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Vielfältig wie Österreichs Natur ist auch dieser Blog. Unser Garten ist Quelle hochwertiger Lebensmittel für die Küche und Oase der Ruhe. Dieser Food- und Gartenblog bietet Dir Rezepte, Buchvorstellungen, Gartentipps sowie Reiseimpressionen. Gegärtnert wird im Freiland und im Topf.

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Dienstag, 12. Juli 2016

Buchtipp: Das Gartenfotobuch! Fotokniffe für tolle Bilder aus dem eigenen Garten.

By On 06:30

Fotoequipment für den Gartenblog

Mittlerweile gibt es meinen Blog "Topfgartenwelt" seit 2010, kurzum schon seit 6 Jahren. Wenn ich mir heute die ersten Beiträge ansehe, muss ich oft ein wenig schmunzeln - die Bilder recht klein und ohne viel Überlegung geschossen. Verfolge ich meine Entwicklung, werden die Fotos besser. Viel besser sogar und vor allem überlegter. Zwar war ich schon von Anfang an mit einer Spiegelreflexkamera, einer Pentax K100D, unterwegs - ich bekam sie von meiner Oma im Zuge einer großen Reise 2008 geschenkt - aber es fehlte naturgemäß die Übung (im Garten) gute Fotos zu schießen. Ausgestattet mit zwei Kit-Objektiven (18-52 mm und 50-200mm) ging ich ans Werk diesem Blog Leben einzuhauchen.

Biene auf hohem Ehrenpreis
*Blende 4, Spiel mit dem Hintergrund, Makro

Rose Spellwark
*Blende 4, unterschiedlicher Fokuspunkt, Makro

Von jeher hatte ich eine Vorliebe für das Kleine - zierliche Blüten, Insekten, Samenstände und weiß Gott was alles. Doch wirklich gut war dies mit der vorhandenen Ausstattung nicht abzubilden. Von Jakob bekam aus diesem Grund zu einem meiner Geburstage Makrovorsatzlinsen geschenkt - ein Highlight. Diese wurden irgendwann durch ein 100mm Makro-Objektiv ersetzt. Letztes Jahr kaufte ich mir dann schlussendlich einen neuen Kamerabody. Es durfte wieder eine Pentax sein - dieses Mal eine Pentax KS1. Hinzu kam eine 35mm Festbrennweite sowie ein passender Pol- sowie. ND-Filter.  Also grundsätzlich bin ich für meine Ansprüche gut ausgerüstet. Doch was nützt einem die beste Ausrüstung, wenn am Know-How noch ein wenig gefeilt werden könnte? Man lernt ja bekanntlich nie aus.

Das Gartenfotobuch

Das Gartenfotobuch 

Nun ist im dpunkt.verlag ein Buch von Karen Meyer-Rebentisch erschienen, welches sich ausführlich mit der Gartenfotografie beschäftigt: "Das Gartenfotobuch - Fotografieren im Wandel der Jahreszeiten". Die Freude war groß, das Interesse geweckt. Ich habe zwar die einen oder anderen Unterlagen zum Thema Fotografieren zu Hause, aber keine Zeitschrift und kein Buch nehmen dezidiert darauf Bezug. Aber auch im Garten gibt es einiges zu beachten - man muss gar nicht in die Ferne schweifen, um die Technik an ihre Grenzen zu bringen. Auf höfliche Nachfrage wurde mir vom dpunkt.verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich recht herzlich dafür!

Wallersee mit Boot
*Blende 11, 35 mm Festbrennweite

Viele Bücher über Fotografie aus meiner laienhaften Sicht den Fehler viel zu kompliziert an die Materie heranzugehen.  Dies passiert in diesem Buch jedenfalls nicht. Die Autorin legt in den ersten Kapiteln sehr verständlich die Grundlagen des Fotografierens (Blende, Zeit, ISO) dar ohne dabei den Leser zu überfordern. Die zahlreichen Beispielbilder, welche stets mit Infos zu den vorgenommen Einstellungen versehen sind, tragen wesentlich dazu bei - insbesondere dann, wenn Unterschiede erklärt werden sollten.

Schilfstreifen am Wallersee
*Blende 11, 35 mm Festbrennweite, Weißabgleich 5500 Kelvin

Schilf am Wallersee
 *Blende 11, 35 mm Festbrennweite, Weißabgleich 6500 Kelvin


Reflexionen am Wallersee
*Blende 11, 35 mm Festbrennweite, Weißabgleich 6500 Kelvin

Ein Kapitel ist der Bildwahl gewidmet.  Was möchte man abbilden? Welches Motiv steht im Fokus? Wie möchte man die Szene darstellen? In der Supertotalen, in der Halbtotalen oder doch lieber in der Nahansicht? Wie auch immer, es werden sämtliche Vor- und Nachteile sowie sämtliche mit der jeweils gewählten Ansicht verbundene Möglichkeiten ausführlich erklärt und veranschaulicht. Hier wird ganz deutlich, welches Potential in der Hand des Fotografen liegt um die passende Hintergrundgestaltung zu finden oder mit dem jeweils gewählten Bildausschnitt eine Geschichte zu erzählen.

Sonnenuntergang am Wallersee
*Blende 11, 35 mm Festbrennweite, Weißabgleich 6500 Kelvin

Immer wieder finden sich innerhalb der Themenabschnitte Exkurse und Gastbeiträge zu entsprechenden Teilbereichen, z.B. Schwarz-Weiß-Fotografie, abstrakte Darstellung von Blüten, Insekten, Gartenteich, Fotografieren in Bodennähe, Tomatenfotografie, Vogelfotografie oder Gartenfotografie nach Sonnenuntergang von Renate Waas. Mein persönliches Lieblingskapitel ist die Tomatenfotografie. Paradeiser habe ich jedes Jahr unzählige im Garten, doch sie auch perfekt in Szene zu setzen ist gar nicht so leicht.

Libelle am Miniteich
*Blende 4, Makro, Glückstreffer ;)

Wespe auf Blatt
* Blende 4, Makro, Glückstreffer ;)

Entsprechend dem Untertitel "Fotografieren im Wandel der Jahreszeiten" gibt es im Buch auch die jeweiligen Kapitel für Frühling, Sommer, Herbst und Winter - gespickt mit hilfreichen Tipps. Ein Kapitel am Ende des Buches zur Bildbearbeitung fehlt auch nicht. Verfüge ich zwar so wie die Autorin über eine Pentaxkamera, muss ich bei Photoshop Lightroom passen. Ich selbst arbeite nur mit kostenlosen Programmen - für mich ausreichend.

Kartoffelblüte
*Blende 4, Makro, Freistellung vom Hintergrund

Mir hat dieses informative Buch bislang sehr viel Freude bereitet und einiges habe ich bereits im Garten ausprobiert. Leider ist das heuer aufgrund des Wetters ein wenig schwierig. Es regnet sehr oft und dementsprechend bedeckt ist der Himmel.

"Das Gartenfotobuch - Fotografieren im Wandel der Jahreszeiten", ISBN-978-3-86490-339-7, 277 Seiten, Karen Meyer-Rebentisch, dpunkt.verlag, € 29,90 (DE) / € 30,80 (AT).

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Zum Pinnen:


Bis bald und baba!