Angaben zu finden, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen konnte.

Nach einem Probelauf und einiger Beobachtung, bin ich zu folgendem Schluss gekommen:
  • ganze Tomaten --> Tomaten gut waschen, in das Glas stapeln, je nach Größe des Behälters ein Teelöfferl oder ein bisschen mehr Salz dazu geben und anschließend mit abgekochtem Wasser auffüllen. 
  • Tomatensugo --> Sugo kochen und je nach Lust und Laune würzen, in die Gläser abfüllen und verschließen.

Fettpfanne auf der untersten Halter des Backrohrs einschieben, die Gläser so platzieren, dass sie sich nicht berühren und dann so viel Wasser einfüllen, dass die Gläser schlussendlich in einem Wasserbad von etwa 2cm Höhe stehen. Das Backrohr auf 120°C aufheizen und nach erreichen der Temperatur mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde zuwarten und danach regelmäßig kontrollieren, ob in den Gläsern bereits Bläschen aufsteigen. Sobald kontinuierlich Bläschen aufsteigen, kann man das Backrohr ausschalten und die Gläser darin, bei geschlossener Backofentür, abkühlen lassen.


Das Einrexen war erfolgreich, wenn sich ein Vakuum gebildet hat und die Deckel ohne Klammern auf den Gläsern halten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss natürlich sauber gearbeitet werden. Ach ja, beim Einfüllen sollte ein Rand von ca. 2 cm gelassen werden.

Die Paprika haben wir nicht eingerext, sie wurden zu gefüllten Paprika verarbeitet :)


Zum Abschluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die für meinen Garten beim Gewinnspiel von Bellaflora  abgestimmt haben. Es läuft noch bis zum 6.9.2015, bis dahin könnt Ihr noch oder nochmals Eure Stimme abgeben.

Baba und bis bald!

Kommentare:

  1. ah, so viele tomaten? ich habe mich noch nie an die tomaten im garten getraut,
    da hast du jetzt aber viel zu tun, aber lecker, ganzes winter hast du eigene tomachen auf dem tisch
    liebe grüße
    regina

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  2. Guten Morgen, liebe Kathrin,
    Deine Tomatenvielfalt ist herrlich anzuschauen, auch die Paprika! Ich hab auch Tomaten, aber nur 3 Pflanzen, mehr Platz haben wir nicht, die ersten waren reif und wurden sofort auf frischem Landbrot gegessen ;O)
    Das Einwecken im Backofen hab ich auch schon öfter gemacht, es geht genauso gut, wie im Einkochautomat.
    Ganze Tomaten hab ich allerdings noch nciht porbiert, aber, das könnte ich mit den Kirschtomaten mal versuchen, denn die Pflanze hängt sehr voll :O)
    Ich wünsche Dir einen schönen und fröhlichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥
    P.S. Hab Dir nochmal eine Stimme gegeben :O)))

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  3. Guten Tag Kathrin
    Tomaten so weit wie das Augen reicht, toll!
    Danke für die Idee Vorschläge, liebe Grüsse von Bea

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  4. Oh, noch eine Tomatenliebhaberin :) Bei mir werden es auch jedes Jahr mehr Pflanzen. Dieses Jahr habe ich um die 50 - im Gewächshaus und auch draußen.

    LG, Varis

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  5. und da kann ich nur neidisch auf deine rotdn Früchte schauen, wäre froh wenn ich auch eine rote hätte, dabei sind die Pflanzen so schön gewachsen und gesud. Es ist hier im Norden zu kalt zu nass und es fehlt die Sonne. In den letztn Tagen wa es so trüb und dunkel da dachte man schon an den Herbst.
    Einwecken im backofen ist zar für große Mengen interessant aber ies kostet auch viel Energie. Ich bevorzuge meinen elekt. Wecktopf, der genau die Tempreatur regelt und auch noch unser Punschtopf im Winter ist!
    der Vorteil vom Weckglas ist auch, man kann es sofort verwenden!
    Übrigens Segler wie Herr Erdmann hat auf seinen Reisen auch viel eingeweckte Mahlzeiten mit!
    Grüße von Frauke

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  6. Hallo Kathrin,
    Tomaten und Paprika aus dem eigenen Garten schmecken einfach am besten. Ich hatte dieses Jahr auch eine schöne Ernte und habe das was nicht gleich in der Küche verwertet wird, ebenfalls in Gläsern eingekocht.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  7. Hallo Kathrin, Deine Tomaten und Paprika sehen zum Reinbeißen aus! Ich denke mal, daß die ganz anders schmecken als die aus dem Supermarkt. Wenn ich so viele hätte, gäbe es jeden Tag Tomaten. Wenn man nicht mehr dagegen ankommt, ist Einkochen eine gute Lösung. Mir schmeckt es frisch immer noch am besten. Liebe Grüße Edith

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  8. Liebe Kathrin,
    meine Oma hat das auch immer so gemacht mit dem Einwecken. Es ist schön, wenn solche Methoden des Haltbarmachens heutzutage noch praktiziert werden.
    Gefüllte Tomaten gehören zu meinen Lieblingsspeisen :)
    Liebe Grüße,
    Christine

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  9. Hallo Kathrin,
    obwohl ich nicht so viele Tomaten wie du angepflanzt habe, stehen sie jeden Tag auf dem Speiseplan. Möglichst roh schmecken sie mir am besten. Aber wenn sie nicht mehr direkt gegessen werden können ist das einkochen eine gute Lösung. Meinen alten Einkochkessel habe ich vor Jahren verschenkt und will mir auch keinen neuen anschaffen. Seit die Kinder aus dem Haus sind lohnt sich der Aufwand nicht. Aber im Notfall werde ich deine Methode ausprobieren.
    Liebe Grüße,
    Anette

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  10. 32 Tomatenpflanzen - das ist ein Wort, wow. Ich muss mir auch bald was überlegen, wie ich unsere verarbeiten möchte. Das Wort Einrexen habe ich übrigens noch nie gehört, interessant! Ich glaube, bei uns sagt man auch Einwecken, das kommt sicher von den Weck-Gläsern, aber genau kenne ich mich nicht aus. Die Paprika, das könnte die Ferenc Tender sein, oder? Ich habe sie erstmals im Garten und sie sieht deiner sehr ähnlich.
    Viele schöne Gartengrüße
    Doris

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  11. Oh herrlich, mir läuft jetzt gerade das Wasser im Mund zusammen - ich glaube, ich hätt gern eine Tomatensauce! Oder gefüllte Papirka! ;o))
    Herzliche Rostrosengrüße
    Traude
    ✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ
    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/08/irland-reisebericht-glendalough-und.html

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  12. Hallo Kathrin,
    das sieht sehr lecker aus.
    Leider reichen meine paar Tomaten nicht zum Einkochen, aber roh schmecken sie sehr gut.
    VG
    Elke

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  13. Reiche Ernte, die du eingefahren hast. Da muss man ja konservieren , um den Geschmack des Sommers in die kalten Tage mitzunehmen. Einrexen heißt das in unserem Nachbarland, das wusste ich noch nicht. Mit Einwecken bin ich groß geworden, da ich meiner Mamma immer dabei helfen musste. Den Geschmack ihrer eingeweckten Gurken und vor allem die leckeren Birnen werde ich nie vergessen, und treffe ihn leider selbst beim Einmachen nur selten. Tomaten hat sie allerdings nie konserviert, und meine Tomatenernte ist da eher verhalten im Vergleich mit deiner, da lohnt es sich nicht.
    LG
    Sisah

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  14. Liebe Kathrin,
    ich war gestern schon mal hier spazieren. Habe nicht nur deine stattliche Tomatenernte bewundert, sondern vor allem auch den Elan, den du in die Verarbeitung investierst und das du deine Erfahrung auch gleich weitergibst. Habe mich an deinen schönen Salzburgerlebnissen in Wort und Bild erfreut, mich beim Anblick der Gemüseeule geschüttelt (noch nie gesehen so ein Teil, bin ich auch froh drum!). Euer Boot bestaunt und ganz begeistert eure Konvoi-Fahrt damit verfolgt (und Mariechen hat dein Mann wirklich selbst gebaut??? Die Beleuchtung war ja scharf! *kicher*) . Und dann musste ich nochmal zurückblättern. Der Salzburger Nockerl ging mir nicht aus dem Kopf (ja, man sollte sich nicht mit hungrigem Magen im Bloggerland herumtreiben!).
    Ich habe ihn angeschmachtet. Und der Appetit wurde immer stärker. Also mal recherchiert was man alles dafür braucht. Ei, Zucker, Mehl… Das habe ich doch alles da!!!! Rezept ausgedruckt, bei YouTube noch geschaut wie man Nockerln aussticht und mich ans Werk gemacht. Das ging ja ruckzuck. Nur 8 Min. im Ofen. Da war ich auch sehr froh drum, der Magen hing inzwischen ja schon in den Kniekehlen. Und dann habe ich mich hingesetzt und GESCHLEMMERT. Und vor lauter Glückseligkeit ganz vergessen einen Kommentar dazulassen. Ist mir heute erst eingefallen, als ich das Rezept abgeheftet habe. Nun aber *lach*. Lieben Dank für die Inspiration!

    ∗♥∗✿❊✿❊✿∗♥∗
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  15. Bei dir kam das alte gute Rexglas mal wieder zur Anwendung. Es kommt aber wirklich wieder sehr in Mode, sogar Marmelade wird auf diese Weise immer öfter konserviert.
    Deine Tomatenausbeute ist schon gigantisch und bestimmt schmecken die einzelnen Sorten auch fantastisch. :-)

    Liebe Grüße und dir noch einen schönen Nachmittag
    Christa

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  16. Ui, so viele Tomaten. Das sieht ja herrlich aus. Ich denke, bei so einer ergiebigen Ernte ist das Einkochen die beste Möglichkeit den Sommer zu konservieren. Die Paprikaschoten schauen auch gut aus.
    Lieben Dank für deinen Kommentar bei mir.
    Viele Grüße
    Ursula

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  17. Liebe Kathrin,
    deine Tomatenernte kann sich sehen lassen, toll! Wir hatten bis heute jeden Tag Tomaten als Beilage zum Frühstück, manchmal auch Mittags mit Mozzarella und Basilikum. Jetzt ist gerade eine Pause eingetreten. Zum Glück haben wir noch Gurken und Zucchini. Ich habe noch eingefrorene Tomaten vom letzten Jahr.
    Liebe Grüße ... Dorothea :-)

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  18. Ich habe keine Tomaten im Garten, weil ich nicht wirklich erfolgreich. Aber ich kaufen und Ich mag einfrieren. Ihre Ideen sind groß. Grüße.

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  19. Liebe Kathrin,
    das sieht ja alles lecker aus bei dir! Da warst du ganz schön fleißig, um deine ordentliche Ernte zu verarbeiten. Wir haben bis jetzt noch keine Tomaten verkocht, sondern alle gefuttert. Mal als Salat, mal als Tomate-Mozzarella und viele kleine einfach zwischendurch als Nascherei.
    Lieben Gruß und guten Appetit,
    Trixi

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  20. Ein wunderschöner Blog und danke für die Anleitung zum Tomaten einkochen.
    Ich habe eben auch für dich beim Gewinnspiel abgestimmt.

    Liebe Grüße von Waldveilchen
    aus dem Gartenforum "Die Hobbygärtner"

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  21. Liebe Kathrin,

    jetzt lege ich extra eine Nachtschicht ein, um meinen Blogbesuch nachzuholen. Ich hatte zwar längst Deinen aktuellen Post gelesen, aber wie das so geht ...
    Das Wort "einrexen" fand ich so lustig, das habe ich überhaupt noch nie gehört. Sicher eine österr. Spezialität? :-)

    Da könnt Ihr ja bald als Selbstversorger leben bei so viel Tomaten und anderem Gemüse. Schon eine tolle Sache!

    Eingeweckt wurde früher bei uns auch. Meine Großmutter hat das gemacht. Es wurden sogar einige Dinge in Dosen eingeschlossen, diese hat eine Frau aus dem Ort verschlossen. Das war sehr spannend für mich als Kind, dem beizuwohnen.

    Schon toll, was Ihr da so auf die Beine stellt.

    Liebe Grüße
    Sara

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  22. Liebe Kathrin,
    mir läuft das Wasser im Mund zusammen! Toll, was du aus deiner Ernte machst!
    Ganz lieber Gruß, Silvia

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  23. Solche Probleme und so viele Tomaten hätte ich auch gerne! :) Aaaaber nächstes Jahr wird ja alles anders: Nach dem Umzug haben wir endlich mehr Platz - und dann gibt es auch mehr Tomaten.

    Ich habe bisher nur Marmelade eingekocht. Beim ersten Mal fand ich es auch einen Riesen-Aufwand - aber irgendwann hat man den Dreh raus. :)

    Liebe Grüße zu dir und lass es dir schmecken!
    Sarah Maria

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  24. Man kann auch „Einmachen” dazu sagen. Oder „Eindünsten”. Der weit verbreitete Begriff „Einwecken” leitet sich von der Verwendung der Gläser des Unternehmers Johann Carl Weck ab. Österreicher nennen es „Einrexen”. Pate dieser Wortschöpfung ist die Rex-Konservenglas-Gesellschaft.

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    1. @Nervenruh
      Interessant. Woher der Begriff Einwecken stammt, war mir bekannt. Aber daß in Österreich eine ähnliche Firma Namenspate ist, wußte ich nicht. Danke für die Aufklärung
      LG Sara

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  25. mei des wird i mit meine TOMATEN ah, no macha,,,,FREU....freu,,,
    schaut guat aus,,
    bestimmt oberleckaaaa,,,,
    hob no an feinen ABEND
    und DANKE für de liaben WORTE
    bei mir,,, bussale bis bald de BIRGIT

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