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Montag, 29. November 2010

Roter Brenner oder doch Milben am Ritterstern ... does my Amaryllis suffer from red blotch or mites?

By On 13:38
Vor einigen Tagen habe ich bei Hofer (Aldi) verschiedene Rittersterne gekauft. Einige der angetriebenen Zwiebeln im Geschäft zeigten rote Streifen an den Stängeln und Knospen (Blätter sind ja noch keine da), obwohl ich damals noch nichts von speziellen Pilzkrankheiten oder Schädlingen an diesen Pflanzen wusste, ließ ich die Finger von diesen Exemplaren. Mittlerweile bin ich gerade in solchen Fällen sehr vorsichtig geworden, denn man kann sich so vieles zu Hause einschleppen, was man Ende nur wieder schwer oder gar nicht los wird. Kurz nach dem Kauf fand ich einen Artikel über Hippeastrum in einer Gartenzeitschrift, welcher darauf hinwies, dass gerade Rittersterne gerne am "Roten Brenner", ausgelöst durch den Pilz Stagonospora curtisii, leiden, welcher sich anfangs durch rote/bräunlich rote Streifen/Flecken  an den Blütenstielen oder sonstigen Pflanzenteilen inklusive der Zwiebel selbst zeigt und mit der Zeit das befallene Gewebe zum Absterben bringt. Übrigens der "Rote Brenner" beim Wein wird durch einen anderen Pilz ausgelöst, nämlich diesen: Pseudopezicula tracheiphila - also nicht verwechseln!

Leider hatte ich mich zu früh gefreut, denn eine meiner drei gekauften, anscheinend gesunden, Pflanzen zeigte nun auch diese "typischen" roten Streifen an der Blütenknospe. Daraufhin machte ich  mich auf die Suche um vielleicht ausführlichere Informationen über diese Pilzerkrankung zu finden. Dabei zeigte sich schon bald die Komplexität dieses Themas. So können neben dem Roten Brenner auch Milben ein ähnliches Schadbild hervorrufen. Außerdem ist es möglich, dass die Milben die Pflanze überhaupt erst mit dem Roten Brenner infizieren. Will man daher bei der Bekämpfung erfolgreich sein, muss man zum einen den Pilz bekämpfen und zum anderen die Milben, tut man dies nicht, ist ein erneuter Befall sehr wahrscheinlich.

Als Gegenmaßnahme wird häufig ein Heißwasserbad für die Zwiebeln empfohlen, anschließendes einsprühen mit einem gegen Milben wirksamen Mittel und diverse Anti-Pilzpräperate. Alles zusammen wahrscheinlich wesentlich teurer als eine neue Zwiebel - sie kosteten mich gerade mal Euro 3,99 samt Topf pro Stück. Doch ist dies eigentlich sofort notwendig, wenn man nur einzelne rote Flecken an der Amaryllis findet?

Nein, wohl nicht, denn auf jede Verletzung, die ihr zugefügt wird, reagiert die Pflanze mit roten Flecken/Streifen bzw "Narben". Dies ist vollkommen normal und muss nicht sofort ein Anzeichen für den Roten Brenner samt oder ohne Milben sein. Eine Infektion mit dem Roten Brenner liegt aber sehr wohl dann vor, wenn sich die Flecken zu vergrößern beginnen, mehr werden, später ineinander verfließen und betroffene Pflanzenteile absterben oder nur noch kümmerlich vor sich hinwachsen.
Eine einfache Verletzung kann in meinem Fall durchaus möglich sein, denn im Geschäft gehen oftmals die Kunden selbst nicht sehr sorgsam mit den angebotenen Artikeln um. Daher werde ich meine betroffene Pflanze erst einmal gut beobachten, bis jetzt sind die zwei Flecken weder größer geworden, noch haben sie sich, zumindest für mich wahrnehmbar, in der Farbe (jetzt sind sie ja hellrot) verändert. Es zeigen sich auch keine Wachstumsstockungen noch Deformierungen. Sollte sich dies ändern, werde ich ein Update machen.

Was meint Ihr?
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A few days ago I bought at Hofer (Aldi) some differently blooming kinds of Amaryllis. Some of the bulbs in the store - where you could already see the tops of their buds and in some cases even parts of the stems - had strange red stripes or spots. At that time I didn't know anything about special fungal diseases or vermins that can be found on those plants. As a precaution I didn't take one of those "infected" ones, because in the meantime I have become very carefully about things like that - nothing is easier than to bring in deseases that you hardly or even never can get rid of. A short time later I found an articel in a garden journal  about Hippeastrum. It pointed out, that Amaryllis plants often get infected by the "Red Blotch", which is caused by a fungus called Stagonospora curtisii. Characteristic indications of the existence of the fungus are exactly these red/red brown stripes or spots on stems, buds, leaves or the bulbs themselves.  They become bigger and elapse into each other and the upgrowth of the plant is just beggarly. In the end the infected tissue dies off. If you get a bad break, you have to dispose the bulbs/plants. 
Unfortunately one of my Amyrillis also showed  some red spots - I found them on the bud. What a bummer! Have I got up my hopes to soon? Didn't I buy just healthy bulbs? I thought, I had scrutinized all my plants before buying them. Now it was to late, wasn't it? So I tried to find out some more information about the Red Blotch. That issue was more complicated in the end than I have thought at first, because also mites can cause such a damage. Furthermore it is possible that in the first place the mites have infected the Amaryllis with the fungus. So you have to fight against the mites and the fungus, otherwise a new infection is pre-programmed. Therefore you can put the bulbs into hot water at first, when they are dry again you can inject the bulbs with a pesticide that is good for mites. For the fungus itself you can buy an effective fungicide. Probably all these tings are more expensive than to buy a new bulb - I have paid just Euro 3,99 for one - the pot included. But in fact, is it necessary to be afraid of the Red Blotch immediately? No, because every simple injury that is caused to the Amaryllis shows up in red stripes or spots - comparable to scars. 

In my own case a simple injury is easily possible, because in the supermarket not every customer takes care about the things around him. So, at first I just will watch my Amaryllis. If something changes, i will post an update.

Dienstag, 20. Juli 2010

Mehltau als Ursache für keine Früchte an Zucchini, Gurke und Kürbis? Und Spinnmilben an Melanzani und Melonen...

By On 23:23
Als ich heute oben genannte Pflanzen genauer anschaute, entdeckte ich auf den Blättern weißliche, runde Flecken - Mehltau. Eigentlich brachte mich ein Post im Gartenforum dazu meine Pflanzen doch mal etwas akripischer zu betrachten als sonst. Im Beitrag ging es darum, dass einer der User des Forums zwar wunderschöne Zucchini-Pflanzen hatte, jedoch keine einzige Frucht zur Reife gelangte, weil sie zuvor schon gelb und matschig abfiel. Obwohl an den Blättern nichts zu erkennen ist, sind die Pflanzen bereits erkrankt - der Pilz verbreitet sich schleichend. Gehen Anfangs nur die Fruchtansätze verloren, zeigt sich das Schadbild bald auch auf den Blättern, tut man nichts, ist die Pflanze hinüber und dafür ist es meines Erachtens Mitte Juli noch ein wenig zu früh.

Ein solches Krankheitsbild ist laut Forum dann typisch, wenn vorallem Mai und Juni, sprich die Frühsommermonate, zu kalt und feucht sind.
Meine Pflanzen leiden hauptsächlich am Echten Mehltau - jener befindet sich auf der Blattoberseite. An einem Blatt konnte ich aber auch Falschen Mehltau ausfindig machen - er sitzt an der Blattunterseite und zeigt sich auf der Blattoberseite durch gelbe Flecken. Laut der Literatur, die ich zur Verfügung habe, tritt Echter Mehltau vorallem dann auf, wenn es sehr trocken ist und das war es in den letzten zwei Wochen bestimmt. Da mir dieses Problem nun bewusst ist, kann ich auch gezielt Gegenmaßnahmen setzen und diese wären das Entfernen von stark betroffenen Blättern sowie das Spritzen mit der Backpulvermischung, damit die Oberflächen der Blätter basisch werden und sich der Pilz verzieht. Leider ist Mehltau, wenn er mal da ist, recht hartneckig und lässt sich nur schwer vertreiben.


Der Grund dafür, dass sich nur sehr wenige weibliche Blüten bilden - ja, dieses Problem habe ich auch -, liegt wahrscheinlich daran, dass die Pflanzen nicht ganz optimal stehen, sie haben leider relativ viel Schatten. Wirklich viel Sonne gibt es nur auf der Terrasse, doch dort ist es über Mittag viel zu heiß und genau diese Hitze konnten die Pflanzen im Vorjahr überhaupt nicht ab.

Da sich der Befall noch in Grenzen hält, kann ich vielleicht noch Schlimmeres verhindern. Bei der Roma-Tomate sieht es ein wenig schlimmer aus, die Blätter sind stärker befallen. Auch sie habe ich vorerst mit der Backpulver-Mischung gespritzt.


Meine Melonen leiden zwar nicht am Mehltau, doch genau wie die Melanzani an Spinnmilben. Diese winzigen Spinnentierchen tauchen genauso wie der Echte Mehltau mit Vorliebe dann auf, wenn es heiß und trocken ist. Hier bin ich mit Schmierseifenlösung ausgerückt, wenn das nicht hilft, greife ich auf das fertige Bio-Spritzmittel zurück und hoffe, dass dieses Mittel den Tierchen den Gar aus macht.
Spinnmilben erkennt man an den winzigen gelben bzw silbrigen Flecken, die an der Blattoberseite entstehen. Sie rühren daher, dass an diesen Stellen das Blatt ausgesaugt wurde und nur noch die "Haut" über ist. An der Unterseite, sitzen geschützt massig kleine Spinnentiere, die auch eifrig dabei sind Gespinste zu weben. Übersieht man es, können sie die ganze Pflanze einspinnen. Sie verschwinden aber wieder, wenn ihnen die Umgebung nicht mehr zusagt, sprich es feuchter wird oder wieder windiger und vorallem kühler.


Meine Opuntie hat ein ganz anderes Problem - an ihr sitzen haufenweise Schildläuse. Lange Zeit konnte ich die weißen Flecken nicht als diesen Schädling ausmachen und dachte immer sie hätte an diesen Stellen einen Sonnenbrand. Aber da die Opuntie eine Zierpflanze ist, werde ich sie mit Combi-Sticks bekämpfen.