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Vielfältig wie Österreichs Natur ist auch dieser Blog. Unser Garten ist Quelle hochwertiger Lebensmittel für die Küche und Oase der Ruhe. Dieser Food- und Gartenblog bietet Dir Rezepte, Buchvorstellungen, Gartentipps sowie Reiseimpressionen. Gegärtnert wird im Freiland und im Topf.

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Dienstag, 20. Juli 2010

Mehltau als Ursache für keine Früchte an Zucchini, Gurke und Kürbis? Und Spinnmilben an Melanzani und Melonen...

By On 23:23
Als ich heute oben genannte Pflanzen genauer anschaute, entdeckte ich auf den Blättern weißliche, runde Flecken - Mehltau. Eigentlich brachte mich ein Post im Gartenforum dazu meine Pflanzen doch mal etwas akripischer zu betrachten als sonst. Im Beitrag ging es darum, dass einer der User des Forums zwar wunderschöne Zucchini-Pflanzen hatte, jedoch keine einzige Frucht zur Reife gelangte, weil sie zuvor schon gelb und matschig abfiel. Obwohl an den Blättern nichts zu erkennen ist, sind die Pflanzen bereits erkrankt - der Pilz verbreitet sich schleichend. Gehen Anfangs nur die Fruchtansätze verloren, zeigt sich das Schadbild bald auch auf den Blättern, tut man nichts, ist die Pflanze hinüber und dafür ist es meines Erachtens Mitte Juli noch ein wenig zu früh.

Ein solches Krankheitsbild ist laut Forum dann typisch, wenn vorallem Mai und Juni, sprich die Frühsommermonate, zu kalt und feucht sind.
Meine Pflanzen leiden hauptsächlich am Echten Mehltau - jener befindet sich auf der Blattoberseite. An einem Blatt konnte ich aber auch Falschen Mehltau ausfindig machen - er sitzt an der Blattunterseite und zeigt sich auf der Blattoberseite durch gelbe Flecken. Laut der Literatur, die ich zur Verfügung habe, tritt Echter Mehltau vorallem dann auf, wenn es sehr trocken ist und das war es in den letzten zwei Wochen bestimmt. Da mir dieses Problem nun bewusst ist, kann ich auch gezielt Gegenmaßnahmen setzen und diese wären das Entfernen von stark betroffenen Blättern sowie das Spritzen mit der Backpulvermischung, damit die Oberflächen der Blätter basisch werden und sich der Pilz verzieht. Leider ist Mehltau, wenn er mal da ist, recht hartneckig und lässt sich nur schwer vertreiben.


Der Grund dafür, dass sich nur sehr wenige weibliche Blüten bilden - ja, dieses Problem habe ich auch -, liegt wahrscheinlich daran, dass die Pflanzen nicht ganz optimal stehen, sie haben leider relativ viel Schatten. Wirklich viel Sonne gibt es nur auf der Terrasse, doch dort ist es über Mittag viel zu heiß und genau diese Hitze konnten die Pflanzen im Vorjahr überhaupt nicht ab.

Da sich der Befall noch in Grenzen hält, kann ich vielleicht noch Schlimmeres verhindern. Bei der Roma-Tomate sieht es ein wenig schlimmer aus, die Blätter sind stärker befallen. Auch sie habe ich vorerst mit der Backpulver-Mischung gespritzt.


Meine Melonen leiden zwar nicht am Mehltau, doch genau wie die Melanzani an Spinnmilben. Diese winzigen Spinnentierchen tauchen genauso wie der Echte Mehltau mit Vorliebe dann auf, wenn es heiß und trocken ist. Hier bin ich mit Schmierseifenlösung ausgerückt, wenn das nicht hilft, greife ich auf das fertige Bio-Spritzmittel zurück und hoffe, dass dieses Mittel den Tierchen den Gar aus macht.
Spinnmilben erkennt man an den winzigen gelben bzw silbrigen Flecken, die an der Blattoberseite entstehen. Sie rühren daher, dass an diesen Stellen das Blatt ausgesaugt wurde und nur noch die "Haut" über ist. An der Unterseite, sitzen geschützt massig kleine Spinnentiere, die auch eifrig dabei sind Gespinste zu weben. Übersieht man es, können sie die ganze Pflanze einspinnen. Sie verschwinden aber wieder, wenn ihnen die Umgebung nicht mehr zusagt, sprich es feuchter wird oder wieder windiger und vorallem kühler.


Meine Opuntie hat ein ganz anderes Problem - an ihr sitzen haufenweise Schildläuse. Lange Zeit konnte ich die weißen Flecken nicht als diesen Schädling ausmachen und dachte immer sie hätte an diesen Stellen einen Sonnenbrand. Aber da die Opuntie eine Zierpflanze ist, werde ich sie mit Combi-Sticks bekämpfen.

Dienstag, 27. April 2010

Verpiss dich Pflanze, Spinnmilben und Co

By On 00:17
Da sich eine von  den Nachbarskatzen dachte, unsere Terrasse ist ein schönes, gepflegtes öffentliches Klo, musste rasch eine Lösung her - die Verpiss dich Pflanze. Letztes Jahr wehrte sie mit Erfolg Katzen von Majas Sandkiste ab, daher sind wir guter Dinge, dass es auch bei uns klappt, denn es ist nicht gerade angenehm immer wieder den Dreck fremder Katzen, besonders, wenn man selbst gar keine hat, wegzuräumen. Auch in mein Gewächshaus hat sich anscheinend immer wieder mal eine Katze hineinverirrt, deswegen wurde auch der Eingang zu diesem mit besagter Pflanze verbarrikadiert. Leider ist das gute Pflänzchen nicht winterhart und muss daher jedes Jahr wieder neu gesetzt werden. Berührt man die Pflanze, riecht sie kurzzeitig recht streng, aber nicht unangenehm, von dem her kann ich mir gut vorstellen, dass Hunde und Katzen mit ihren empfindlichen Nasen das ganz und gar nicht mögen.

Meine Baumtomate leidet seit Herbst an einer Art Mehltau, wie ich vermute. Wurden früher die Blätter immer sehr groß, fallen sie nun in einem noch recht kleinen Zustand ab. Da ich im Internet gelesen habe, dass Backpulver gegen Pilze helfen soll, habe ich das mal ausprobiert und die ganze Pflanze gründlich mit im Wasser aufgelösten Backpulver eingesprüht. Mal sehen, ob das wirklich was nutzt, denn die Milchmischung, welche ich bei den Zucchinis anwendete, war ein ziemlicher Reinfall, der Pilz fühlte sich durch die Milch nicht gestört und breitete sich fröhlich weiter aus.




Das Zyperngras musste ich leider zurückschneiden, obwohl so richtig schön buschig angewachsen war. Grund dafür waren Spinnmilben, die die Blätter nachhaltig geschädigt hatten. Diese winzigen roten Viecher tauchten irgendwann im Winter auf und bevölkerten so nebenbei auch meine Zitruspflanzen, welchen aber mit einer Gartenschlauchkur schnell geholfen werden konnten. Allerdings ist das Zyperngras schon wieder kräftig am Treiben und daher wird es wohl nicht so lange dauern bis es wieder so aussieht wie vorher.

Für den Kirschbaum muss ich mir noch etwas Überlegen, denn dieser wird so langsam aber sicher mal wieder von der Schwarzen Kirschblattlaus bevölkert und wo diese sind, sind auch Ameisen nicht weit. Wahrscheinlich werde ich es erst einmal mit einer Schmierseifenlösung versuchen...

Montag, 4. Januar 2010

Schädlingsbekämpfung mit Alkohol

By On 23:47
Letzes Jahr, sprich 2009, waren mein Freund und ich in der Toskana unterwegs und besuchten unter anderem die Orangerie von Oscar Tintori. Man kann dort etwa 250 verschiedene Sorten von Zitrusgewächsen in drei verschiedenen Größen erwerben. Ich kaufte mir eine Limette und eine Orange. 

Leider wurden beide jetzt über den Winter mit Schildläusen befallen und verloren ihre Blätter. Auch meinen anderen Zitruspflanzen (Kumquat, 2 Zitronen und 1 Clementine) wurden von diesen Biestern heimgesucht. Gerade diese Lausart ist sehr hartneckig und ist sie mal da, wird man sie auch kaum wieder los. Bereits im Herbst, stieß ich in einem Forum im Internet auf den Tipp Wollläuse mit Alkohol zu bekämpfen, denn ich wollte meine mühevoll über den Sommer aufgepeppelte Passionsblume nicht aufgeben. Siehe da, 40%-iger Wodka und ein paar Wattestäbchen wirkten und mit nur einer Anwendung waren alle unerwünschten Gesellen verschwunden und kamen seit dem auch nicht wieder. Warum sollte Alkohol daher nicht auch bei Zitruspflanzen wirken?

Ich testete den Wodka daher auch bei Schildläusen und einer kleinen Kolonie Spinnmilben. Bisher kann ich nur sagen, die Spinnmilben waren nach einer Anwendung verschwunden, die Schildläuse sind allerdings etwas hartneckiger, darum werde ich es demnächst mit wirklich hochprozentigem Alkohol (70% Ethanol aus der Apotheke) nochmal versuchen, denn alle marktüblichen Schädlingsbekämpfungsmittel für Nutzpflanzen kann man in der Wohnung nicht anwenden und die viel beschworene Spiritus-Schmierseifenlösung versagt meist auf ganzer Linie. Im Sommer war es nämlich nicht möglich damit eine Invasion von weißen Fliegen an Tomatenpflanzen nur annähernd einzudämmen.