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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Sonntag, 12. Juni 2016

Pflanzenstärkungsmittel gegen die Läuseplage im Frühling!

Wenn die Läuse schon im Frühling lästig sind...

Ich weiß nicht, wie es Euch derzeit ergeht, aber hier in meinem Garten sind die Läuse schon seit ein paar Wochen aktiv. Wenn ich es richtig beobachten konnte, zumindest schon seit den ersten Tagen über 20°C im April. Zuerst habe ich sie an einigen Hornveilchen in den Blumenkisterln entdeckt, kurz darauf an vielen weiteren Pflanzen. Die Hornveilchen überlebten den Befall nicht und mussten schließlich innerhalb weniger Tage entsorgt werden. Als nächstes wurden die Erdbeeren unter dem Weinbergpfirsich okkupiert und schließlich dieser selbst. Das traurige Resultat - wenig Erdbeeren und keinen einzigen Weinbergpfirsich wird es geben. Auch die Ribisel wurden stark befallen und verloren nahezu alle Früchte.  Hinzu kam bei diesen auch noch der späte Frost. Die Pflanzen sehen inzwischen furchtbar aus. Von saftigem Juni-Grün ist jedenfalls keine Spur zu sehen. Aber nachdem ich Euch lieber die schönen Seiten meines Gartens zeige, habe ich den Beitrag mit Blümchen geschmückt :)

Makro - Cosmea mit pinkem Rand

Waren bislang nur die grünen Läuse aktiv, gesellen sich nun auch vermehrt ihre schwarzen Verwandten dazu. Diese habe ich kürzlich auf der Strauchmalve entdeckt. Dicht an dicht sitzen die Plagegeister und zehren an der Pflanze. Kommt es nur mir so vor oder treten diese Viecher heuer tatsächlich schon früher in Erscheinung als sonst?

Sumpfvergissmeinnicht mit Biene

Wie hilft man Pflanzen gegen Läuse? 

Letztes Jahr schleppte ich mir eine rötliche Lausart mit gekauften Paprikapflanzerln ein. Ich wurde sie kaum mehr los und der Ertrag litt ebenfalls schwer darunter. Geholfen hat letzten Endes eine mehrmalige Dusche mit stark verdünnter Schmierseife. Doch dafür gibt es heuer einfach zu viele befallene Pflanzen. Ich wüsste gar nicht wo anfangen. Problematisch ist außerdemder viele Regen. Durch die ständig feuchte Witterung explodieren neben den Läusen auch noch die Schnecken (Jahr für Jahr wieder ein leidiges Thema) sowie Pilzkrankheiten. Schnecken kann man immerhin noch gut durch Fallen und Absammeln bekämpfen, Läuse mit einem starken Wasserstrahl (sofern möglich), doch Pilzen ist man mehr oder weniger ausgeliefert.

Zwerg-Taglilie gelb

Bei einigen Pflanzen wird es also heuer definitiv keine Ernte geben. Beim Gemüse bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie es sich entwickeln wird. Tomaten und Paprika sind noch sehr klein. Blüten bilden sich erst spärlich. Sämtlicher Fruchtbehang bei den Paprika, der bereits vorhanden ist, bildete sich im Keller unter Kunstlicht. Hier bleibt außer abwarten wohl nichts anderes übrig.

Biene und Lilienhähnchen auf Schnittlauchblüte

Ein paar meiner Pflanzen möchte ich nun ein wenig aufgepeppeln. Sie waren in den letzten Wochen doch vielen Widrigkeiten ausgesetzt. Wie macht Ihr das? Verwendet Ihr dafür selbst angesetzte Jauchen? Diese waren auch mein erster Gedanke. Aber leider stinken diese leider so penetrant und wir haben nur wenig Abstand zu den Nachbarn. Auch würde es an allen möglich Stellen ins Haus herein stinken und das möchte ich wirklich nicht. 

Klatschmohn im Blumenbeet

Klatschmohn

Pflanzenstärkungsmittel im Test

Ich werde es daher mit einer bereits gebrauchsfertigen, biologischen Lösung von der Firma Florissa probieren. Mir wurden drei verschiedene Proben zur natürlichen Pflanzenstärkung für unterschiedliche Wehwechen zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank. Brennnessel-Extrakt mit Rainfarn für schädlingsempfindliche Pflanzen (Spinnmilben, Blattläuse, Weiße Fliege und Rosenzikade), welches die Pflanze mit wichtigem Kalium versorgt und damit wieder stärken sollte. Knoblauch-Extrakt für pilz- und krankheitsanfällige Pflanzen (Sternrußtau, echter Mehltau und falscher Mehltau), wobei die Pflanze durch Selen und Schwefel wieder zu Kräften kommen sollte. Thymian-Extrakt mit Wacholder für raupenanfällige Pflanzen (Kohlweißling, Apfelwickler und Pflaumenwickler), wobei bedingt durch das Zink der Wuchs angereget und Sekundärinfektionen vermieden werden sollten.

Florissa natürlich - Pflanzenstärkungsmittel
Islandmohn

Im Garten habe ich schon ein wenig getestet. Meinem Weinbergpfirsich habe ich Brennnessel-Extrakt mit Rainfarn gegönnt, der Clematis ein bisschen Knoblauch-Extrakt. Insbesondere beim Weinbergpfirsich wirken die Blätter mittlerweile wieder ein wenig frischer. Ich werde Euch natürlich berichten, wie sich die Pflanzen in den nächsten Wochen entwickeln.

Natürlich würde ich mich auch dieses Mal wieder freuen, wenn Ihr hier für meinen Garten voted.


Bis bald und baba!

Kommentare:

  1. Ich versuche alles mit klassischer Homöopathie in Griff zu kriegen..... alles nicht so einfach und richtig lästig :( Auch Spritzungen mit Backsoda..... die Dosierung musst du googeln..... sollen helfen.
    Viel Glük und liebste Grüße
    Christel

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    1. Aber nicht das normale Backpulver nehmen..... ;)) das hat Zusätze drin..... Das Kaisernatron oder Backnatron aus dem russischen Laden.... Da ist es wohl besonders günstig;))

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  2. Liebe Kathrin !
    Für Gemüse wie Paradeiser oder Paprika soll Beinwelljauche gut sein. Bin aber gartenmäßig auch noch Neuling und habe es noch nie selbst ausprobiert. Ich drücke Dir die Daumen, dass zu zumindest einige Deiner Pflanzen retten kannst.
    Alles Liebe
    Karen

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  3. Uuurgh ja, die Biester machen sich zurzeit überall breit. Meine Marienkäfer fressen was sie können, aber sie haben ganz schön viel zu tun.
    ich drücke die daumen für deine Ernte.
    Liebe Grüße
    Jo

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  4. Der Befall mit Läusen wurde in meinem Garten noch nie zum Problem.Es gibt sie zwar hin und wieder, aber meistens regelt die Natur dieses Problem alleine, sprich Nützlinge sind tätig: Marienkäfer, Meisen, Florfliegen..
    Dieses Jahr hatte eine einzige Paprika von den sechs,die ich im Topf ziehe, einen Befall.Da habe ich nur die befallene Triebspitze abgeknipst, inzwischen hat sie sich wieder erholt.
    Übrigens kann zu starke Stickstoff-Düngung den Befall begünstigen.
    Versuche deinen Garten vogelfreundlich einzurichten, dann hast du gute Mitarbeiter bei der Bekämpfung von Läusen, denn die sind eigentlich immer da, Vögel helfen dir Massenvermehrungen in den Griff zu bekommen.Ich kann'meine Meisen' immer dabei beobachten, wie sie jede Rose absuchen.

    LG Sisah

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  5. Wir machen gar nichts gegen Läuse, sie verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. Eigentlich bekämpfen wir nur die Schnecken.

    Sigrun

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  6. Liebe Kathrin,
    danke für die wunderbaren Bilder aus Deinem Garten!
    Ja, die Läuse sind in diesem Jahr vermehrt, auch die schwarzen, das Gefühl habe ich auch!
    Ich hatte es mit Neutralseife probiert, ein altes Hausmittel, aber das half nichts, und tat den Blumen auch nicht so gut... ahbe jetzt ein biologisches Mittel in Holland mitgebracht, namen weiß ich grad nicht mehr, aber das half ganz gut bis jetzt ...
    Ich wünsche Dir einen guten und fröhlichen Wochenstart!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  7. Gegen Läuse unternehme ich eigentlich gar nichts, allerdings ist der Befall hier auch nicht sehr groß. Spritzen tu ich auch nicht, es sei denn ich sehe die Pflanze vor lauter Läusen nicht mehr! Ich denke, je mehr man macht, desto verweichlichter werden die Pflanzen.

    LG Lis

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  8. Hallo Kathrin,
    wenn so viele Schädlinge auf einmal auftauchen, dann ist Dein Garten nicht im Gleichgewicht. Normalerweise kommen viele Nützlinge und es reguliert sich von selbst.
    Hoffentlich helfen Deine Extrakte, um den Befall einzudämmen.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  9. Liebe Kathrin,
    hoffentlich helfen deine "Arzneimittel". Eigentlich kann ich nur über Schnecken klagen. Aber das ist jedes Jahr so. Die Läuse sind eigentlich schnell wieder von allein verschwunden. Ich spritze da nichts.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  10. Liebe Kathrin,
    ich habe auch große Probleme mit Blattläusen in diesem Jahr. Ganz schlimm ist es im Gewächshaus an den Paprikapflanzen. Ich möchte da aber keine Chemie verwenden und versuche die kleinen grünen "Biester" immer mit Wasser abzuspülen, aber da lachen die wohl nur drüber ;-) Die Blätter wachsen jedenfalls nicht weiter und sehen schrecklich aus.
    Viele Grüße Doris

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  11. Hallo Katrin,
    gerade habe ich Ribisl gelesen und dachte Österreich? Super.

    Blattläuse habe ich jedes Jahr z.B. am Hibiskus und an der Fetten Henne,
    ich wasche es immer mit etwas Seifenlauge ab, aber die Biester kommen wieder.

    Also bei Knoblauchspray würde ich auch verschwinden und nie wiederkommen.
    Ich hasse Knoblauch.

    :-))

    Lieben Gruß Eva

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  12. Ich mache auch nie was gegen die Läuse. Sie werden früher oder später von den Marienkäfern und Vögeln in Schach gehalten. Brennesseljauche habe ich genau ein einziges Mal angesetzt. Der Gestank war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

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  13. Die Läuse an den Rosen sind irgendwann von alleine wieder weg. Die Blattläuse am Salat im Gewächshaus werden - wenn es überhand genommen hat, samt Salat entsorgt :-(. Gegen die schwarzen Läuse an Bohnen hilft bei mir einigermaßen eine Rhabarberjauche. Stinkt zwar, aber mit Deckel auf dem Eimer -und Handschuhe nicht vergessen!!! - geht es, wird ja verdünnt angewendet... LG birthe

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  14. Hallo liebe Kathrin, ja, das Gefühl habe ich auch, heuer gibt es etwas mehr Läuse als im vergangenen Jahr. Bei uns sind inzwischen auch Paprika, Aubergine und ein paar Tomaten befallen. Die haben wir in Isolierstation gebracht. Befallene Sträucher behandle ich mit Schmierseifenlauge, vor allem den Bauernjasmin trifft es jedes Jahr im Juni heftig. Das Gemüse mag ich damit allerdings nicht so gerne damit behandeln. We will see,... aber um die Aubergine mach ich mir schon schön langsam Sorgen... GVLG Sabine

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  15. Liebe Kathrin,

    obwohl es auch bei uns ziemlich feucht ist, haben wir heuer bisher keine allzu schlimme Läuseplage. Vermutlich hat es geholfen, dass die Pflanzen im vorigen Herbst allesamt sehr stark zurückgeschnitten wurden (was sich allerdings auch auf die heurige Blühfreudigkeit ausgewirkt hat). Von unserem Nachbarn habe ich den Tipp, Holunderblütentee anzusetzen und damit direkt auf die Läuse zu spritzen, sie mögen den Geruch nicht. Hat bei meinen Rosen in den letzten Jahren gut funktioniert, aber wenn es so viel regnet, muss man natürlich immer wieder nachspritzen. (Das gilt jedoch auch für Fertigprodukte…) Ich habe heuer mehr Probleme mit den Nacktschnecken, die haben mir meine Bohnenpflanzen aufgefressen, das Schafwoll-Flies, das ich zum Schutz gekauft habe, hat nicht geholfen…

    Was ist denn das für ein toller roter Käfer – soo knallig!?!

    Ganz herzliche rostrosige Grüße, Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/06/a-new-life-6-zwischenbilanz.html

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  16. Während der Dürrezeit war es mit den Blattläusen eigentlich stärker als jetzt bei uns. Inzwischen regnet es ja seit einigen Tagen, obwohl auch immer wieder die Sonne scheint. Bei dem Wetter können sie sich wohl nicht so gut vermehren. Ist bei uns also genau umgekehrt. - Wir haben aber auch viele Marienkäfer, deren Larven sie vertilgen. Ganz ohne Schädlinge gehts wohl nie wirklich ab oder man müßte Gift versprühen und wer will das schon? Ich habe Blattläuse immer mit dem Wasserschlauch fortgespritzt.

    Wir haben früher mal gelernt, daß eher geschwächte Pflanzen leichter befallen werden und man kann auch viel mit Mischkultur machen, z.B. Kapuzinerkresse soll Blattläuse von Obstbäumen oder Kohl fernhalten, wird dann allerdings selbst befallen. Mit den Schnecken ist es so ähnlich. Ihnen habe ich in einem früheren Schneckengarten ein eigenes Beet angelegt mit lauter Schnecken-Leckereien. Seither war Ruhe in den anderen Beeten.

    Auch Bohnenkraut soll gegen Blattläuse helfen, Ringelblumen ... da gibt es so viel. Schaut freilich nicht immer so dekorativ aus, wie man sich das vorstellt.

    Das mit der Schmierseife ist auch nicht schlecht. Pflanzenbrühe habe ich ganz früher nur mal verwendet. Es ist schon so - in einem Reihenhausgarten, wie wir ihn haben, geht Stinkendes gar nicht. Der Natur ist manchmal schwer beizukommen.
    Bei Rosen habe ich mit natürlichen Mitteln aber auch schon Erfolge erzielt - gegen Mehltau & Co. Da können diese Mittel, die Du hier zeigst, sehr hilfreich sein.

    Und jetzt gucke ich nochmal beim Gewinnspiel vorbei.

    Liebe Grüße
    Sara

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  17. Liebe Kathrin,
    Vielen dank für deinen Besuch bei mir :)
    Ich habe dieses Jahr auch mehr Läuse als in den Jahren davor. Ich besprühe sie immer mit einer Wasser-Schmierseife-Mischung. Damit habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht.
    Es tut aber schon weh zu sehen wie alles was man hegt und pflegt fast über Nacht abgefressen ist. Ich hoffe, dass deine Ernte nicht zu mager ausällt,
    Liebe Grüße
    Silke

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  18. Hallo Kathrin,
    ich habe dieses Jahr noch überhaupt keine Läuse entdeckt. Nicht mal am Bauernjasmin, der immer sehr anfällig ist.
    Ich habe mit Holzwolle gefüllte kleine Blumentöpfe in anfälligen Pflanzen hängen. Die bieten Ohrwürmern Unterschlupf und diese vertilgen ja auch Läuse.

    Beinwelljauche setze ich ab und zu an um meine Pflanzen zu kräftigen. Gesunde Pflanzen sind ja nicht so anfällig. Habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wir wohnen hier ja recht ländlich, da wird auch noch regelmäßig von den Bauern Gülle auf die Wiesen rundherum verteilt, dass riecht um vieles penetranter als meine Jauche. Und die Nachbarn setzten selber auch welche ein. Somit ist das kein Problem.

    Deine Fotos sind toll. Die Großaufnahme vom Mohn und das letzte Bild gefallen mir besonders gut.

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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