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Vielfältig wie Österreichs Natur ist auch dieser Blog. Unser Garten ist Quelle hochwertiger Lebensmittel für die Küche und Oase der Ruhe. Dieser Food- und Gartenblog bietet Dir Rezepte, Buchvorstellungen, Gartentipps sowie Reiseimpressionen. Gegärtnert wird im Freiland und im Topf.

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Montag, 17. September 2018

Rückblick: Gemüsesaison 2018 - Tomaten, Paprika und Co!

By On 06:30
Schon lange haben wir keinen Rundgang mehr durch den Gemüsegarten gemacht. Schade eigentlich, denn im Garten ging es in puncto Gemüse trotz des heißen Wetters mit anschließendem Kälteeinbruch richtig rund. Inzwischen ist das Meiste bereits angeerntet. Die Gemüsesaison 2018 startete relativ früh und war ebenso schnell zu Ende. Konnte man ansonsten weitgehend noch Fruchtgemüse bis in den Oktober hinein ernten, ist heuer keine Rede davon. Grundsätzlich fiel die Ernte geringer aus als in den Jahren davor, wo es neben Hitze auch mal eine kurzfristige Abkühlung durch einen kräftigen Gewitterregen gab. Aber komm einfach mit:

Rückblick Gemüsesaison 2018 viel Hitze und wenig Regen - Gartenblog Topfgartenwelt

Übersicht Gemüsegarten

Tomaten 2018

Wie ich Dir bereits im Artikel "Neue (alte) Tomatensorten für die Gartensaison 2018" verraten habe, baute ich heuer vorwiegend Sorten an, die ich selbst auf einem Tomatenhof im Spätsommer 2017 gesammelt habe. Die Aussaat hat gut geklappt und nahezu alle Sorten entwickeln sich zufriedenstellend. Ein Sorgenkind war allerdings die Sorte "Andenhorn". Sie ist zwar ein Klassiker unter den alten Tomatensorten, aber anscheinend sehr empfindlich. Die Pflanze sah am Kümmerlichsten aus.  Am Ende zeigten sich doch noch ein paar kleine Früchte. Das Rennen machten, wie erwartet, die Balkontomatensorten Vilma und Robin F1. Beide Sorten lieferten bereits Ende Juni erntereife Früchte. Ausgegeizt habe ich die Tomatenstauden bislang nur wenig. Lediglich den einen oder anderen Rückschnitt führte ich durch, um noch die Gewächshäuser betreten zu können. Meine Tomatenstauden werden übrigens allesamt in Töpfen und Trögen kultiviert.

Tomatenernte 2018 überschattet von Blütenendfäule - Gartenblog Topfgartenwelt

Aufgrund der vielen heißen Tage hatten die Tomaten generell vermehrt mit Blütenendfäule und Spinnmilben zu kämpfen. Um beiden Problemen kommende Saison ein wenig vorzubeugen, wird Jakob die Gewächshäuser mit Schattierungsgewebe versehen. Dieses soll zumindest nach Angaben des Herstellers guten Schutz vor Überhitzung bieten.

Cocktailtomaten wachsen trotz Hitze sehr gut - Gartenblog Topfgartenwelt

Paprika 2018

Über die Entwicklung der Paprika war ich sehr erstaunt. Schon ab Juli trugen die meisten Pflanzen bereits reichlich Früchte und waren stattlich entwickelt. Selbst die wenigen Paprikapflanzen im Freiland waren gut bestückt. Dennoch ist zu sagen, dass sich nicht alle Paprikasorten wirklich gut für das Freiland eignen. Yolo Wonder (Blockpaprika), z.B. sollte besser unter Dach kultiviert werden. Die Sorte neigt extrem zu Botrytis (winzig kleine Schimmelstellen an der Frucht, Frucht sollte entsorgt werden). Gut gewachsen ist dafür ein 0815 Tomatenpaprika und die Sorte "Roter Augsburger". Letzterer ist die beste Freilandsorte, die ich bislang hatte. Unempfindlich und ertragreich!

Sommer 2018 bescherrt eine grandiose Paprikaernte - Gartenblog Topfgartenwelt

Die gute Paprikaernte liegt wohl am wenigen Regen und den vielen Sonnenstunden. Einerseits ist das ja zu begrüßen, andererseits wurde der Wassermangel bereits zum Problem. Schön wäre es, wenn Petrus die goldene Mitte finden würde. Im überdachten Hochbeet gediehen alle Sorten sehr gut. Selbst der im Freiland empfindliche Blockpaprika zeigte neben Editta, Ferenc Tender, Pusta Gold und anderen eine gute Figur.

Erdäpfel 2018

Auch über die Erdäpfel kann ich mich nicht beklagen. Dank des Bewässerungssystems wuchsen sie gut und lieferten auch eine ansehnliche Ernte. Dies erfreute vor allem unseren Sohn, denn er isst mit Liebe Zucchini-Kartoffel-Brei. Wie schon in den Jahren zuvor habe ich mir als Saatgut Kartoffeln vom Wochenmarkt geholt. Die Töpfe hatten wir heuer allerdings so platziert, dass sie weder von Zucchini noch Kürbis überwuchert werden konnten. Es hat sich gelohnt! Letztes Jahr führte die falsche "Platzierung" nämlich zu einem Ernteausfall. Die Erdäpfelpflanzen bekamen teilweise weder Licht noch Wasser ab und verkümmerten. Anderen wiederum sind unter dem Blätterwulst ersoffen.

Gurken, Wasser- und Zuckermelonen, Zucchini sowie Kürbis 2018

Leider sind mir von den sechs Gurkenpflanzen plötzlich zwei Stück eingegangen, die übrigen vier sind mir im Laufe der Gemüsesaison 2018 quasi von der Sonne aus dem Hochbeet gebrannt worden. Dennoch konnten wir einige Gurken ernten, wenn auch nicht besonders lange. Die Zucchini haben trotz Mehltau die Hitzetage überlebt und tragen nun wieder vereinzelt Früchte. Die Blütenendfäule machte auch vor ihnen nicht Halt und führte zu Ernteeinbußen.

Kürbispflanze überwuchert große Teile des Gartens - Gartenblog Topfgartenwelt

Die beiden Kürbisse (Butternuss Avalon F1 und Baby Boo) liefern sich jetzt am Ende der Saison noch ein richtiges Wettrennen. Es geht darum, wer von ihnen beiden, die größere Fläche rund um das Hochbeet einnehmen kann. Kürbisse gibt es bei beiden Sorten ausreichend. Allein beim Avalon F1 habe ich an die sieben Stück entdeckt.

Butternusskürbis Avalon F1 bringt 2018 viele Früchte hervor - Gartenblog Topfgartenwelt


Von den Melonenpflanzen fruchtete nur die Zuckermelone. Ernten konnte ich aber nichts, denn die Pflanze gab w.o. bevor die Frucht reif war. Dahingerafft wurde sie vom Mehltau. Dieser hatte bei der heurigen Witterung auch wirklich leichtes Spiel.

Zucchini und Kürbis sorgen 2018 für eine gute Ernte - Gartenblog Topfgartenwelt

Auberginen und Physalis 2018

Mit Auberginen hatte ich die letzten Jahre über kein Glück. Im Gewächshaus entwickelten sie sich nicht gut und wurden schnell von Spinnmilben befallen, im Freiland kümmerten sie aber ebenso vor sich hin. Früchte bildeten die Auberginen (Freilandsorte) zahlreiche aus, doch  mit dem Ernten war es so eine Sache. Irgendwie war es nicht festzustellen, wann die Frucht reif war. Normalerweise sollte eine reife Aubergine glänzen, doch meine blieben matt. Nun habe ich widerum gelesen, dass man den Reifezeitpunkt eher danach bestimmt, dass die Schale auf Druck ein wenig nachgibt. Naja, mal schauen. Bei einigen Exemplaren habe ich ihn bestimmt schon übersehen, denn sie verfärbten sich von weiß nach gelb.

wann ist eine Aubergine reif eine schwierige Frage - Gartenblog Topfgartenwelt

Physalis sind bekannt für ihren Ausbreitungsdrang. Nachdem sie mir schon einmal den gesamten Gemüsegarten überwuchert haben, verbannte ich dieses Mal vier Exemplare in große Töpfe. Hier konnte der Wildwuchs nicht ausufern. Mit der Ernte bin ich bislang ganz zufrieden. Die Physalis blühten überreich und bildeten zahlreiche Früchte. Diese sind übrigens reif, wenn der Lampion richtig trocken ist, beim Angreifen knistert und sich eventuell schon leicht geöffnet hat. Zudem sollte die Beere schön gelb sein.

wann ist eine Physalis reif - Gartenblog Topfgartenwelt

heißer Sommer viele Physalis - Gartenblog Topfgartenwelt

 

Käferbohnen, Erbsen und Möhren 2018

Nachdem die Käferbohnenernte 2017 eher nichtssagend war, schaut es heuer wieder richtig gut aus. Die Schoten sind kräftig gewachsen und konnten zum Teil sogar schon geerntet werden. Ohne Bewässerungssystem wäre der Ertrag aber nicht besonders üppig gewesen.

Möhren wachsen 2018 aufgrund der Bewässerungsanlage hervorragend - Gartenblog Topfgartenwelt

Karottenernte 2018 - Gartenblog Topfgartenwelt

Ernstaunt war ich über die doch gute Möhrenernte. Möhren sind nämlich bislang bei uns nie gut gewachsen. Aber dieses Jahr gab es stattliche Exemplare. Leider hatten sie am Ende mit Wurzelläusen zu kämpfen.

historische Erbse Blauwschokker - Gartenblog Topfgartenwelt

Guten Etrag lieferten auch die Erbsen. Angebaut hatte ich Zuckerschoten und Blauwschokker (eine blaue Erbsensorte). Irgendwann fielen auch sie dem Mehltau zum Opfer. Aber das ist bei Erbsen keine Besonderheit.

Früher und reicher Ertrag trotz wenig Regen?

Bei uns in Salzburg war der Sommer 2018 geprägt von vielen heißen Tagen und wenig Regen. Lediglich im Juni und nun Ende August gab es einen gröberen Temperatursturz. In früheren Jahren wäre eine solche Wetterlage für den Gemüsegarten eine Katastrophe gewesen, da schlicht und einfach eine regelmäßige Wasserversorgung nicht möglich gewesen wäre. Seit heuer ist bei uns aber ein automatisches Bewässerungssystem in Betrieb, welches zweimal täglich für eine ausreichende Wasserzuvor sorgt. Die Pflanzen danken es und explodieren förmlich. Mehr über das Bewässerungssystem verrate ich Dir ein anderes Mal.

Wie schaut es derzeit in Deinem Gemüsegarten aus? Kannst Du noch etwas ernten oder ist die Gemüsesaison bereits vorbei?

Zum Pinnen:

Rückblick auf die Gemüsesaison 2018 mit Tipps für das kommende Jahr #gemüse2018 #gemüsegarten #planung2019 #selbstversorger #selbstversorgt #gemüsegarten2018 #rückblick - Gartenblog Topfgartenwelt


Bis bald und baba,
Kathrin

Freitag, 21. Oktober 2016

Der letzte Rest vom Schützenfest!

By On 06:30
Der wunderschöne warme Altweibersommer hat uns heuer wahrlich für den verregneten Hochsommer entschädigt. Doch die warme, trockene Phase nahm ein jähes Ende als der Oktober mit einem Temperatursturz und viel Regen an die Türe klopfte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich noch einiges an Gemüse draußen im Garten: Zucchini, Tomaten, Bohnen, Paprika und Chili. Es war bis dahin einfach nicht die Notwendigkeit gegeben die Beete aufzuräumen. Als es aber dann plötzlich hieß, dass die Höchsttemperaturen zumindest für eine Woche lang unter 10°C liegen würden, musste gehandelt werden. Immerhin sollte die schöne Ernte nicht vergammeln, weil Petrus nun auf Herbst macht. Aber wie immer an solchen Tagen, wo es schnell gehen muss, hat es geregnet. Nach zwei Stunden Werkeln im nasskalten Garten waren wir fertig und alle Schätze waren ins Trockene gebracht. 


Die Paprika und Chili haben wir samt Pflanze mal wieder in den Keller gebracht. Dort standen sie in Kübeln eingefrischt und wir warteten sehnsüchtig auf das Erröten der Früchte. Bei durchschnittlichen Temperaturen von 16°C geht das recht rasch. Innerhalb von ein paar Tagen war in etwa die Hälfte schon rot und konnte verarbeitet werden.


Die Chili-Staude war in den letzten Wochen so üppig gewachsen, dass sie kaum durch die Türe passte. Auch im Stiegenhaus hatten wir mit ihr ein wenig zu kämpfen. 

Die Tomaten waren Ende September schon ein wenig zerlempert. Ich würde zwar nicht sagen, dass sie Braunfäule hatten, aber das Laub sah nicht mehr schön aus. Dennoch befanden sich an den ausgelutschten Ästchen noch jede Menge grüne Früchtchen, die ebenso im Keller nachreiften. 


So viele wie es waren, war klar, dass wir bestimmt noch einmal einkochen müssen. Die reifen Früchte sammelten wir inzwischen im Tiefkühler.

Und hier ist er, der letzte Rest vom Schützenfest. Die Gartensaison ist für heuer beendet, wir müssen einzig und allein noch die Töpfe wegräumen und auswaschen. Zu ernten gibt es nichts mehr.





Wie lange wir in der Küche gestanden sind, um das alles zu verarbeiten und zu waschen, möchtet Ihr gar nicht wissen. Angefangen haben wir mit dem Verkochen der Tomaten. Es dürften so an die 5 Liter Sugo gewesen sein, denn wir füllten mehr als 10 Weckgläser (0,5 Liter). Noch immer sind allerdings Tomaten eingefroren (!).



Mittlerweile folgten auch die Paprika. Ein Jahr ohne gefüllte Paprika geht nämlich überhaupt nicht. Aber auch Chili konnten wir jede Menge ernten. Leider hat der erste Versuch mit getrockneten Chili aus dem Dörrapparat nicht so gut geklappt - sie sind geschimmelt. Aber man lernt aus Fehlern, nun dürfte es geklappt haben.




Gekostet haben wir schon unsere gefüllten Paprika - sie sind köstlich geworden. Das Rezept stammt von meiner Oma. Wir füllen sie immer mit Reis und Faschiertem. Gewürzt wird mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Porree und Stangensellerie. Salz und Pfeffer dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Menge Reis war an ein Kilogramm Faschiertes angepasst. Genaue Mengenangaben gibt es hier nicht.


Bis bald und baba!

Dienstag, 30. August 2016

Gemüsegenuss!

By On 06:30
Nun habe ich Euch heuer noch gar nicht viel aus meinem Gemüsegarten erzählt. Irgendwie passte es nie so richtig und so üppig sah er bislang auch nicht aus, das lag wohl am vielen Regen, welcher eher (gefühlt) das Gras wachsen ließ als sonst etwas. 


Dennoch gediehen die Tomaten in den beiden Gewächshäusern richtig gut, was mich wirklich erstaunt. Selbst die Blätter sehen noch recht passabel aus. Mittlerweile haben wir schon etliche Tomaten geerntet und einige Gläser eingekocht. Mit der Ernte aus 2015 sind wir bis jetzt ausgekommen, ist doch super, oder?


Zur Pflege von Tomaten hat Elisabeth Firsching vom Blog "kleine freude" unlängst hier einen interessanten Artikel veröffentlicht. Sie hat Österreichs Tomatenkaiser besucht, welcher mit Tipps nicht geizte. Beim Durchlesen habe ich festgestellt, dass ich so viel gar nicht falsch mache. Die Tomaten geize ich seit dem letzten Jahr nicht mehr aus - einfach zu viel Aufwand. Ich entferne lediglich noch die untersten Blätter und schneide Blätter zurück, die mir den Weg verhängen. Da meine Pflanzen in Töpfen wachsen, müssen sie natürlich öfter gegossen und gedüngt werden.



Mit der Gemüseeule hatte ich dieses Jahr Glück. Ich habe die Blätter, welche  mit den Eiern bzw. den Larven behaftet waren, rechtzeitig gefunden und entfernt bevor größere Fraßschäden an den Früchten bzw. an der Pflanze selbst entstanden sind. Kontrolle ist einfach das A und O im Gewächshaus.



Auch die Paprika haben inzwischen Gas gegeben. Es lag wohl daran, dass ich die Pflanzen samt kleinen Fruchtbehang ausgepflanzt habe. Sie steckten daraufhin ihre gesamte Energie in die ein oder zwei Früchte und wuchsen keinen Zentimeter weiter. Erst als diese geerntet oder abgefallen waren, gab es einen Wachstumsschub. Nächstes Jahr werde ich die ersten Blüten ganz bestimmt entfernen, damit die Pflanze auch richtig anwachsen kann. Die Glockenpaprika hatte als einzige keine Fruchtansätze beim Aussetzen und trägt nun ohne Ende.


Ohne Ende ist eine gute Überleitung, denn schier endlos produzieren unsere beiden Zucchini Früchte. Obwohl Familie und Nachbarn gut versorgt werden, kommen wir mit dem Essen kaum hinterher. Diese Schlingel wachsen scheinbar über Nacht mehrere Zentimeter.


Neben dem doch recht vielen Gemüse konnten wir auch schon Heidelbeeren, Brombeeren und Himbeeren ernten. Aber davon zeige ich Euch ein anderes Mal mehr, insbesondere hinsichtlich der Konservierung der Vorräte für den Winter.

Bis bald und baba!

Sonntag, 28. September 2014

Kürbisschlacht!

By On 00:12
Im Post "Erntevielfalt" habe ich Euch von unserer Kürbiswuchtel (Sorte: Muscat en Provence) mit einem Gewicht von etwa 20 kg erzählt. Trixi von "Trixis Trauminsel" hat mich damals gefragt, ob ich nicht darüber berichten könnte, was wir aus diesen Teil machen werden. Dieser Aufforderung komme ich natürlich sehr gerne nach!

Vor ein paar Tagen haben wir uns nun an die Aufgabe heran gemacht, den Kürbis zu verarbeiten. Das war gar nicht so einfach. Obwohl die Schale an und für sich recht weich ist, sich auch gut schneiden lässt, wäre ich mit dem Teil völlig verzweifelt, hätte mir Jakob nicht geholfen. Denn trotz allem braucht man recht viel Kraft, um den Kürbis zerlgen zu können.


Nachdem die Messer gewetzt waren und der Kürbis eine gute Position zum Anschneiden eingenommen hatte, konnte es losgehen.


Die einzelnen Schnitten wogen zwischen 1,2 und 1,8 kg. Ohne Kerne und Innenleben brachte es der Gute auf über 15 kg. Die Schätzung von etwa 20 kg im Urzustand war also gar nicht schlecht.


Der Kürbis wurde teilweise verschenkt, teilweise zu Suppe verarbeitet, teilweise eingefroren. Allerdings ist es so viel, dass der Gefrierschrankt total voll ist und wir schier nur noch von Kürbis leben könnten :) Ok, gut, das ist übertrieben ...


Neben dem Muscat en Provence und einem Butternut-Kürbis mussten auch noch ein paar Tomaten eingekocht werden. Da wir jedoch oftmals auch kleinere Mengen brauchen (z.B. Couscous), mussten wir eine Lösung finden, entsprechende Portionen einfrieren zu können. Entschieden haben wir uns für kleine Silikonbackförmchen - diese eigenen sich dafür perfekt. Nachdem das Tomatenmark tiefgefroreren ist, kann man es einfach aus den Förmchen nehmen und in größeren Paketen zusammenfassen.


Die Kartoffelernte kann sich heuer auch sehen lassen. Zwar wurden die Töpfe mit den Knollen relativ früh vom Kürbis überwuchert, so dass wir eigentlich wenig Hoffnung hatten im Herbst welche vorzufinden, aber anscheinend hatte das keine Auswirkung. In der Schüssel finden sich unter anderem Vitelotte und Rosa Tannenzapfen.


Die ersten wurden dann auch schon mit Butter und Salz verspeist - sie schmeckten allesamt sehr gut!


So, bevor ich aber schlafen gehe, möchte ich Euch noch einmal auf das Gewinnspiel im letzten Post hinweisen. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück! Baba!

Dienstag, 16. September 2014

Erntevielfalt!

By On 23:36
So, heute melde ich mich mit ein paar Bildern aus dem Garten zurück. Es ist einfach unglaublich, was wir alles in den letzten Tagen alles ernten konnten, obwohl das Wetter den ganzen Sommer über nur selten mitgespielt hat. Denn bislang konnten wir etwa 13 Dosen Tomatenmark einkochen sowie mehrere Gläser Marmelade. Nun kommen schön langsam die gefüllten Paprika und auch die Verarbeitung der Kürbisse (2 Stück) an die Reihe :)

Das Tomatenmark haben wir dieses Mal so gemacht, dass wir klein gehackte Zwiebel in Olivenöl angedünstet und anschließend die gewürfelten Tomaten hinzugefügt und diese, sobald sie etwas weich gekocht waren, mit dem Stabmixer püriert haben. Dies hat wirklich super funktioniert und die Soße ist schön dick geworden. Zudem war es auch nicht so eine große Patzerei.


Vor dem Haus wachsen in zwölf Töpfchen (noch) Robin F1 Tomaten. Die Früchte dieser Sorte sind zwar klein, aber die Menge macht die Größe schnell wieder wett.



Das Sugo schmeckt fantastisch. Ach ja und ich habe recherchiert, es ist völlig normal, dass selbst gekochte Tomatensoße nicht so rot ist wie jene aus dem Tetrapack. Die satte rote Farbe kommt unter anderem von beigemengter roter Beete (öst. Rahnen). Diese hatten wir aber nicht zur Verfügung, daher bleibt das Sugo orange :) 


Die Tomaten (Dancing with the Smurfs, Striped Roman) auf diesem Bild wurden auch schon alle verarbeitet!


Die Tomaten im freistehenden Häuschen im Gemüsegarten sehen leider nicht mehr so gut aus. Der letzte Kälteeinbruch sowie der tagelange Regen führten zu einem rasanten Ausbreiten der Braunfäule. Die noch genießbaren Früchte müssen nun auf der Fensterbank nachreifen.


Dem Moschus-Kürbis hat der viele Regen nicht viel ausgemacht, er ist trotz aller Widrigkeiten gewachsen, gewachsen und gewachsen. Die trotz allem überdimensionierte Pflanze brachte jedoch nur einen einzigen Kürbis zur Reife, alle sonstigen Fruchtansätze verfaulten bereits im Ministadium. 


Schätzungsweise bringt dieses Prachtexemplar an die 20 kg auf die Waage. Genau bestimmen konnten wir das Gewicht allerdings nicht, denn unsere Küchenwaage geht nur bis 5 kg. Wie und in welcher Form wir ihn allerdings im Gefrierschrank unterbringen sollen, ist noch offen.


Nach der Ernte wurde die Pflanze entfernt und wir haben wir ein paar Quadratmeter Garten zurückgewonnen. Ob wir nächstes Jahr allerdings wieder diese Kürbissorte pflanzen, müssen wir uns noch gut überlegen :)


Auch die Butternusspflanze schaffte gerade mal einen einzigen Kürbis.


Die Paprika beginnen nun schön langsam zu reifen. Einer der Blockpaprika ist leider an der Pflanze verfault, bei dem Wetter der letzten Tage wohl ein Kollateralschaden. Schade nur, dass es einer der Größten gewesen wäre. Allerdings müssen wir mehr als zufrieden sein, denn bislang konnten wir noch nie Paprika ernten - auch nicht in Graz, wo es tendenziell milder ist, als hier im Salzburger Seenland. Ich schreibe den heurigen Erfolg jedenfalls der Überdachung zu, die Jakob im Frühling für das Hochbeet gebaut hat.



Die geernteten Paprika wurden mit Faschiertem und Reis gefüllt. Inzwischen harren sie schon in der Gefriertruhe und warten auf ihren kulinarischen Einsatz. So wie es aussieht, werden in den kommenden Tagen noch einige andere reif werden. Als besonders ertragreich hat sich die Sorte Editta erwiesen. Sie wird das nächste Jahr bestimmt wieder angebaut.


Die Weinbergpfirsiche (wir konnten in etwa 2 kg von unserem Topfbaum ernten) haben wir überwiegend zu Marmelade verarbeitet. Das Rezept habe ich hier auf Chefkoch gefunden. Jene, die die das Rezept nachgekocht haben, haben nicht zu viel versprochen, die Marmelade schmeckt wirklich unglaublich gut. 


Im Gegensatz zum letzten Jahr können wir die Weintrauben heuer wirklich essen. Sie schmecken richtig süß und total lecker.


Einer der Apfelbäume trägt heuer zum ersten Mal recht gut und hat sich auch als recht Schorf resistent erwiesen


Die Himbeeren wurden ebenfalls zu Marmelade verarbeitet. Da mir die Flotte Lotte abhanden gekommen ist, gibt es Marmelade mit Kernen - auch nicht schlimm :)


Wann die Melanzani reif sind, müssen wir noch herausfinden. Es ist jedenfalls eine eher grün bleibende Sorte, wenn ich mich so recht an das Samenpackerl erinnere.


Die Zitronen werden dieses Jahr wohl nicht mehr gelb werden, vielleicht gibt es über den Winter oder ansonsten im nächsten Sommer Bio-Früchte.


Die Gewinnern der Buchverlosung werde ich diese Woche noch bekannt geben - schön langsam bin ich mit meinen Sachen wieder soweit auf gleich, dass ich am Abend hoffentlich auch wieder öfter für den Blog Zeit habe.

Gute Nacht und baba!