Enter your keyword

Vielfältig wie Österreichs Natur ist auch dieser Blog. Unser Garten ist Quelle hochwertiger Lebensmittel für die Küche und Oase der Ruhe. Dieser Food- und Gartenblog bietet Dir Rezepte, Buchvorstellungen, Gartentipps sowie Reiseimpressionen. Gegärtnert wird im Freiland und im Topf.

Posts mit dem Label Bohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. September 2018

Rückblick: Gemüsesaison 2018 - Tomaten, Paprika und Co!

By On 06:30
Schon lange haben wir keinen Rundgang mehr durch den Gemüsegarten gemacht. Schade eigentlich, denn im Garten ging es in puncto Gemüse trotz des heißen Wetters mit anschließendem Kälteeinbruch richtig rund. Inzwischen ist das Meiste bereits angeerntet. Die Gemüsesaison 2018 startete relativ früh und war ebenso schnell zu Ende. Konnte man ansonsten weitgehend noch Fruchtgemüse bis in den Oktober hinein ernten, ist heuer keine Rede davon. Grundsätzlich fiel die Ernte geringer aus als in den Jahren davor, wo es neben Hitze auch mal eine kurzfristige Abkühlung durch einen kräftigen Gewitterregen gab. Aber komm einfach mit:

Rückblick Gemüsesaison 2018 viel Hitze und wenig Regen - Gartenblog Topfgartenwelt

Übersicht Gemüsegarten

Tomaten 2018

Wie ich Dir bereits im Artikel "Neue (alte) Tomatensorten für die Gartensaison 2018" verraten habe, baute ich heuer vorwiegend Sorten an, die ich selbst auf einem Tomatenhof im Spätsommer 2017 gesammelt habe. Die Aussaat hat gut geklappt und nahezu alle Sorten entwickeln sich zufriedenstellend. Ein Sorgenkind war allerdings die Sorte "Andenhorn". Sie ist zwar ein Klassiker unter den alten Tomatensorten, aber anscheinend sehr empfindlich. Die Pflanze sah am Kümmerlichsten aus.  Am Ende zeigten sich doch noch ein paar kleine Früchte. Das Rennen machten, wie erwartet, die Balkontomatensorten Vilma und Robin F1. Beide Sorten lieferten bereits Ende Juni erntereife Früchte. Ausgegeizt habe ich die Tomatenstauden bislang nur wenig. Lediglich den einen oder anderen Rückschnitt führte ich durch, um noch die Gewächshäuser betreten zu können. Meine Tomatenstauden werden übrigens allesamt in Töpfen und Trögen kultiviert.

Tomatenernte 2018 überschattet von Blütenendfäule - Gartenblog Topfgartenwelt

Aufgrund der vielen heißen Tage hatten die Tomaten generell vermehrt mit Blütenendfäule und Spinnmilben zu kämpfen. Um beiden Problemen kommende Saison ein wenig vorzubeugen, wird Jakob die Gewächshäuser mit Schattierungsgewebe versehen. Dieses soll zumindest nach Angaben des Herstellers guten Schutz vor Überhitzung bieten.

Cocktailtomaten wachsen trotz Hitze sehr gut - Gartenblog Topfgartenwelt

Paprika 2018

Über die Entwicklung der Paprika war ich sehr erstaunt. Schon ab Juli trugen die meisten Pflanzen bereits reichlich Früchte und waren stattlich entwickelt. Selbst die wenigen Paprikapflanzen im Freiland waren gut bestückt. Dennoch ist zu sagen, dass sich nicht alle Paprikasorten wirklich gut für das Freiland eignen. Yolo Wonder (Blockpaprika), z.B. sollte besser unter Dach kultiviert werden. Die Sorte neigt extrem zu Botrytis (winzig kleine Schimmelstellen an der Frucht, Frucht sollte entsorgt werden). Gut gewachsen ist dafür ein 0815 Tomatenpaprika und die Sorte "Roter Augsburger". Letzterer ist die beste Freilandsorte, die ich bislang hatte. Unempfindlich und ertragreich!

Sommer 2018 bescherrt eine grandiose Paprikaernte - Gartenblog Topfgartenwelt

Die gute Paprikaernte liegt wohl am wenigen Regen und den vielen Sonnenstunden. Einerseits ist das ja zu begrüßen, andererseits wurde der Wassermangel bereits zum Problem. Schön wäre es, wenn Petrus die goldene Mitte finden würde. Im überdachten Hochbeet gediehen alle Sorten sehr gut. Selbst der im Freiland empfindliche Blockpaprika zeigte neben Editta, Ferenc Tender, Pusta Gold und anderen eine gute Figur.

Erdäpfel 2018

Auch über die Erdäpfel kann ich mich nicht beklagen. Dank des Bewässerungssystems wuchsen sie gut und lieferten auch eine ansehnliche Ernte. Dies erfreute vor allem unseren Sohn, denn er isst mit Liebe Zucchini-Kartoffel-Brei. Wie schon in den Jahren zuvor habe ich mir als Saatgut Kartoffeln vom Wochenmarkt geholt. Die Töpfe hatten wir heuer allerdings so platziert, dass sie weder von Zucchini noch Kürbis überwuchert werden konnten. Es hat sich gelohnt! Letztes Jahr führte die falsche "Platzierung" nämlich zu einem Ernteausfall. Die Erdäpfelpflanzen bekamen teilweise weder Licht noch Wasser ab und verkümmerten. Anderen wiederum sind unter dem Blätterwulst ersoffen.

Gurken, Wasser- und Zuckermelonen, Zucchini sowie Kürbis 2018

Leider sind mir von den sechs Gurkenpflanzen plötzlich zwei Stück eingegangen, die übrigen vier sind mir im Laufe der Gemüsesaison 2018 quasi von der Sonne aus dem Hochbeet gebrannt worden. Dennoch konnten wir einige Gurken ernten, wenn auch nicht besonders lange. Die Zucchini haben trotz Mehltau die Hitzetage überlebt und tragen nun wieder vereinzelt Früchte. Die Blütenendfäule machte auch vor ihnen nicht Halt und führte zu Ernteeinbußen.

Kürbispflanze überwuchert große Teile des Gartens - Gartenblog Topfgartenwelt

Die beiden Kürbisse (Butternuss Avalon F1 und Baby Boo) liefern sich jetzt am Ende der Saison noch ein richtiges Wettrennen. Es geht darum, wer von ihnen beiden, die größere Fläche rund um das Hochbeet einnehmen kann. Kürbisse gibt es bei beiden Sorten ausreichend. Allein beim Avalon F1 habe ich an die sieben Stück entdeckt.

Butternusskürbis Avalon F1 bringt 2018 viele Früchte hervor - Gartenblog Topfgartenwelt


Von den Melonenpflanzen fruchtete nur die Zuckermelone. Ernten konnte ich aber nichts, denn die Pflanze gab w.o. bevor die Frucht reif war. Dahingerafft wurde sie vom Mehltau. Dieser hatte bei der heurigen Witterung auch wirklich leichtes Spiel.

Zucchini und Kürbis sorgen 2018 für eine gute Ernte - Gartenblog Topfgartenwelt

Auberginen und Physalis 2018

Mit Auberginen hatte ich die letzten Jahre über kein Glück. Im Gewächshaus entwickelten sie sich nicht gut und wurden schnell von Spinnmilben befallen, im Freiland kümmerten sie aber ebenso vor sich hin. Früchte bildeten die Auberginen (Freilandsorte) zahlreiche aus, doch  mit dem Ernten war es so eine Sache. Irgendwie war es nicht festzustellen, wann die Frucht reif war. Normalerweise sollte eine reife Aubergine glänzen, doch meine blieben matt. Nun habe ich widerum gelesen, dass man den Reifezeitpunkt eher danach bestimmt, dass die Schale auf Druck ein wenig nachgibt. Naja, mal schauen. Bei einigen Exemplaren habe ich ihn bestimmt schon übersehen, denn sie verfärbten sich von weiß nach gelb.

wann ist eine Aubergine reif eine schwierige Frage - Gartenblog Topfgartenwelt

Physalis sind bekannt für ihren Ausbreitungsdrang. Nachdem sie mir schon einmal den gesamten Gemüsegarten überwuchert haben, verbannte ich dieses Mal vier Exemplare in große Töpfe. Hier konnte der Wildwuchs nicht ausufern. Mit der Ernte bin ich bislang ganz zufrieden. Die Physalis blühten überreich und bildeten zahlreiche Früchte. Diese sind übrigens reif, wenn der Lampion richtig trocken ist, beim Angreifen knistert und sich eventuell schon leicht geöffnet hat. Zudem sollte die Beere schön gelb sein.

wann ist eine Physalis reif - Gartenblog Topfgartenwelt

heißer Sommer viele Physalis - Gartenblog Topfgartenwelt

 

Käferbohnen, Erbsen und Möhren 2018

Nachdem die Käferbohnenernte 2017 eher nichtssagend war, schaut es heuer wieder richtig gut aus. Die Schoten sind kräftig gewachsen und konnten zum Teil sogar schon geerntet werden. Ohne Bewässerungssystem wäre der Ertrag aber nicht besonders üppig gewesen.

Möhren wachsen 2018 aufgrund der Bewässerungsanlage hervorragend - Gartenblog Topfgartenwelt

Karottenernte 2018 - Gartenblog Topfgartenwelt

Ernstaunt war ich über die doch gute Möhrenernte. Möhren sind nämlich bislang bei uns nie gut gewachsen. Aber dieses Jahr gab es stattliche Exemplare. Leider hatten sie am Ende mit Wurzelläusen zu kämpfen.

historische Erbse Blauwschokker - Gartenblog Topfgartenwelt

Guten Etrag lieferten auch die Erbsen. Angebaut hatte ich Zuckerschoten und Blauwschokker (eine blaue Erbsensorte). Irgendwann fielen auch sie dem Mehltau zum Opfer. Aber das ist bei Erbsen keine Besonderheit.

Früher und reicher Ertrag trotz wenig Regen?

Bei uns in Salzburg war der Sommer 2018 geprägt von vielen heißen Tagen und wenig Regen. Lediglich im Juni und nun Ende August gab es einen gröberen Temperatursturz. In früheren Jahren wäre eine solche Wetterlage für den Gemüsegarten eine Katastrophe gewesen, da schlicht und einfach eine regelmäßige Wasserversorgung nicht möglich gewesen wäre. Seit heuer ist bei uns aber ein automatisches Bewässerungssystem in Betrieb, welches zweimal täglich für eine ausreichende Wasserzuvor sorgt. Die Pflanzen danken es und explodieren förmlich. Mehr über das Bewässerungssystem verrate ich Dir ein anderes Mal.

Wie schaut es derzeit in Deinem Gemüsegarten aus? Kannst Du noch etwas ernten oder ist die Gemüsesaison bereits vorbei?

Zum Pinnen:

Rückblick auf die Gemüsesaison 2018 mit Tipps für das kommende Jahr #gemüse2018 #gemüsegarten #planung2019 #selbstversorger #selbstversorgt #gemüsegarten2018 #rückblick - Gartenblog Topfgartenwelt


Bis bald und baba,
Kathrin

Donnerstag, 18. Februar 2016

Ritschert!

By On 21:29
Heute möche ich Euch mal ein ganz tolles Rezept zur Verarbeitung von Käferbohnen (auch Feuerbohnen genannt) verraten. Es ist von meiner Oma. Ritschert - ein richtig toller, kräftigender Eintopf für kalte Wintertage! Ritschert gibt es in vielen Variationen und ist soweit ich recherchieren konnte vor allem in Kärnten und der Steiermark verbreitet. In der Steiermark macht man es natürlich mit Käferbohnen - mit was sonst?! In Kärnten werden häufig auch dicke, weiße Bohnen verwendet.


Der Eintopf ist relativ leicht zuzubereiten, erfordert jedoch ein gewisses Maß an verfügbarer Zeit. Am besten man beginnt schon am Vorabend mit den ersten Vorbereitungen. Dafür braucht es aber nicht viel, einfach die getrockneten Käuferbohnen in einem großen Topf mit ausreichend Wasser über Nacht einweicken. 



Nächsten Tag werden die Bohnen nun ca. 1 Stunde im selben Wasser gekocht, in welchem sie bereits die Nacht verbrachten. Grundsätzlich wird das Wasser nicht getauscht. Nach dem Kochen der Bohnen (dauert ca. eine halbe Stunde) werden ca. 1/4 Kilo mageres Gselchts, Lorbeerblätter, Majoran und drei bis vier Fäuste Rollgerste hinzugefügt. Weiters kommen noch Salz und Pfeffer sowie, je nach Menge, ein  bis zwei Würfel klare Rindsuppe hinzu. Natürlich darf auch Knoblauch nicht fehlen.

Nun muss der Eintopf so lange köcheln bis alles richtig durch ist. Am Ende wird noch eine Einbrenn aus Butter und glattem Mehl zubereitet. Die Mischung wird so lange am Herd geröstet bis sie hellbraun ist und anschließend dem Eintopf beigemengt. 

Tipp: Das Lorbeerblatt sollte rechtzeitig entfernt werden, damit der Eintopf nicht bitter wird.

Da es sich hierbei um ein Familienrezept handelt, gibt es keine bestimmten Angaben zu Menge und Kochdauer. Es geht hier nach Gefühl und einfach überhapps. 

Ich wünsche Euch gutes Gelingen! Bis bald und baba!